Armin Völckers

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Armin Völckers (geboren am 31. August 1963 in Berlin) ist ein deutscher Maler und Filmemacher. Er lebt in Berlin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin Völckers verbrachte die Zeit zwischen 1964 und 1970 in Rio de Janeiro und lebte ab 1970 in Hamburg. Nach seinem Abitur 1981 und dem Zivildienst zog er nach Berlin (West) und studierte ab 1983 an der Hochschule der Künste Berlin Malerei bei Dietmar Lemcke, Jens Jensen und Henning Kürschner. Seit 1988 zeigte Völckers seine Werke in zahlreichen Ausstellungen privater Galerien, bei der Jahresausstellung des Vereins Berliner Künstler 1995 sowie international in privaten Sammlungen (u. a. Weltbank Washington, D.C.).

Während einer Pause des bildnerischen Schaffens Anfang der 2000er-Jahre arbeitete er als Filmemacher und Drehbuchautor. Sein vom ZDF geförderter Kinofilm Leroy (2007) erhielt den Deutschen Filmpreis 2008 in zwei Kategorien (Goldene Lola für Bester Kinderfilm, Beste Musik) und den Publikumspreis des „Tokyo International Film Festival“ in Japan. Seitdem widmet sich Völckers wieder vornehmlich der Malerei.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Völckers’ durchweg figurative Malerei zeichnet sich durch narrative Phantastik – oft mit satirischem Einschlag – aus. Obwohl er eine ausgeprägte und typische malerische Handschrift besitzt, lässt er oft Elemente klassischer Malstile einfließen. Dies korreliert mit Bildgegenständen, die gleichermaßen dem Alltag, dem Traum und der Popkultur entlehnt werden.[1] In seinen Bildern sind Realität und Traumwelt nahtlos miteinander verbunden.[2]

Wiederkehrende Inspirationen in Völckers’ Bildern sind u. a. Erinnerungen an Idole der eigenen Jugend (z. B. Bilderserie „Reptile House“, inspiriert von einer EP der Gothic-Rock-Band „The Sisters of Mercy“), die Lektüre der Romane von Thomas Pynchon oder Filme von David Lynch.[2] Das Pittoreske seiner oft menschenleeren Landschaften wird konterkariert durch Ruinen, die wie die Hinterlassenschaft einer verschwundenen Menschheit anmuten. Er malt in jüngster Zeit außerdem vermehrt Blumenstillleben.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991 Abriss-Galerie, "Vision Thing“, Zusammenarbeit mit der Band „The Sisters of Mercy” und EastWest Records, Solo-Ausstellung, Hamburg
  • 1992 Galerie Vorsetzen, Installation „Behind our Door“, Hamburg
  • 1993 Galerie im Boudoir, Berlin (als „Susi Pop“)
  • 1995 „Potsdamer Platz“, Jahresausstellung des Vereins Berliner Künstler
  • 1996 "Berlin-Rijeka", Mali Salonu, Rijeka, Kroatien
  • 1996 Kunstverein Schering, Solo-Ausstellung, Berlin
  • 1997 Fine Art Rafael Vostell, Köpenicker Kunstsommer, Installation "The Crying Room"
  • 1998 Phase 4Solo-Ausstellung, München
  • 2002 St. Emmaus Kirche, Solo-Ausstellung, Kassel
  • 2002 Galerie am Savignyplatz, Solo-Ausstellung, Berlin
  • 2004 „Find Your Love“, Berlin (mit Marc Schmitz),
  • 2012 Sotheby’s, Hamburg
  • 2013 L’Accrochage, Hamburg
  • 2014 Galerie Anne Moerchen, Solo-Ausstellung, Hamburg
  • 2015 „Funerary“ (w. Claudia Hart) Friedhofsmuseum, Berlin
  • 2016 Galerie No. 3, Solo-Ausstellung, Berlin
  • 2018 Janinebeangallery, Solo-Ausstellung, Berlin
  • 2019 culture matters, Solo-Ausstellung, Hannover

Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The World Bank, Washington (DC)
  • Hypovereinsbank (UniCredit)
  • Schering AG, Berlin
  • Sir Paul McCartney
  • Patricia Highsmith (Estate)
  • Public Municipal Collection, Moscow, Russia

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leroy (2007), Drehbuch, Regie
  • Mullewap 3D (2016), Drehbuch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Armin Völckers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zitat nach Anemone Vostell, Rede zur Eröffnung einer Ausstellung in der Galerie Lake, Oldenburg, am 26. Juni 2015
  2. a b Friedrich Rothe in: Katalog Armin Völckers "Hin und Her", Galerie am Savignyplatz, 1994