Arnd Czapek

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Arnd Czapek (2021)

Arnd Czapek (* 9. Februar 1964 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Politiker (CDU). Von 2011 bis 2016 war er Abgeordneter im Landtag von Sachsen-Anhalt.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Czapek wuchs in Loitzschütz auf. Er schloss die Schulzeit in Heuckewalde und Droßdorf mit der mittleren Reife ab und ließ sich im Handwerk zum Bau- und Möbeltischler ausbilden. Er war Facharbeiter im erlernten Beruf in Zeitz und Bauleiter in der Firma Jan Schwarz Dachdecker GmbH in Kretzschau und Heuckewalde.[1]

Im Jahre 2018 wurde Czapek zunächst wegen Betruges im Zusammenhang mit Fluthilfegeldern zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Landgericht Halle sprach Czapek nach mehr als 20 Verhandlungstagen im Juni 2020 von dem Vorwurf frei.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Czapek gehört dem Rat der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst an[3] und ist im Rat der Gemeinde Gutenborn.[4] Dem Kreistag des Burgenlandkreises gehört er seit der Kommunalwahl 2014 an. Bei der Wahl 2019 wurde er wiedergewählt.[5] Er ist seit 2014 stellvertretender Vorsitzender der CDU/FDP-Fraktion und Mitglied im Wirtschafts- und Landwirtschaftsausschuss des Kreistages.[6]

Czapek im Plenum des Landtages

Bei der Landtagswahl 2011 gewann er das Direktmandat im Landtagswahlkreis Zeitz und saß bis 2016 im Landtag von Sachsen-Anhalt. 2016 kandidierte er erfolglos bei der Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst.[7] Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 unterlag er im Kampf um das Direktmandat André Poggenburg von der AfD; da sein Listenplatz zum Einzug nicht ausreichte, schied er somit aus dem Landtag aus.

Er war Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung und im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Czapek wurde im August 2020 als Kandidat seiner Partei im Landtagswahlkreis Zeitz für die Wahl 2021 nominiert[8][9] und im Februar 2021 auf Platz 30 der Landesliste der CDU Sachsen-Anhalt.[10] Er erreichte bei der Wahl 26,1 % und unterlag knapp dem Kandidaten der AfD.[11] Czapek ist erster Nachrücker auf der Landesliste des CDU-Landesverbandes.[12]

Politische Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit der Kunsthochschule Halle entwickelte Czapek im Wintersemester 2013/2014 das Projekt Ein Bahnhof im Wandel. Für den Bahnhof Zeitz wurde ein neues Nutzungskonzept erstellt, um diesen wieder zu beleben. Ziel sollte es sein, die Bürger von Zeitz in die Konzeptphase mit einzubinden, um eine Verbindung zwischen der Stadt und den Bewohnern herzustellen.[13][14]

Czapek setzte sich für die Ortsumfahrung der B91 in Theißen ein, die in den Investitionsrahmenplan 2011–2015 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes aufgenommen wurde. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Zeitz warb er dafür bei Landes- und Bundespolitikern.[15]

Nach der Hochwasserkatastrophe 2013 warb Czapek für ein kommunales Hilfsprogramm des Landes, das ab Januar 2014 ausgezahlt wurde.[16][17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Arnd Czapek – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landtagswahl 2016: Arnd Czapek. wahlinfo+ e.V., abgerufen am 9. August 2020.
  2. Matthias Voss: Ex-CDU-Landtagsabgeordneter: Überraschendes Urteil im Betrugs-Prozess gegen Arnd Czapek. 16. Juni 2020, abgerufen am 16. Juni 2020 (deutsch).
  3. Ratsinfo, abgerufen am 5. Januar 2020
  4. Gemeindeverwaltung, abgerufen am 5. Januar 2020
  5. Ergebnisse Kommunalwahl 2019. Burgenlandkreis, abgerufen am 9. August 2020.
  6. Teilnehmer - Arnd Czapek. In: Bürgerinfo - Kreistag Burgenlandkreis. Abgerufen am 9. August 2020.
  7. Wahlergebnis, abgerufen am 5. Januar 2020
  8. Landtagswahl 2021: Arnd Czapek geht für die CDU ins Rennen. 31. August 2020, abgerufen am 5. September 2020 (deutsch).
  9. Bekanntmachung der zugelassenen Kreiswahlvorschläge: Wahlkreise39 –Weißenfels, 40 –Naumburg und 41 –Zeitz. Kreiswahlleiter des Burgenlandkreises, 26. April 2021, abgerufen am 17. Mai 2021.
  10. Landesliste der CDU Sachsen-Anhalt für die Wahl des Landtags am 06. Juni 2021. CDU Sachsen-Anhalt, 20. Februar 2021, abgerufen am 17. Mai 2021.
  11. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Wahl des Landtages von Sachsen-Anhalt am 06. Juni 2021. Abgerufen am 8. Juni 2021.
  12. Koalition in Sachsen-Anhalt: Kenia is nich. In: Die Tageszeitung: taz. 8. Juni 2021, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 8. Juni 2021]).
  13. Mitteldeutsche Zeitung (Hrsg.): Eine Vision für den Bahnhof. 21. November 2013.
  14. Prof. Guido Englich: id-neuwerk: design education research. Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, 2015, abgerufen am 13. August 2020.
  15. Michaelbote vom 24. März 2012
  16. Plenarprotokoll 6/45. Landtag von Sachsen-Anhalt, 20. Juni 2013, abgerufen am 20. August 2020.
  17. BILD-Zeitung vom 11. Januar 2014