Arosa

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Arosa in der Schweiz, weitere Bedeutungen siehe Arosa (Begriffsklärung).
Arosa
Wappen von Arosa
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden GR
Region: Plessurw
BFS-Nr.: 3921i1f3f4
Postleitzahl: 7050
UN/LOCODE: CH ARS
Koordinaten: 771390 / 183803Koordinaten: 46° 47′ 0″ N, 9° 41′ 0″ O; CH1903: 771390 / 183803
Höhe: 1'775 m ü. M.
Fläche: 154,79 km²
Einwohner: 3247 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 21 Einw. pro km²
Website: www.arosa.ch
Karte
Mapraggsee Heidsee Urdensee Grünsee (Arosa) Davosersee Obersee (Arosa) Untersee (Arosa) Stausee Arosa Kanton St. Gallen Region Albula Region Viamala Region Imboden Region Albula Region Landquart) Region Prättigau-Davos Chur Churwalden Tschiertschen-Praden Arosa Maladers Haldenstein GRKarte von Arosa
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Arosa ist eine politische Gemeinde sowie ein Ferien- und Erholungsort in der Region Plessur des Kantons Graubünden in der Schweiz. Die höchstgelegene Siedlung im Schanfigg ist ein bekannter früherer Luftkurort und seit Anfang 2014 Teil des erweiterten Skigebiets Arosa Lenzerheide mit 225 Pistenkilometern.[2][3][4]

Politische Gemeinde Arosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Arosa umfasst seit der am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Fusion das Gebiet der früheren Gemeinden Arosa, Calfreisen, Castiel, Langwies, Lüen, Molinis, Peist und St. Peter-Pagig. Das Gemeindeareal umfasst 15'479 ha bei einer Grenzlänge von 79,46 km.[5] Höchster Punkt ist das Aroser Rothorn mit 2'980,2 m, die tiefstgelegene Stelle ist bei 711 m unterhalb des Calfreisertobel-Viadukts in der Plessur Welt-Icon. Die konsolidierte Einwohnerzahl betrug Ende 2014 3'247 Personen.[6] Damit ist Arosa das bevölkerungmässig kleinste Mitglied des Schweizerischen Städteverbandes.

Legislative ist ein 14 Mitglieder umfassendes Gemeindeparlament. Bei dessen konstituierender Sitzung vom 24. Januar 2013 bestimmte das Plenum Ludwig Waidacher junior für die Dauer von einem Jahr zum ersten Parlamentspräsidenten. Sein Stellvertreter war der Peister Andrea Hagmann, der seinerseits 2014 das Präsidium übernahm. 2015 hatte Markus Guler (Arosa) das Amt inne, seit Anfang 2016 Martin Michael (St. Peter). Die öffentlichen Parlamentssitzungen werden abwechslungsweise in allen ehemaligen Gemeinden abgehalten.[7][8] Präsident des fünfköpfigen, departemental organisierten Gemeindevorstands ist der Aroser Lorenzo Schmid, als Vizepräsident amtiert Peter Bircher aus Lüen.[9] Hauptsitz der Gemeindeverwaltung ist Arosa, in St. Peter besteht eine Aussenstelle.

Nachbargemeinden sind Alvaneu, Conters im Prättigau, Davos, Fideris, Furna, Jenaz, Klosters, Lantsch/Lenz, Maladers, Schmitten, Trimmis, Tschiertschen-Praden und Vaz/Obervaz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Erzhorn, Arosas inoffizieller Wappenberg

Blasonierung: in Blau ein silberner Berg mit zwei gleichen Spitzen überhöht von goldener Strahlensonne. (frz.: d'azur au mont d'argent à deux pointes surmonté d'un soleil rayonnant d'or.)[10]

Das Gemeindewappen wurde von Paul Ganz, Kunsthistoriker an der Universität Basel und von Friedrich Pieth, Geschichtslehrer an der Kantonsschule Chur, entworfen. Nach eingehender Prüfung durch weitere Fachleute wurde es mit Gemeinderatsbeschluss vom 12. Dezember 1934 und an der Gemeindeabstimmung vom 22. Februar 1935 mit 218 zu 81 Stimmen angenommen. Die Sonne gilt als Wappenzeichen. Der Zweiberg deutet die Höhenlage der Berggemeinde, den Bergbau zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert sowie den Ferienort mit Sommer- und Wintersaison an. Blau ist der Himmel; die Kombination von blau und gelb weist auf die frühere Zugehörigkeit zum Zehngerichtebund hin.[11]

Recht verbreitet ist die – offiziell jedoch unzutreffende – Vorstellung, bei dem stilisiert dargestellten, doppelspitzigen Berg handle es sich um das Erzhorn, einen der Berge, die den Talkessel von Arosa umgeben.

Ortschaft Arosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arosa von Süden (Schafrügg) gesehen, mit Obersee, Untersee und Stausee

Arosa liegt 15 km (Luftlinie) südöstlich von Chur am Ende des Schanfigger Tals. Die rund 3 km weite, auf 1'700 m ü. M. bis 1'900 m gelegene Mulde des Talschlusses ist an allen Seiten von Bergen umgeben. Das Gemeindegebiet umfasst den Einzugsbereich des Oberlaufs der Plessur mit Ausnahme des von Süden einmündenden Welschtobels und hat daher die Form eines Hufeisens. Im Westen verläuft die Gemeindegrenze vom Aroser Weisshorn (2'653 m) nach Süden über Carmenna, Plattenhorn, Hörnli und Tschirpen zum Parpaner Weisshorn (2'824 m) und dann über das Parpaner Rothorn (2'861 m) zum Aroser Rothorn (2'980 m). Anschliessend führt sie auf dem Nordostgrat des Rothorns zum Erzhorn (2'924 m) und Älpliseehorn (2'725 m), so dass das Quellgebiet der Plessur mit der Aroser Alp, Älplisee (2'156 m) und Schwellisee (1'933 m) halbkreisförmig umfasst wird. Nachdem sie den Welschtobelbach auf 1'659 m gequert hat, steigt die Grenze zum Grat der Leidflue (2'560 m), umgreift mehrere abgelegene Talkammern und erreicht über den markanten Sandhubel (2'764 m) am Valbellahorn (2'763 m) oberhalb des Alteinsees (2'251 m) den südöstlichsten Punkt des Territoriums. Der anschliessende Abschnitt – Grenze gegen die Landschaft Davos – wird durch die Passübergänge Alteiner, Bärentaler und Maienfelder Furgga in mehrere Gebirgsgruppen gegliedert; die höchsten Berge sind die Amselflue (2'781 m), das Furggahorn (2'727 m) und das vorgeschobene Schiesshorn (2'605 m).

Das Dorf Arosa erstreckt sich über rund 2 km Länge, wobei der heutige Siedlungsschwerpunkt an Unter- und Obersee (1'739 m) liegt. Das tiefstgelegene Wohnhaus steht im Rütland auf 1'550 m, das höchstgelegene beim Ifang auf 1'960 m. Der Stausee liegt unterhalb des Dorfgebiets. Ein drittes landschaftsprägendes Element neben den Seen und dem Kranz der Berge bildet die auf etwa 1'900 m verlaufende Waldgrenze: Westlich des Dorfes herrschen Alpweiden und ausgedehnte Geröllhalden vor, talabwärts, wo sich die Plessur bis zur Talenge von Litzirüti auf 4 km Länge um 300 m eintieft, dominiert der geschlossene Nadelwald.

Im Jahr 1997 wurden 42,0 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 15,2 % ein, die Siedlungen 3,1 %. Als unproduktiv galten 39,7 %.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Egga mit Heimatmuseum, das historische Zentrum Arosas

Die ersten bekannten Siedlungen existierten im 13. Jahrhundert. Nach 1300 liessen sich aus Davos kommende, deutsch sprechende Walser in Arosa (1330 als Araus erwähnt) nieder und verdrängten im Laufe der Zeit die ursprünglichen rätoromanischen Siedler, die das hochgelegene Gebiet allerdings nur als Alpweide genutzt hatten. In den nächsten Jahrhunderten lebte die Aroser Bevölkerung von der alpinen Viehwirtschaft. Aufgrund zeitweise schwieriger klimatischer Verhältnisse und der damit verbundenen wirtschaftlichen Not der einheimischen Bauern wurden mit der Zeit ausgedehnte Alpweiden an auswärtige Grundbesitzer verkauft: die Sattelalp an die Bürgergemeinde Chur, die Furggaalp an die Bürgergemeinde Maienfeld, die Alp Altein Tiefenberg an Gemeinden im mittleren Albulatal. Im Jahr 1481 erfolgte schliesslich die Veräusserung des weitgehend unfruchtbaren Welschtobels, das seither zum Gemeindegebiet von Alvaneu gehört.

Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb Arosa ein weltabgeschiedenes Bauerndörfchen. Durch das enge Plessurtal nach Chur bestand keine Strasse. Wichtigste Verbindung zur Aussenwelt waren die beschwerlichen Passwege nach Davos, zu welchem Ort Arosa bis 1851 als Nachbarschaft bzw. Fraktionsgemeinde auch politisch gehörte. Ab 1851 war Arosa als nunmehr selbständige Gemeinde Teil des neugebildeten Kreises Schanfigg. Im Jahr 1850 war die Bevölkerung auf 52 Einwohner abgesunken. Um 1870 verbrachten erste sogenannte Sommerfrischler aus der Region und der Schweiz ihren Sommerurlaub in privaten Unterkünften in Arosa. Der Aufschwung setzte ab 1883 ein, als Arosa von dem deutschen Arzt Otto Herwig, der in Davos von einem Lungenleiden geheilt wurde, als Luftkurort entdeckt wurde. Bereits 1888 eröffnete dieser zusammen mit seiner Schwester ein erstes Sanatorium.[12]

Mit der Verlängerung der Schanfiggerstrasse 1890 von Langwies nach Arosa setzte ein weiterer bedeutender Aufschwung ein, und eine ganze Reihe von Sanatorien, Heilstätten und Hotels kamen innert kurzer Zeit hinzu. 1893 entstand mit dem Grand Hotel (heute Robinson Club) die erste gehobene Unterkunft für Wintersportgäste. 1897 wurde das Elektrizitätswerk Arosa in Betrieb genommen. Ab 1900 nahm die Bedeutung des Wintersports stetig zu; die Schanfiggerstrasse wurde fortan zwischen Arosa und Litzirüti als Bobbahn genutzt, und auf dem zugefrorenen Obersee fanden erste Pferderennen statt. Zwischen 1907 und 1909 entstanden die katholische, die englische sowie die Dorfkirche Arosa. 1911 wurde der Hof Maran in das Aroser Gemeindegebiet inkorporiert. Im gleichen Jahr wurde mit der Tomelischanze die erste permanente Skisprungschanze eingerichtet.

Der Luftkurort Arosa um 1900 mit Otto Herwigs Sanatorium Berghilf (oben links) und den ersten grösseren Hotelbetrieben

Die Eröffnung der Chur–Arosa Bahn 1914 ermöglichte trotz schwierigem Umfeld mitten im Ersten Weltkrieg die Entwicklung Arosas zum eigentlichen Weltkurort. Damit einher ging eine tiefgreifende Neu- und Umgestaltung der alten Walsersiedlung, die ihren ursprünglichen Charakter wie auch die angestammte Walsersprache weitgehend einbüsste. 1938 nahm man mit dem Carmenna-, dem Weisshorn- und dem Tschuggenlift die ersten Skilifte in Betrieb. 1945 folgte der Hörnlilift, damals längster Skilift der Schweiz. Gleichzeitig erfolgte – unterstützt durch die Entdeckung und zunehmende Verschreibung von Penicillin gegen Lungenleiden – eine beschleunigte Transformation Arosas vom Kur- zum Ferien- und Sportort. Diverse Kliniken, wie beispielsweise das Waldsanatorium, stellten den Betrieb ein und wurden in Hotels umgebaut.

Das Jahr 1956 sah die Eröffnung der Weisshornbahn, 1960 diejenige der Hörnlibahn. Bald folgten weitere Skilifte, Sessel- und Gondelbahnen. Eine Verbindungsbahn zum Skigebiet von Lenzerheide wurde 2013 gebaut, was eine wesentliche Erweiterung des Wintersportangebots bedeutet, das nun gemeinsam mit demjenigen der Lenzerheide vermarktet wird.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1900 1930 1970 1980 2005 2010 2012
Einwohnerzahl 52[13][14] 1071 3366 2717 2782 2272 2251 2199

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touristisch geprägtes Dorfzentrum hinter dem früher landwirtschaftlich genutzten Walserhaus «Jöri Jenny» in der Seegrube

Arosa zählt seit Langem zu den bekanntesten Tourismusdestinationen der Schweiz,[15][16] und die Einheimischen leben heute fast ausschliesslich vom Fremdenverkehr. Mit rund 4'500 Gästebetten in Hotels und weiteren 8'000 in Ferienwohnungen werden jährlich knapp eine Million Logiernächte erreicht. Dabei ist Arosa Tourismus unter der Leitung von Pascal Jenny bestrebt, ein ausgewogenes Verhältnis der Sommer- zu den Winterlogiernächten zu erreichen. Seit 2003 können Logiergäste die Arosa Bergbahnen im Sommer gratis benutzen. Dieses damals einzigartige Konzept gewann den Milestone und wird seither von anderen Destinationen kopiert. Unter anderem sorgt seit 2003 ein multimediales Wasserspiel («Wasserorgel») am Obersee für Unterhaltung für die Sommergäste.

Seit 1991 findet alljährlich das Arosa Humor-Festival statt, an welchem bekannte Künstler aus dem In- und Ausland auftreten und ausgezeichnet werden. Unter den Gewinnern waren Rebecca Carrington, Gerhard Polt und Malediva.

Seit 2004 wird jeweils im Januar das WSF World Spirit Forum in Arosa durchgeführt. Auf der internationalen Plattform für Vordenker und spirituelle Führer arbeiten engagierte Menschen aus den Feldern Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, Kultur und Gesellschaft an den globalen Fragen der Zeit.

Das Jahr 2005 sah die Premiere der Arosa Gay Skiweek, eine der grössten homosexuellen Wintersportveranstaltungen Europas.[17]

Seit 2006 gehört Arosa zu den Alpine Pearls, einer internationalen Kooperation von 29 Tourismusdestinationen in den Alpen.

Auf einem Wanderweg entlang des «Hausberges» von Arosa, dem Tschuggen, findet sich eine Attraktion der besonderen Art: Infolge langjähriger (verbotener) Fütterung mit Nüssen durch Touristen leben dort fast handzahme Eichhörnchen, die eventuell das Hosenbein eines Wanderers erklettern oder auf die Schulter springen.[18][19]

Überblick über das Skigebiet Arosa

Arosa ist zudem Ausgangspunkt des Schanfigger Höhenweges und Etappe des Mittelbünden Panoramawegs[20] von Lenzerheide nach Davos.

Dank präparierter Winterwanderwege durchs Skigebiet können sich Skifahrer und Nichtskifahrer im Gebiet treffen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Arosa mit Sitz der Arosa Bergbahnen (links)

Der Bahnhof Arosa ist Endpunkt der 1914 eröffneten Bahnstrecke Chur–Arosa der Rhätischen Bahn. Von 1997 bis 2007 verkehrte auf dieser Strecke eine spezielle touristische Zugkomposition, der Arosa-Express. Die oberhalb der Arosabahn verlaufende, 1890 fertiggestellte Schanfiggerstrasse findet ihr Ende beim Eggahuus in Innerarosa auf rund 1'880 m.

Alljährlich im September findet auf dieser Strasse zwischen der Säge Langwies und dem Obersee ein Autorennen für klassische Rennwagen statt – die Arosa ClassicCar – und begeistert Tausende Zuschauer. Zwischen 1897 und 1935 befand sich auf dem Strassenabschnitt Schwarzsee – Litzirüti zudem die Bobbahn Arosa. Von 1932 bis 1936 verfügte Arosa winters über einen eigenen Flugplatz auf dem Obersee.

Eine zeitliche Verkürzung auf dem Strassenweg erhofft man sich durch die planungsfertige St. Luzibrücke am Eingang des Schanfigg, die die Stadt Chur umfahren würde. Vor 2014 wird jedoch nicht mit einem Beitrag des Bundes zu rechnen sein, da dieser das Kosten-Nutzen-Verhältnis gegenwärtig noch als ungenügend erachtet.[30] Arosa wäre neben Langwies ein möglicher Ausgangspunkt einer zur Zeit noch visionären Eisenbahnverbindung zwischen dem Schanfigg und der Landschaft Davos.[31]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arosa ist seit Jahrzehnten Durchführungsort von nationalen und internationalen Sportveranstaltungen, zunächst insbesondere im Bob-, Ski-, Pferde- und Eissport. Von 1951 bis 1965 war Arosa Teil der Schweizer Springertournee. 1978 wurde hier das Skiweltcup-Finale und in der folgenden Dekade weitere entsprechende Skirennen ausgetragen. 2002 fanden in Arosa die Schweizer Alpinen Skimeisterschaften statt, 2007 die Snowboard-Weltmeisterschaften. In den Jahren 2008, 2011 (Finale) und 2013 war der Snowboard-Weltcup, 2014, 2015 und 2016 der Skicross-Weltcup hier zu Gast.

2011 wurde zum ersten Mal unter dem Namen Arosa IceSnowFootball die inoffizielle Schneefussball-Weltmeisterschaft durchgeführt.[32] Von 2012 bis 2015 war der Ort Schauplatz des internationalen Eishockey-Turniers Arosa Challenge. Der im Juli 2012 erstmals veranstaltete Gebirgslauf Swiss Irontrail führt seit 2014 unter anderem vom Urdenfürggli-Hörnlihütte via Carmenna-Weisshorn nach Arosa und von dort über Medergen-Sapün-Strelapass nach Davos. Vom 2. bis 4. Oktober 2015 fanden in Arosa die letzten Bewerbe des Orientierungslauf-Weltcups 2015 statt.

Der 1903 ins Leben gerufene Skiclub Arosa zählt zu den ältesten, grössten und sportlich erfolgreichsten Schneesportvereinen der Schweiz. Daneben ist Arosa ist die Heimat des 1924 gegründeten EHC Arosa, eines neunfachen Schweizermeisters, der aktuell in der dritthöchsten Liga spielt. Seine Heimstätte ist das Sport- und Kongresszentrum Arosa (SKZA). Der 1990 gegründete Fussballverein FC Arosa spielt in der 5. Liga. Auch der Unihockeyclub Arosa spielt in der 5. Liga seiner Sportart. Er führt auf der Sportanlage Ochsenbühl seit 1995 alljährlich den 7eck-Cup durch, das mit 168 teilnehmenden Mannschaften und 1500 Spielern weltweit grösste Open-Air-Unihockeyturnier.[33][34]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport- und Kongresszentrum Arosa

Das offizielle Publikationsorgan ist die wöchentlich erscheinende Aroser Zeitung.

Thomas Mann verbrachte in Arosa die ersten Wochen seines Exils. Weitere bekannte Schriftsteller mit einem engeren Bezug zu Arosa sind Hermann Hesse, Christian Morgenstern, Hans Morgenthaler, Theodor Däubler, Felix Moeschlin, Hans Roelli, Brigitte Kronauer sowie Eckhard Henscheid.

Die Geschichte von Arosa und der ganzen Talschaft wird im Schanfigger Heimatmuseum aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unter anderem sind dort auch diverse Exemplare des traditionellen Aroser Schlittens ausgestellt.

In der Umgebung des Dorfes sind diverse Sagen beheimatet. So etwa die Sage von der Wunschhöhle bei Arosa, die Sage vom Carmenna-Küher, die Sage vom Gottlobstein beim Carmennapass, die Sage vom grundlosen Schwarzsee, die Sage vom Tüüfelsch Ruobstei, die Sage vom Urdensee oder die Sage vom Verwunschenen Schloss.

Arosa ist Durchführungsort der Landsession des Bündner Grossen Rates 2015[35] sowie des 19. Internationalen Walsertreffens vom 16. bis 18. September 2016.[36]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurarzt Carl Rüedi, Vorreiter für den Bau der Arosa Bahn

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ueli Haldimann, Tibert Keller, Georg Jäger: Erlebnis Chur-Arosa-Bahn – Streifzug durch das Schanfigg. AS Verlag & Buchkonzept AG, Zürich 2014, ISBN 978-3-906055-25-1, S. 157–172.
  • Schanfigg und Arosa (Themenheft mit Aufsatzsammlung). In: Terra Grischuna, 1/2011, Terra Grischuna Verlag, Chur 2011, ISSN 1011-5196; Inhaltsverzeichnis online (PDF; 51 kB; das gleiche Thema zuvor in: 39. Jg. (1980), Nr. 1; 32. Jg. (1973), Nr. 1; Jg. 24 (1965), Nr. 2).
  • Hans Danuser: Aroser Orts- und Flurnamen. Mit Einbezug des Welschtobels und einiger grenznaher Gebiete benachbarter Gemeinden. Hrsg. vom Institut für Kulturforschung Graubünden. H. Danuser, Arosa (Acletta) 2011, ISBN 978-3-905342-49-9 (Buchvorstellung).
  • Marcel Just, Christof Kübler, Matthias Noell (Hrsg.) Arosa – Die Moderne in den Bergen. gta Verlag, Zürich 2007, ISBN 978-3-85676-214-8.
  • Gemeinde Arosa (Hrsg.): Arosa in Kürze. 4. Auflage, Eigenverlag Gemeinde, Arosa 2005.
  • Ueli Haldimann (Hrsg.): Hermann Hesse, Thomas Mann und andere in Arosa – Texte und Bilder aus zwei Jahrhunderten. AS Verlag und Buchkonzept AG, Zürich 2001, ISBN 3-905111-67-5.
  • Hans Danuser: Arosa – wie es damals war (1850-2003). Bde. 1–7, Eigenverlag Danuser, Arosa 1997–2004.
  • Reinhard Kramm (Hrsg.): Mein Bergkirchli – 500 Jahre Kirche Innerarosa. 33 Autoren erinnern und entdecken ihr Bergkirchli. Arosa 1993, DNB 941518191.
  • Beat Fischer: 500 Jahre Bergkirchli Arosa (mit vielen Hinweisen zur Ortsgeschichte). Eigenverlag Beat Fischer, Chur 1992, OCLC 34152929.
  • Schanfigg-Arosa. In: Terra Grischuna. 49. Jahrgang, Heft 1, Terra Grischuna Verlag, Chur 1990, ISSN 1011-5196; Inhaltsverzeichnis online (PDF; 525 kB).
  • Hans Danuser, Ruedi Homberger: Arosa und das Schanfigg. Eigenverlag Danuser/Homberger, Arosa 1988.
  • Susanne Birrer: Region Arosa–Schanfigg, Terra Grischuna Ferien- und Freizeitbuch. Chur 1988, ISBN 3-7298-1046-4.
  • H. Ambühl, Renzo Semadeni, Kurverein Arosa (Hrsg.): Arosa – Klimatischer Höhenkurort. 1800 Meter über Meer. Zum Jubiläum „100 Jahre Kurverein Arosa, 1884–1984“. Arosa 1984, OCLC 884320579.
  • Victor J. Willi: Arosa – Ein schweizerischer Sport- und Ferienort neuartig präsentiert. Habegger Verlag, Derendingen 1979, ISBN 3-85723-127-0.
  • Johann Balthasar Casty: AROSA – Aus der Heimatkunde des weltbekannten Kurortes. Verlag Kur- und Verkehrsverein Arosa, Arosa 1959, OCLC 36542043.
  • Fritz Maron: Arosa – Beziehungen zwischen Arosa und Davos. Geschichtliche Betrachtungen anlässlich der 100 Jahrfeier der Gemeinde Arosa, 1951. [Gemeinde-Verwaltung], Arosa 1951, OCLC 638167955.
  • Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden II. Die Talschaften Herrschaft, Prättigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 9). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1937, DNB 811066703.
  • Fritz Maron: Vom Bergbauerndorf zum Weltkurort Arosa. Verlag F. Schuler, Chur 1934, OCLC 251518721.
  • Gustav Bener; Eduard Stiefel; Hans Roelli: Arosa entgegen. Die elektrische Bahn von Chur nach Arosa. Hrsg. von der Kurverwaltung Arosa, Gebr. Fretz A.-G., Zürich [1926], OCLC 83158245.
  • Ferdinand Zai: Das alte Eggahaus in Arosa – Ein Heimatmuseum für das Tal Schanfigg. Fretz, Zürich 1944, OCLC 759220279; Eigenverlag Verein für Naturschutz und Heimatkunde Arosa, Arosa 1945, OCLC 604113803.
  • J. B. Casty: Denkschrift über das Volksschulwesen der Gemeinde Arosa, herausgegeben anlässlich des Bezuges der neuen Schulhausanlage am Hubel in Arosa am 11. November 1928. Verlag Buchdruckerei AG Arosa, Arosa 1928 OCLC 759490924.
  • Friedrich Wilhelm Paul Götz: Das Strahlungsklima von Arosa. Verlag Jul. Springer, Berlin 1926, OCLC 14726595.
  • Anna Hold, Robert Just: Vom alten Arosa. 3. Auflage, Verlag Buchdruckerei Arosa, Arosa 1917, OCLC 84882541.
  • Robert Just: Die Gemeinde Arosa, ihr Wirtschaftsleben vor und seit dem Fremdenverkehr. J. Leemann, Zürich 1907, OCLC 457769766. Zugl. Diss., Zürich 1907.
  • Carl Fischer, Fritz Egger, Carl Egger: Land und Leute im Tale Schanfigg. Manatschal Ebner & Cie., Chur 1905 OCLC 77710190.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Walserhäuser in Arosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Vier Schweizer Orte in Top Ten – Arosa an der Spitze. Abgerufen am 10. November 2012.
  3. Webseite Skigebiet Arosa Lenzerheide. Abgerufen am 10. November 2013.
  4. In fünf Minuten von Arosa nach Lenzerheide. In: www.suedostschweiz.ch. 17. Januar 2014, abgerufen am 17. Januar 2014.
  5. Übersicht Gemeindegebiet Arosa bei map.geo.admin.ch
  6. Total aller Bevölkerungsbestände, Gemeinden (Gemeindestand 2012: 176 Gemeinden) (Memento vom 2. Februar 2014 im Internet Archive), (zuletzt) abgerufen am 23. Mai 2016.
  7. Aroser Zeitung. 1. Februar 2013, S. 1 ff.
  8. Die Südostschweiz. 25. Januar 2014, S. 8.
  9. Aroser Zeitung. 4. Januar 2013, S. 10 f.
  10. Wortlaute gemäss Gemeinderatsbeschluss vom 12. Dezember 1934.
  11. Hans Danuser, Ruedi Homberger: Arosa und das Schanfigg. 1988, S. 91.
  12. Kurzfilm «Crocket & Liegekur» zum Luftkurort Arosa
  13. Hans Danuser: Arosa im Historischen Lexikon der Schweiz, abgerufen am 2. Mai 2014.
  14. Arosa Tourismus – Geschichte. In: arosa.ch. Abgerufen am 27. November 2012.
  15. Kurzfilm «Filzpantoffeln & Orchester» zum historischen Ferienort Arosa
  16. Arosa gehört zu den Top-Ten-Marken. In: www.suedostschweiz.ch. 30. Mai 2014, abgerufen am 1. Juni 2014.
  17. Homepage Arosa Gay Skiweek. In: www.gayskiweek.ch. 26. Januar 2014, abgerufen am 26. Januar 2014.
  18. Videoclip 1 Fütterung am Eichhörnli-Weg Arosa (1957)
  19. Videoclip 2 Fütterung am Eichhörnli-Weg Arosa (1957)
  20. Wandern Schweiz durch das Schanfigg Graubünden
  21. Bergkirchlein
  22. Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
  23. Reformierte Kirche in Tschiertschen
  24. Haus auf der Melchernen
  25. Post- und Telefongebäude
  26. Sesselbahn Carmenna
  27. Aufnahmegebäude
  28. Trinkhalle
  29. Schul- und Mehrzweckanlage
  30. mai/sda: Um Chur herum. In: baublatt.ch/news/verkehr. 25. November 2010, zuletzt abgerufen am 24. Mai 2016 (St. Luzibrücke genehmigt, aber Finanzierung ungesichert).
  31. Auftrag Jenny betreffend Ausarbeitung einer Zweckmässigkeits- und Machbarkeitsstudie für einen Bahntunnel Schanfigg – Davos vom 21. Oktober 2008.
  32. WM im Schneefußball: Vorsicht, Rutschgefahr! In: www.abendzeitung-muenchen.de. 23. Januar 2014, abgerufen am 26. Januar 2014.
  33. Die Südostschweiz. 3. Juli 2014, S. 10, 12.
  34. Sportfreunde Stiller und Stefanie Heinzmann in Arosa. In: www.suedostschweiz.ch. 3. Juli 2014, abgerufen am 12. Juli 2014.
  35. Elisabeth Mani-Heldstab: Jahrhundertwerk, oder doch nicht? In: Davoser Zeitung. 2. Mai 2014, S. 2, Sp. 6 (PDF; 286 kB; abgerufen am 24. Mai 2016).
  36. Aroser Zeitung. 20. September 2012, S. 5.
  37. Caminada, Guido in Sikart, 14. September 2011, Zugriff am 18. August 2015.