Arpad Weixlgärtner

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Arpád Weixlgärtner (* 6. April 1872 in Wien; † 2. Februar 1961 in Göteborg) war ein österreichischer Kunsthistoriker.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weixlgärtner studierte Rechtswissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie in Wien und wurde 1899 bei Wickhoff und Reisch mit einer Dissertation über die Akt- und Proportionsstudien von Albrecht Dürer promoviert. Weixlgärtner war ab 1901 am Kupferstichkabinett der Wiener Hofbibliothek und ab 1906 am Kunsthistorischen Museum zunächst als Kustos der Sammlung für Plastik und Kunstgewerbe tätig (bis 1930). Seit 1920 war er Schatzmeister (= Kustos) der Weltlichen und Geistlichen Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums. Von 1931 bis 1933 war er dazu Leiter der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums. 1934 wurde er pensioniert, behielt aber das Amt des Schatzmeisters. Am 16. März 1938, gleich nach dem sogenannten Anschluss Österreichs, wurde er von den Nationalsozialisten aus politischen Gründen „beurlaubt“.[1]

Nach der Rede Hitlers vom 15. März 1938 habe Weixlgärtner SS-Leute in die Schatzkammer geführt. Über diesen Tag berichtet er: „Ich halte ganz vergeblich die Schatzkammer offen, es kommt natürlich keine Katze herein, da der Zugang über den Heldenplatz gesperrt ist. […] Auf dem Ring eine ungeheure Menschenmenge, die auf den Einzug Hitlers wartet. Ich und meine beiden Aufseher brauchen anderthalb Stunden, bis wir vom Schweizerhof ums Burgtheater herum, vorm Rathaus und hinterm Parlament ins Museum kommen, die Schatzkammerschlüssel abzugeben. […] Das war am 15. März um halb 11 Uhr nachts meine letzte Führung in der Schatzkammer.“[2]

Ab 1946 lehrte er Kunstgeschichte an verschiedenen Universitäten in Schweden, wo er nach dem Brand seiner Wohnung 1945 auf Einladung von König Gustav VI. lebte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bengt Thordeman: In memoriam Arpad Weixlgärtner. In: Fornvännen 56, 1961, S. 130–132.
  • Alfred Westholm: Arpad Weixlgärtner. In: Konsthistorisk tidskrift 30, 1961, S. 161–162.
  • Herbert Haupt: Jahre der Gefährdung. Kunsthistorisches Museum, Wien 1995, ISBN 978-3-900325-54-1.
  • Johannes Weiss: Ein Gärtner, aber kein Gärtner schlechthin. Arpád Weixlgärtner. In: Wiener Geschichtsblätter 67 (1), 2012, S. 33–51.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Arpad Weixlgärtner – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haupt 1995, 10.
  2. Weixlgärtner, zit. in Haupt 1995, 9.