Arno Deister

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Arno Deister (* 13. November 1957 in Karlsruhe) ist ein deutscher Psychiater, Psychotherapeut, Psychosomatiker und Neurologe. Aktuell ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN; Berlin).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deister studierte von 1976 bis 1982 an den Universitäten in Aachen und Köln Medizin und wurde 1984 an der RWTH Aachen zum Thema Audiovisuelle Selbstkonfrontation bei Schizophrenie promoviert. Es folgten Weiterbildungen an den Universitäten Köln und Bonn. 1994 habilitierte sich Deister mit der Längsschnittstudie Subtypen schizophrener Psychosen – Ein Vergleich verschiedener diagnostischer Systeme unter besonderer Berücksichtigung des Langzeitverlaufs.

Von 1990 bis 1996 war Deister zunächst in der Funktion als Oberarzt, später als Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Bonn tätig. Ab 1994 war er Kommissarischer Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Bonn. 1996 folgte der Wechsel an das Klinikum Itzehoe, wo er seitdem als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin tätig ist. Von 2000 bis 2003 sowie von 2006 bis 2012 war er in Itzehoe Ärztlicher Direktor.

2004 erhielt Deister den Titel außerplanmäßiger Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Lehrtätigkeiten übte Deister darüber hinaus auch an Weiterbildungsinstituten für Psychotherapie wie der Akademie für Verhaltenstherapie (AVT Köln) sowie dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord) aus. Deister ist Autor zahlreicher Werke im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie, darunter das Lehrbuch Psychiatrie und Psychotherapie (Möller, Laux & Deister; erschienen in der Dualen Reihe). Außerdem war er an mehreren Publikationen insbesondere im Bereich affektiver sowie schizophrener Störungen beteiligt. Insgesamt hat Deister etwa 200 wissenschaftliche Arbeiten zu psychiatrischen und zu gesundheitspolitischen Themen verfasst.

Deister war federführend an dem Projekt der Einführung eines „Regionalen Psychiatriebudgets“ beteiligt.[1][2]

Bis 2012 war Deister zeitweise im Vorstand des 6K-Krankenhausverbundes in Schleswig-Holstein, in dem er zwischen 2000 und 2002 den Vorsitz hatte. 2012 wurde Deister als Vertreter psychiatrischer Kliniken an Allgemeinkrankenhäusern in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gewählt.

Im November 2014 wurde Deister zum President elect der DGPPN gewählt und ist damit für die Jahre 2017 und 2018 der Präsident dieser wissenschaftlichen Fachgesellschaft[3].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Psychiatrie-Budget: Itzehoer Modell ist Gesetz. In: Norddeutsche Rundschau. 9. Juli 2012, abgerufen am 24. Dezember 2012.
  2. Regionales Psychiatriebudget könnte Erfolgsmodell werden. In: Ärztezeitung. 27. Juni 2011, abgerufen am 24. Dezember 2012.
  3. Vorstand der DGPPN neu aufgestellt. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)