Arnach

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Arnach
Wappen von Arnach vor der Eingemeindung
Koordinaten: 47° 51′ 19″ N, 9° 53′ 41″ O
Höhe: 676 m
Einwohner: 1301 (30. Jun. 2015)
Eingemeindung: 1. Juni 1972
Postleitzahl: 88410
Vorwahl: 07564

Arnach ist ein Stadtteil von Bad Wurzach im Landkreis Ravensburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schenkungsurkunde des Ritters Berngarius de Arnac an den seligen Einsiedler Ratperonius, über Grund und Boden in der Gemarkung Rötsee, wird Arnach 941 erstmals urkundlich genannt. Im Jahre 1043 vermerkte eine weitere Schenkungsurkunde einen Arnacher Wald (silva Arinac).

Der Zehnte wurde bis 1806 an das Kollegiatsstift Wolfegg entrichtet, danach an die Fürsten von Waldburg-Wolfegg-Waldsee. Um das Jahr 1818/1819 soll die Räuberbande von Xaver Hohenleiter, genannt der Schwarze Veri, die Gegend um Arnach verunsichert haben. Bis 1938 gehörte die Ortschaft zum Oberamt Waldsee, danach zum Oberamt Wangen.

Am 1. Juni 1972 wurde die selbständige Gemeinde in die Stadt Bad Wurzach eingemeindet.[1]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildnis des Heiligen Wendelin, aus der Pfarrkirche St. Ulrich um 1520

In Arnach befindet sich die Pfarrkirche St. Ulrich. Die kirchliche Gemeinde gehört zum Dekanat Allgäu-Oberschwaben in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Um 1898 erhielt der Ort ein Schulhaus. Im Jahre 1961 kam ein Neubau der Schule mit Turnhalle und Lehrschwimmbecken hinzu.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1979 erwarb die überregional bekannte selbstverwaltete Schäfereigenossenschaft Finkhof die Gastwirtschaft Adler nebst Nebengebäuden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 536.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band 7: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]