Armenspeisung

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Speisung bedürftiger Kinder, Berlin 1924

Die Armenspeisung ist ein Brauch aus früheren Zeiten, bei dem die Bettler und die Bedürftigen einer Stadt mit Nahrung, Kleidung und manchmal auch mit Geld versorgt wurden. Armenspeisungen konnten an einem Tag (häufig an christlichen Feiertagen) oder wiederkehrend abgehalten werden.

Die Armenspeisung stammt aus dem Mittelalter, wo sie sich durch das Christentum immer weiter ausbreitete, weil sie zu den sieben Werken der Barmherzigkeit gezählt wird.

Der Brauch lebt bis heute in Einrichtungen für Obdachlose (z. B. Tafeln, Suppenküchen, öffentliche Kleiderkammer, Notunterkünfte) fort und wird von der Kirche und Privatleuten unterstützt.

Auch die Lebensmittelindustrie bietet dort Lebensmittel an, die nicht mehr verkehrsfähig sind, da das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde: bei den Konserven und Tiefkühlprodukten ist aber immer ein Zeitpolster eingeplant, so dass sie immer zum Verzehr geeignet sind. Des Weiteren können dadurch die Kosten der Entsorgung gespart werden.

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