Arnd Brummer

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Arnd Brummer (* 5. Juni 1957 in Bad Mergentheim) ist ein deutscher Journalist und Autor. Er ist Chefredakteur und geschäftsführender Herausgeber der von der evangelischen Kirche veröffentlichten Zeitschrift Chrismon.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brummer wuchs in Konstanz in einer katholischen Familie auf, seine Mutter war Redakteurin einer katholischen regionalen Wochenzeitung in Konstanz. Er konvertierte später zur evangelischen Kirche. Über seinen Konfessionswechsel veröffentlichte er in der September-2011-Ausgabe von Chrismon einen persönlichen Bericht unter dem Titel Unter Ketzern.[1]

Brummer besuchte das Heinrich-Suso-Gymnasium Konstanz und war danach Volontär beim Schwarzwälder Boten. Anschließend arbeitete er als Politik- und Kulturredakteur bei Tageszeitungen, leitete zeitweilig eine Radiostation und berichtete als Korrespondent aus Bonn über Außen-, Verteidigungs- und Gesellschaftspolitik. In den 1980er Jahren war er Politikchef der Stuttgarter Zeitung Sonntag Aktuell.[2]

1991 wurde er stellvertretender Chefredakteur des Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatts, 1992 Chefredakteur. Auch nach der Umwandlung der Wochenzeitung in das von ihm inspirierte und maßgeblich entwickelte Monatsmagazin Chrismon im Jahr 2000 leitet er die Redaktion. Brummer ist seit April 2014 geschäftsführender Herausgeber des Magazins und beendete seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Hansischen Druck- und Verlagshauses (seit 1995), eines Tochterunternehmens des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik. Als Geschäftsführer ist er weiterhin in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig tätig.[3] Seit 2006 leitet er 7 Wochen Ohne, die Fastenaktion der Evangelischen Kirche.

In Hamburg, wo das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt seinen Sitz hatte, übernahm Brummer Ämter in der FDP. Er war ab 1995 zunächst stellvertretender und von 1997 bis 1999 Landesvorsitzender der FDP Hamburg.[4][5] Zum Jahresende 2011 trat er aus der FDP aus. Er begründete dies mit der fortschreitenden „programmatischen Verwahrlosung“ der Partei. Dies gelte insbesondere für die Felder Kultur- und Sozialpolitik. Ein Profil im liberalen Sinne billige er auf Bundesebene Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu, die auf dem Sektor der Rechtspolitik Haltung zeige.

Brummer ist mit einer Journalistin verheiratet und hat einen Sohn.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaften
Tonträger

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Arnd Brummer: Unter Ketzern. In: Chrismon. September 2011, abgerufen am 12. Februar 2015 (html, deutsch): „Was ich jedenfalls nicht vermisse, ist eine überzogene, vergötzende Marienfrömmigkeit, einen Reliquien- und Heiligenkult, die seltsame Logik, dass man im Gespräch mit Gott Heilige als Fürsprecher benötigt.“
  2. Kontext:Wochenzeitung Ausgabe 260, 26. März 2016, S. 1.
  3. Hansisches Druck- und Verlagshaus (HDV) auf der Seite des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik
  4. Karen Heemann: 100 Jahre Krise In: Focus vom 12. Juni 1995
  5. Die FDP und ihre Landesvorsitzenden In: Hamburger Abendblatt vom 4. Mai 2006