Arnulfstraße 62

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Arnulfstraße 62
Rundgebäude (2002)

Rundgebäude (2002)

Daten
Ort München-Maxvorstadt
Baujahr 1926
Koordinaten 48° 8′ 39,5″ N, 11° 32′ 53,4″ OKoordinaten: 48° 8′ 39,5″ N, 11° 32′ 53,4″ O

Arnulfstraße 62 ist ein Gebäudekomplex in der Münchener Maxvorstadt, der bis Mitte der 2000er Jahre von der Deutschen Post genutzt wurde.

Das Areal auf dem ehemaligen Marsfeld befindet sich zwischen Arnulfstraße, Wredestraße, Tillystraße und Deroystraße an der Hackerbrücke. Im Radius von ca. 200 Metern befinden sich auch der Circus Krone, der Arnulfpark und die Gaststätte Augustiner-Keller.[1] Zentral gelegen ist eine große Rundbauanlage mit 52 Metern Durchmesser und 58 Ladetoren. Dieses Gebäude wurde von 1930 bis 1985 als Paketzustellamt für München benutzt, wobei zum Zeitpunkt des Baus für jeden Zustellbezirk ein Ladetor vorgesehen war[2]. Zuletzt diente es der Post einige Jahre als Kantine.

Die Gebäude wurden 1926 nach Plänen von Robert Vorhoelzer und Walther Schmidt errichtet und sind eines der markantesten Beispiele der Postbauschule. Sie trugen unter anderem die Bezeichnungen Postfuhramt, Paketzustellamt, Kraftpostamt[3] und Arnulfpost. Der Rundbau wird heute Postpalast genannt. Er wurde vorübergehend für Veranstaltungen genutzt.

Seit 2015 existiert ein Bebauungsplan für ca. 120 neue Wohneinheiten sowie Gewerbeflächen[4] um das Kerngelände (Gürtelbauten).[5] Am 29. Oktober 2019 wurde bekannt, das der Internetkonzern Google das Areal des Postpalastes gekauft hat und den Standort München ausbauen wird[6][7].

Die Bauwerke Arnulfstraße 62; Deroystraße 3; Deroystraße 5; Wredestraße 10 ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen:[8]

„Arnulfstraße 62; Deroystraße 3; Deroystraße 5; Wredestraße 10. Paketzustellamt, weitläufiger, ein großes Rechteck umschreibender niedriger Komplex, im östlichen Hofbereich streng funktionaler Rundbau (Stahlbetonhalle mit Verteileranlage), Portalzone an der Arnulfstraße mit reichem plastischem Dekor, von Robert Vorhoelzer, Walther Schmidt und Franz Holzhammer, 1925–30. nachqualifiziert.“

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Postpalast München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug (PDF) aus der Stadtgrundkarte
  2. Abschnitt über das Paketzustellamt im Film über die Arnulfstrasse von Minute 4:00 bis 4:15
  3. competitionline.com
  4. altstadtfreunde-muenchen.de (Memento des Originals vom 15. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.altstadtfreunde-muenchen.de
  5. muenchen.de
  6. Süddeutsche Zeitung: München: Google baut neue Zentrale im Postpalast. Abgerufen am 30. Oktober 2019.
  7. muenchen.de: Internetgigant Google kauft Postpalast-Areal. Abgerufen am 30. Oktober 2019.
  8. Denkmalliste für München (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalnummer D-1-62-000-409
  9. Denkmalliste für München (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege