Arno Krause

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Porträt Arno Krause
Europäische Akademie Otzenhausen

Arno Krause (* 2. Mai 1930 in Saarbrücken) ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der Europäischen Akademie Otzenhausen.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1948 schloss er eine berufliche Ausbildung als Bankkaufmann ab. In diesem Beruf war er danach bis 1951 tätig. 1949 gründete er gemeinsam mit Gleichgesinnten die saarländische Sektion der Europa-Union in Deutschland, in deren Nachwuchsorganisation „Jugend der Europa-Union im Saarland“ er erster Vorsitzender wurde.

1951–1955 war er Generalsekretär der „Europa-Union im Saarland“. Im gleichen Zeitraum zeichnete er verantwortlich für Planung und Bau des neuen „Europa-Hauses Otzenhausen“; nach dessen Fertigstellung leitete er den Betrieb dieser Begegnungsstätte für die europäische Jugend.

1957–1959 war Krause Stv. Bundesvorsitzender der „Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland“. Im gleichen Zeitraum war er als Referent für politische Bildung im Generalsekretariat der Europa-Union Deutschland in Bonn tätig. Seit 1959 ist er Mitglied im Direktorium des „Institut für Europäische Politik e. V.“ (Berlin), das als gemeinnützige Organisation das Ziel verfolgt, die europäische Integration zu fördern. Krause war 1962 Mitbegründer der „Internationalen Föderation der Europa-Häuser“ (FIME), ein Zusammenschluss von europaweit agierenden europäischen Bildungsstätten.

1962 wurde er zum saarländischen Landesvorsitzenden der Europa-Union Deutschland gewählt; dieses Amt bekleidete er bis 1993. 1964 wurde er Vizepräsident der Europa-Union Deutschland.

1969 übernahm Krause den Vorsitz im Aufsichtsrat der Asko Deutsche Kaufhaus AG und initiierte in dieser Eigenschaft die „Asko Europa-Stiftung“, die die Ziele der Europäischen Akademie Otzenhausen finanziell unterstützte. In den Folgejahren übernahm er zahlreiche weitere Ehrenämter, die dem Gedanken eines zusammen wachsenden Europa verpflichtet waren. Von 1995 bis 2012 war Krause als Vorsitzender des Vorstandes seiner Akademie tätig.

Leitgedanke Krauses war es von frühesten Zeiten her, das Zusammenwachsen der europäischen Einzelstaaten hin zu einem vereinten Europa zu fördern. Dabei war ihm klar, dass der Erfolg abhängig war von Bildung und Information der Menschen, insbesondere von jungen Leuten. Seine weitere wichtige Erkenntnis war die Prozesshaftigkeit des Zusammenwachsens. Krause setzte beide Erkenntnisse um, indem er Mitte der 50er Jahre in Otzenhausen das „Europahaus“ baute.

Übersichtskarte der europäischen Großregion

Neben seinem gesamteuropäisch orientierten Leitgedanken widmet er sich verstärkt dem Zusammenwachsen einer europäischen Kernregion, der Saar-Lor-Lux-Region. Diese Region (Saarland, Lothringen, Luxemburg) versteht sich gemeinsam mit dem belgischen Landesteil Wallonien und dem angrenzenden westlichen Bereich von Rheinland-Pfalz als Keimzelle einer großregionalen, grenzüberschreitenden neuen Identität. Neu geschaffene politische, kulturelle und gesellschaftliche Strukturen, an deren Entstehen Krause in zahlreichen Fällen maßgeblich beteiligt war, eröffnen für die Bevölkerung dieser so genannten Großregion (11 Millionen Einwohner) die Möglichkeit zum alltäglichen länderübergreifenden Austausch.

Ehrungen - Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiner Timmermann, Hans Dieter Metz (Hrsg.): Europa - Ziel und Aufgabe. Festschrift für Arno Krause zum 70. Geburtstag. Duncker & Humblot, Berlin 2000, ISBN 3-428-10174-X.
  • Arno Krause, Heiner Timmermann (Hrsg.): Im Dienste Europas. 50 Jahre Europäische Akademie Otzenhausen. Gollenstein, Blieskastel 2004, ISBN 3-935731-78-7.
  • Arno Krause, Heiner Timmermann (Hrsg.): Integration durch Konvente. Bd. 1. Lit, Münster 2003, ISBN 3-8258-6525-8. (Mit dem Text des Vorentwurfes des Verfassungsvertrages)
  • Hans-Dieter Metz, Eva Wessela (Hrsg.): Arno Krause - Porträt eines Europäers. Gollenstein Verlag, Merzig 2010, ISBN 978-3-938823-73-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]