Aronstabgewächse

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Aronstabgewächse
Blütenstände von Xanthosoma roseum

Blütenstände von Xanthosoma roseum

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse
Wissenschaftlicher Name
Araceae
Juss.

Die Aronstabgewächse (Araceae) sind eine Pflanzenfamilie innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Zur Familie gehören etwa 115 Gattungen mit zirka 4025 Arten. Ihr Vorkommen umfasst fast die ganze Erde, die meisten Arten kommen jedoch in den Tropen vor. Traditionell wurden sie innerhalb der Einkeimblättrigen in eine eigene Ordnung Arales gestellt, sie sind aber nach molekularbiologischen Erkenntnissen nahe mit den Froschlöffelartigen (Alismatales) verwandt. Sie werden deshalb auch zu diesen gestellt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Bei den Lemnoideae weichen die Merkmale oft stark von den übrigen Araceae ab.

Illustration von Ulearum sagittatum.

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Die Arten der Aronstabgewächse sind immergrüne oder saisongrüne, meist ausdauernde krautige Pflanzen, und können von winzig klein (Lemnoideae) bis meterhoch sein. Zahlreiche Arten sind Epiphyten oder Kletterpflanzen, viele Arten sind Geophyten; die Lemnoideae sind auf oder unter der Wasseroberfläche schwimmende Pflanzen. Einigen Arten der Lemnoideae fehlen Wurzeln. Viele Arten bilden als unterirdische Überdauerungsorgane Rhizome oder Knollen. Manchmal werden Bulbillen, beispielsweise an den Blättern zur vegetativen Vermehrung gebildet. Viele Arten bilden oberirdische, oft grüne Stängel. Oft stehen unter jedem Laubblatt Prophylle und/oder Cataphylle.

Die wechselständig nur grundständig oder am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter besitzen bei den meisten Arten einen Blattstiel mit einer Blattscheide an der Basis. Die sehr unterschiedlich geformten Blattspreiten können ungeteilt oder auf unterschiedliche Weise geteilt sein. Oft ist die Spreitenbasis herz- oder pfeilförmig; manchmal ist das Blatt schildförmig (peltat).

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Unterhalb der Blütenstände stehen häutige Prophylle und/oder Cataphylle. Oft ist ein blattloser Blütenstandsschaft vorhanden. Die meisten Araceae besitzen einen für diese Familie typischen Blütenstand mit einem unverzweigten Kolben, Spadix genannt, der meist viele Blüten enthält und einem einzelnen Hochblatt, Spatha genannt, das den Kolben mehr oder weniger stark umhüllt. Die Spatha besitzt meist eine röhrenförmige Basis, deren Ränder verwachsen sein können und eine haltbare bis mehr oder weniger schnell vergängliche Hochblattspreite. Die Blüten sind häufig klein und unscheinbar. Die Blüten sind bei ursprünglichen Taxa zwittrig. Oft sind die Blüten eingeschlechtig, zuweilen sind dann die Blütenteile stark reduziert. Wenn die Blüten eingeschlechtig sind dann können die Arten einhäusig (monözisch) oder zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig sein. Bei einhäusig getrenntgeschlechtigen Arten befinden sich am Spadix an der Basis ein steriler Abschnitt, im unteren Bereich die weiblichen Blüten und im oberen Bereich die männlichen; manchmal kommen auch sterile Blüten vor.

In zwittrigen Blüten sind sechs, vier oder kein Blütenhüllblätter, meist vier bis sechs, selten bis zu 22 Staubblätter und ein Fruchtknoten vorhanden. Ihre Staubfäden sind frei und ihre Staubbeutel besitzen zwei Theken. Drei Fruchtblätter sind zu einem meist dreikammerigen oder manchmal einkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Eingeschlechtige Blüten fehlen fast immer Blütenhüllblätter, nur bei drei afrikanischen Gattungen, darunter Zamioculcas besitzen sie welche. Männliche Blüten besitzen meist zwei bis vier (ein bis sechs) freie Staubblätter oder zwei bis zwölf (selten bis zu 32) zu einem „Synandrium“ verwachsene Staubblätter, dabei sind kaum Staubfäden erkennbar, die Staubbeutel sind also fast sitzend. Die Staubbeutel öffenen sich an ihre Spitze mit Poren oder geraden bis hufeisenförmigen Schlitzen. Die weiblichen Blüten besitzen meist einen einkammerigen, manchmal drei- bis vierkammerigen Fruchtknoten und manchmal Staminodien. In jeder Fruchtknotenkammer sind ein bis viele Samenanlagen vorhanden. Die Pollenkörner besitzen bei den meisten Gattungen keine Aperturen und kein Sporopollenin; die Exine besitzt sehr unterschiedliche Musterungen.

Bei den Lemnoideae ist der Blütenstand (der nur selten zu finden ist) auf ein bis zwei Blüten reduziert und die eingeschlechtigen Blüten enthalten nur ein bis zwei Staubblätter oder nur ein Fruchtblatt mit ein bis sieben Samenanlagen.

Früchte[Bearbeiten]

Sie bilden ein- bis vielsamige Beeren, die einzeln in den Fruchtständen stehen oder sie bilden eine Sammelfrucht bei den Cryptocoryne oder bei kultivierten Syngonium. Die Beeren bleiben meist geschlossen oder bei den Monstereae ohne Amydrium platzen sie auf. Die Beeren bleiben grün oder färben sich bei Reife meist rot, weiß oder gelb, selten blau.

Blütenökologische Besonderheiten an Beispielen einzelner Arten[Bearbeiten]

Im Frühjahr kann man die Pfeilblätter des Gefleckten Aronstabes (Arum maculatum) im Laubwald entdecken. Der bräunliche Kolben (Spadix) verströmt einen muffigen, urinartigen Geruch, den manche Insekten unwiderstehlich finden. Reusenhaare an der Einschnürung im unteren Drittel verhindern ein vorzeitiges Entkommen der Insekten. Erst nachdem ausreichend Pollen von den männlichen auf die weibliche Aronstabblüten gelangt sind, öffnet sich das Gefängnis wieder. Eine erfolgreiche Bestäubung zeigt sich im Spätsommer durch die Fruchtstände mit knallroten Beeren. Einen ähnlichen Bestäubungsmechanismus besitzt Typhonium venosum, die Eidechsenwurz.

Andere Aronstabgewächse wie die Flamingoblumen (Anthurium andraeanum und Anthurium scherzerianum), das Einblatt (Spathiphyllum wallisii) oder auch die Zimmercalla (Zantedeschia aethiopica) scheinen für Insekten lediglich durch die Farbe ihres Hochblatts attraktiv zu sein.

Zu den Aronstabgewächsen zählt unter anderem auch die Pflanzenart mit dem größten Blütenstand der Welt, die aus Sumatra stammende Titanenwurz (Amorphophallus titanum). Dieser Blütenstand stinkt unangenehm nach Aas, wovon sich Aaskäfer unwiderstehlich angezogen fühlen.

Als Besonderheit haben die Araceen mit ihrer alternativen Atmungskette eine Möglichkeit entwickelt, Wärme im Spadix zu produzieren. Diese Wärmeentwicklung nutzt zum Beispiel die Art Arum maculatum, um die Blütendüfte (Aasgeruch) besser zu verflüchtigen und damit Insekten anzulocken. Andere Arten wie Symplocarpus foetidus hingegen bewahren durch die in den Mitochondrien des zentralen Blütenstiels generierte Wärme ihre Blütenstände vor Frost- und Kälteschäden: selbst bei Umgebungstemperaturen unterhalb des Gefrierpunkts vermag die Pflanze ihre innere Temperatur konstant bei 20 ° C zu halten.

Systematik[Bearbeiten]

Zur Familie der Araceae gehören etwa 115 Gattungen mit zirka 4025 Arten. Die Verwandtschaftsbeziehungen und Biogeographie der Araceen sind inzwischen mit molekularen Sequenzdaten relativ gut untersucht.[1] Die Aronstabgewächse werden in acht Unterfamilien eingeteilt. Synonyme für Araceae Juss. sind Arisaraceae Raf., Caladiaceae Salisb., Callaceae Rchb. ex Bartl., Cryptocorynaceae J.Agardh, Dracontiaceae Salisb., Lemnaceae Martinov, Orontiaceae Bartl., Pistiaceae Rich. ex C.Agardh, Pothaceae und Wolffiaceae Bubani.[2] Von diesen wurden die Wasserlinsengewächse (Lemnaceae) bis vor kurzem als eigenständige Familie behandelt und werden jetzt als Unterfamilie Lemnoideae den Aronstabgewächsen zugeordnet.

Das Kladogramm der Familie der Araceae mit seinen heute acht Unterfamilien:

Araceae


Gymnostachydoideae


     

Orontioideae



     

Lemnoideae


     


Monsteroideae


     

Pothoideae



     

Lasioideae


     

Zamioculcadoideae


     

Aroideae






In Mitteleuropa verbreitete Gattungen[Bearbeiten]

In Mitteleuropa kommen nur die Gattungen Aronstab (Arum), Drachenwurz (Calla), Zwergwasserlinsen (Wolffia), Teichlinsen (Spirodela) und Wasserlinsen (Lemna) natürlich vor; die Dreizählige Pinellie (Pinellia ternata) ist aus Botanischen Gärten verwildert.

Untergliederung[Bearbeiten]

Hier werden die Unterfamilien mit ihren Triben und den wichtigsten Gattungen aufgelistet:[2]

Aglaonema commutatum als Topfpflanze.
  • Unterfamilie Aroideae: Sie enthält 26 Tribus mit 70 Gattungen und etwa 2670 Arten:
Blütenstand von Eminium spiculatum
    • Tribus Arisaemateae: Sie enthält nur zwei Gattungen:
Arisarum simorrhinum
      • Arisaema Mart.: Die 170 bis 180 Arten kommen hauptsächlich im gemäßigten Asien, außerdem in weiteren Gebieten Asiens, vom östlichen Nordamerika bis Mexiko, in Nordafrika, und auf der Arabische Halbinsel. In China gibt es etwa 78 Arten, etwa 45 davon nur dort.
      • Pinellien (Pinellia Ten.): Die etwa neun Arten sind hauptsächlich im östlichen Asien (China, Japan, Korea) verbreitet. Das Zentrum der Artenvielfalt liegt in den chinesischen Provinzen Anhui, Fujian sowie Zhejiang. In China kommen alle neuen Arten vor, sieben davon nur dort. Zwei Arten sind in Teilen Australiens, Europas und Nordamerikas Neophyten.
    • Tribus Arisareae Dum.: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Arisarum Mill.: Sie enthält etwa drei Arten hauptsächlich im Mittelmeerraum, beispielsweise:
        • Krummstab (Arisarum vulgare): Sie ist im gesamten Mittelmeergebiet, auf den Azoren und Madeira verbreitet.
    • Tribus Arophyteae: Sie enthält nur drei Gattungen mit etwa elf Arten, die nur in Madagaskar vorkommen:
      • Arophyton Jum.: Die etwa sieben Arten kommen in Madagaskar vor.
      • Carlephyton Jum.: Die etwa drei Arten kommen in Madagaskar vor.
      • Colletogyne Buchet: Sie enthält nur eine Art:
    • Tribus Caladieae Schott: Sie enthält etwa sieben Gattungen hauptsächlich in der Neotropis:
      Habitus und handförmig geteilte Laubblätter von Syngonium podophyllum
      • Caladium Vent.: Die etwa zwölf Arten im tropischen Südamerika verbreitet.
      • Chlorospatha Engl.: Die etwa 25 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
      • Hapaline Schott: Die etwa sechs Arten sind in Südostasien verbreitet.
      • Jasarum G.S.Bunting: Sie enthält nur eine Art:
      • Scaphispatha Brongn. ex Schott: Sie enthält nur eine Art:
      • Syngonium Schott: Die etwa 34 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
      • Xanthosoma Schott: Die etwa 60 Arten sind in der Neotropis verbreitet, darunter:
        • Tannia (Xanthosoma sagittifolium (L.) Schott)
    • Tribus Callopsideae: Sie enthält nur eine Gattung:
Callopsis volkensii
      • Callopsis Engl.: Sie enthält nur eine Art:
    • Tribus Colocasieae (Schott) Brongn.: Sie enthält etwa sechs Gattungen:
      • Pfeilblätter (Alocasia (Schott) G.Don, Syn.: Colocasia sect. Alocasia Schott, Ensolenanthe Schott, Panzhuyuia Z.Y.Zhu, Schizocasia Schott ex Engler, Xenophya Schott): Die 70 bis 80 Arten sind im tropischen Asien und Malesien verbreitet.
      • Ariopsis Nimmo: Die nur zwei Arten sind in Südostasien verbreitet.
      • Colocasia Schott (Syn.: Leucocasia Schott): Die etwa 20 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien verbreitet. In China kommen sechs Arten vor.
      • Protarum Engl.: Sie enthält nur eine Art:
      • Remusatia Schott: mit etwa vier Arten sind im südlichen Asien und Südostasien verbreitet, eine Art reicht auch bis Afrika, Madagaskar, Australien und den Pazifischen Inseln.
      • Steudnera K.Koch: Die etwa neun Arten sind im tropischen und subtropischen Asien verbreitet.
    • Tribus Cryptocoryneae Blume: Sie enthält nur zwei Gattungen:
      • Wasserkelche (Cryptocoryne Fisch. ex Wydler): Die etwa 50 Arten sind im tropischen Asien von Indien bis Malesien verbreitet.
      • Lagenandra Dalzell: Die etwa 15 Arten kommen in Indien und Sri Lanka vor.
    • Tribus Culcasieae Engl.: Sie enthält nur zwei Gattungen:
      • Cercestis Schott: Die etwa neun Arten sind in Westafrika verbreitet.
      • Culcasia P.Beauv.: Die etwa 24 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Tribus Dieffenbachieae Engl.: Sie enthält nur zwei Gattungen:
      • Bognera Mayo & Nicolson: Sie enthält nur eine Art:
      • Dieffenbachia Schott: Die etwa 50 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Tribus Homalomeneae: Sie enthält nur zwei Gattungen:
      • Furtadoa M.Hotta: Die nur zwei Arten kommen in Sumatra und auf der Malaiischen Halbinsel vor.
      • Homalomena Schott: Die etwa 110 Arten sind in der Neotropis und in Asien verbreitet.
    • Tribus Montrichardieae Engl.: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Montrichardia Crueg.: Die nur zwei Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.
    • Tribus Nephthytideae Engl.: Sie enthält drei Gattungen:
      Fruchtstände von Anchomanes giganteus
      .
      • Anchomanes Schott: Die etwa sechs Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
      • Nephthytis Schott: Die etwa sechs Arten sind hauptsächlich im tropischen Afrika und eine Art auf Borneo beheimatet.
      • Pseudohydrosme Engl.: Die nur zwei Arten im tropischen Westafrika verbreitet.
    • Tribus Peltandreae Engl.: Sie enthält nur zwei Gattungen mit nur drei Arten: .
      • Peltandra Raf.: Die nur zwei Arten im östlichen Nordamerika verbreitet.
      • Typhonodorum Schott: Sie enthält nur eine Art:
    • Tribus Philodendreae Schott: mit der einzigen Gattung:
      • Baumfreund (Philodendron Schott): Die etwa 500 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Tribus Pistieae Rich.: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Pistia L.: Sie enthält nur eine Art:
        • Wassersalat (Pistia stratiotes L.): Sie ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet.
    • Tribus Schismatoglottideae: Sie enthält etwa fünf Gattungen:
      • Aridarum Ridl.: Die etwa 10 Arten sind in Borneo beheimatet.
      • Bucephalandra Schott: Die etwa zwei Arten in Borneo beheimatet.
      • Phymatarum M.Hotta: Sie enthält nur eine Art:
      • Piptospatha N.E.Br.: Die etwa elf Arten sind in Malesien verbreitet.
      • Schismatoglottis Zoll. & Moritzi: Von den etwa 120 Arten sind die meisten in Südostasien verbreitet und wenige kommen in Südamerika vor.
    • Tribus Spathicarpeae Schott: mit etwa acht Gattungen:
Blütenstände von Spathicarpa hastifolia
      • Asterostigma Fisch. & C.A.Mey.: Die etwa acht Arten sind in Brasilien beheimatet.
      • Gearum N.E.Br.: Sie enthält nur eine Art:
        • Gearum brasiliense N.E.Br.: Die Heimat sind die brasilianischen Provinzen Goias, Mato Grosso und Tocantins.
      • Gorgonidium Schott: Die etwa acht Arten sind in Bolivien beheimatet.
      • Mangonia Schott: Die etwa zwei Arten kommen in Brasilien vor.
      • Spathantheum Schott: Die etwa zwei Arten in Bolivien beheimatet.
      • Spathicarpa Hook.: Die etwa vier Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.
      • Synandrospadix Engl.: Sie enthält nur eine Art:
      • Taccarum Brongn. ex Schott: Die etwa sechs Arten sind in Südamerika verbreitet.
    • Tribus Stylochaetoneae Schott: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Stylochaeton Lepr.: Die etwa 18 Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Tribus Thomsonieae Blume: Sie enthält nur zwei Gattungen:
      • Amorphophallus Blume ex Decne.: Sie besitzt eine paläotropische Verbreitung und die 150 bis 200 Arten kommen im West- bis Ostafrika, im südlichen sowie östlichen Asien, in Südostasien, im nördlichen Australien und auf Pazifischen Inseln vor.
      • Pseudodracontium N.E.Br.: Die etwa sieben Arten sind in Südostasien verbreitet.
    • Tribus Zamioculcadeae Schott: Sie enthält nur zwei Gattungen:
      Zamioculcas zamiifolia als Topfpflanze
      .
      • Gonatopus Hook. f. ex Engl.: Die etwa fünf Arten sind in tropischen Afrika verbreitet.
      • Zamioculcas Schott: Sie enthält nur eine Art:
    • Tribus Zantedeschieae Engl.: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Zantedeschia Spreng.: Die etwa acht Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Tribus Zomicarpeae Schott: Sie enthält vier Gattungen:
      • Filarum Nicolson: Sie enthält nur eine Art:
      • Ulearum Engl.: Sie enthält nur eine Art:
      • Zomicarpa Schott: Die etwa drei Arten kommen in Brasilien vor.
      • Zomicarpella N.E.Br.: Die etwa zwei Arten kommen in Kolumbien und Brasilien vor.
  • Unterfamilie Pothoideae: Sie enthält vier Gattungen und etwa 1000 Arten:
    Anthurium andraeanum als Topfpflanze.
    • Tribus Anthurieae: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Flamingoblumen (Anthurium): Sie enthält vermutlich etwa 1000 Arten in der Neotropis.
    • Tribus Potheae: Sie enthält drei Gattungen:
      • Pedicellarum M.Hotta: Sie enthält nur eine Art:
      • Pothoidium Schott: Sie enthält nur eine Art:
      • Pothos L.: Die etwa 75 Arten sind im tropischen bis subtropischen Asien, Madagaskar, Australien und Polynesien verbreitet.
  • Unterfamilie Monsteroideae: Sie enthält vier Tribus mit etwa zwölf Gattungen und etwa 360 Arten:
    • Tribus Anadendreae: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Anadendrum Schott (Syn.: Nothopothos Kuntze) : Die etwa neun Arten sind im tropischen Asien von Indien bis Malaysia verbreitet.
    • Tribus Heteropsideae: Sie enthält nur eine Gattung:
      • Heteropsis Kunth: Die etwa 13 Arten im tropischen Südamerika verbreitet.
    • Tribus Monstereae: Sie enthält etwa acht Gattungen:
Rhaphidophra decursiva
      • Alloschemone Schott: Die nur zwei Arten kommen in Brasilien vor.
      • Amydrium Schott (Syn.: Epipremnopsis Engler): Die etwa fünf Arten sind im tropischen Asien verbreitet.
      • Epipremnum Schott: Die etwa 20 Arten sind im tropischen Asien verbreitet.
      • Fensterblätter (Monstera Adans.): Die etwa 37 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
      • Rhaphidophora Hassk.: Die etwa 120 Arten im tropischen Asien, Australien und tropischen Westpazifik.
      • Rhodospatha Poepp.: Die etwa 27 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
      • Scindapsus Schott: Die etwa 36 Arten sind im tropischen Asien verbreitet.
      • Stenospermation Schott: Die etwa 48 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Tribus Spathiphylleae: Sie enthält nur zwei Gattungen:
      • Holochlamys Engl.: Sie enthält nur eine Art:
      • Spathiphyllum Schott: mit etwa 50 Arten, die im tropischen Amerika und von Malesien bis zu den Salomonen vorkommen.
  • Unterfamilie Calloideae: Sie enthält nur eine monotypische Gattung:
      • Calla L.: Sie enthält nur eine Art:
        • Sumpf-Calla oder Drachenwurz (Calla palustris L.): Sie kommt in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor.
  • Unterfamilie Gymnostachydoideae: Sie enthält nur eine monotypische Gattung:
      • Gymnostachys R.Br.: Sie enthält nur eine Art:
  • Unterfamilie Orontioideae: Sie enthält nur drei Gattungen und nur acht Arten in Asien und Nordamerika:
    Die Wasserpflanze Orontium aquaticum
    .
      • Scheinkalla (Lysichiton Schott): Die nur zwei Arten kommen in Asien und Nordamerika vor.
      • Orontium L.: Sie enthält nur Art:
      • Symplocarpus Salisb. ex W.P.C.Barton: Die etwa fünf Arten sind im nordöstlichen Asien und nordöstlichen Nordamerika beheimatet.
  • Unterfamilie Lasioideae: Sie enthält etwa zehn Gattungen mit etwa 58 Arten:
Urospatha grandis
      • Anaphyllopsis A. Hay: Die nur drei Arten kommen in Südamerika vor.
      • Anaphyllum Schott: Die nur zwei Arten in kommen im südlichen Indien vor.
      • Cyrtosperma Griff.: Die etwa 12 Arten sind von Südostasien bis Polynesien verbreitet, darunter:
      • Dracontioides Engl.: Sie enthält nur eine Art:
      • Dracontium L.: Die etwa 24 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
      • Lasia Lour.: Die nur zwei Arten sind im tropischen Asien verbreitet.
      • Lasimorpha Schott: Sie enthält nur eine Art:
      • Podolasia N.E.Br.: Sie enthält nur eine Art:
      • Pycnospatha Thorel ex Gagnep.: Die nur zwei Arten sind in Südostasien verbreitet.
      • Urospatha Schott: Die etwa elf Arten sind in der Neotropis verbreitet.
  • Unterfamilie Wasserlinsengewächse (Lemnoideae): Sie enthält vier bis fünf Gattungen mit etwa 37 Arten:
Die Wasserpflanze Lemna trisulca
      • Wasserlinsen (Lemna L., inklusive Landoltia Les & D.J.Crawford): mit etwa 13 Arten fast weltweit verbreitet.
      • Teichlinsen (Spirodela Schleid.): Sie enthält nur zwei Arten:
        • Spirodela intermedia W.D.J.Koch: Sie kommt nur in der Neotropis vor.
        • Vielwurzelige Teichlinse (Spirodela polyrhiza (L.) Schleiden): Sie kommt weltweit vor.
      • Zwergwasserlinsen (Wolffia Horkel ex Schleid.): mit etwa elf Arten fast weltweit verbreitet; beispielsweise mit:
      • Wolffiella (Hegelm.) Hegelm.: Die etwa zehn Arten kommen in der Neuen Welt und in Afrika vor.

Nutzpflanzen[Bearbeiten]

Weitere bekannte Gattungen der Aronstabgewächse sind das Fensterblatt (Monstera), der Baumfreund (Philodendron) und die Dieffenbachien (Dieffenbachia),Purpurtute Syngonium podophyllum, Einblatt (Spathiphyllum), die beliebte Zimmerpflanzen mit dekorativen Blättern sind.

Eine Reihe von Aronstabgewächsen spielt im Zierpflanzenbau und in der Floristik eine große Rolle, Beispiele sind Flamingoblumen (Anthurium) und Kalla (Zantedeschia). Auch in der Aquaristik wird eine Reihe von Aronstabgewächse verwendet. Beispiele dafür ist das Zwergspeerblatt (Anubias barteri var. nana) und eine Reihe von Wasserkelcharten (Cryptocoryne).

Eine wichtige Nutzpflanze ist der Taro (Colocasia esculenta), dessen stärkehaltige Knollen genutzt werden.

Quellen[Bearbeiten]

  • Die Familie der Araceae bei der APWebsite. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • Heng Li, Guanghua Zhu, Peter C. Boyce, Jin Murata, Wilbert L. A. Hetterscheid, Josef Bogner, Niels Jacobsen: Araceae. In:  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 23: Acoraceae through Cyperaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-99-3, S. 3., PDF-Datei, online (im alten Umfang ohne Lemnaceae; Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik).
  • Heng Li, Elias Landolt: Lemnaceae. In:  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 23: Acoraceae through Cyperaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-99-3, S. 80., PDF-Datei, online (noch als eigene Familie; Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik).
  • L. Nauheimer, D. Metzler, S. S. Renner: Global history of the ancient monocot family Araceae inferred with models accounting for past continental positions and previous ranges based on fossils. In: New Phytologist. Band 195, Nr. 4, 2012, S. 938–950, DOI: 10.1111/j.1469-8137.2012.04220.x.
  • Webseite der Internationalen Aroid-Gesellschaft. (Abschnitte Beschreibung und Systematik).
  • Die Familie Araceae ohne Lemnaceae und die Familie der Lemnaceae bei DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz (Abschnitte Beschreibung und Systematik).
  • David John Mabberley: The Plant Book. A portable dictionary of the higher plants. Cambridge University Press u.a. 1987, ISBN 0-521-34060-8.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band. 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nauheimer et al. 2012
  2. a b Eintrag bei GRIN = Taxonomy for Plants.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aronstabgewächse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien