Arnsdorf (Ruhland)

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Koordinaten: 51° 25′ 50″ N, 13° 51′ 35″ O

Arnsdorf
Stadt Ruhland
Höhe: 103 m
Eingemeindung: 1974
Postleitzahl: 01945
Vorwahl: 035752

Arnsdorf (obersorbisch Warnaćicy)[1] ist ein Gemeindeteil der südbrandenburgischen Stadt Ruhland im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Die Stadt ist das Zentrum des Amtes Ruhland und gehört zur Oberlausitz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwas südlich des Stadtkerns liegt Arnsdorf am Ruhlander Schwarzwasser, einem Nebenfluss der Schwarzen Elster. Südlich der Ortslage zweigt der Sieggraben ab.

Durch Arnsdorf verläuft die Landesstraße 55 von Ruhland über Jannowitz nach Ortrand. Rund zwei Kilometer westlich des Dorfs verlaufen die Bahnstrecke Großenhain–Cottbus und die Bundesautobahn 13. Der nächste Bahnhof sowie eine Autobahnanschlussstelle befinden sich in Ruhland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumstamm gefunden bei Arnsdorf
Arnsdorf, dargestellt in einer Karte aus dem Jahr 1757

Bei Arnsdorf wurde ein Eichenstamm gefunden, welcher der älteste Nachweis von Holzbearbeitung in der Senftenberger Region ist. Der letzte erkennbare Jahresring ist aus dem Jahr 1163. Als Fälldatum wird das Jahr 1183 (+/- zehn Jahre) angenommen. Dieser Stamm befindet sich im Kreismuseum in Senftenberg.[2] Arnsdorf wurde 1490 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1622 verkaufte Adolf von Gersdorf die Gemeinde und den Gutsbezirk Arnsdorf gemeinsam mit weiteren umliegenden Gütern.

Um 1800 wurde die Schankberechtigung vom Zechhaus am Schwarzwasser auf das Grundstück Murnack am Dorfplatz übertragen. Seit dem Jahr 1880 gehört Arnsdorf zum neugeschaffenen Amtsbezirk Ruhland. Im Jahr 1974 wurde Arnsdorf auf eigenen Wunsch in die Stadt Ruhland eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Arnsdorf von 1875 bis 1971[3]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 300 1890 400
1910 500 1925 658
1933 742 1939 809
1946 907 1950 995
1964 931 1971 887

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arnsdorfer Vereine sind unter dem Dach des Dorfclubs Arnsdorf organisiert.[4]

Im Jahre 1968 wurde eine Kegelbahn in Arnsdorf gebaut, die 1999 zu einer Vier-Bahnen-Anlage ausgebaut wurde. 1988 wurde eine Freilichtbühne gebaut.[5]

Fußnoten und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte des sorbischen Sprachgebiets, 1843 von Jan Arnošt Smoler
  2. Informationstafel des Museums
  3. Statistik Brandenburg (PDF)
  4. Jana Wieduwilt: Ponys kommen auf die Waage. In: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg. 9. August 2008, abgerufen am 5. Februar 2015.
  5. Jana Wieduwilt: Feuersbrünste und die Pest. In: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Senftenberg. 9. August 2008, abgerufen am 5. Februar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ruhland mit Ortsteil Arnsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien