alex (Zug)

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alex (nord)
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Strecke der Alex (Zug)
Kursbuchstrecke (DB):930, 855, 875
Kursbuchstrecke (SŽDC):170, 171, 180
Streckenlänge:438 bzw. 319 km
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0 München Hbf
Bahnhof, Station
41 Freising
   
58 Moosburg
Bahnhof, Station
76 Landshut (Bay) Hbf
   
95 Ergoldsbach
Bahnhof, Station
99 Neufahrn (Niederbay)
   
113 Eggmühl
   
130 Obertraubling
   
138 Regensburg Hbf
   
154 Regenstauf
   
166 Maxhütte-Haidhof
   
(Zugteilung in Schwandorf)
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182 Schwandorf
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226 Weiden (Oberpf)
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230 Altenstadt (Waldnaab)
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241 Windischeschenbach
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259 Wiesau (Oberpf)
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277 Marktredwitz
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319 Hof Hbf
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218 Roding
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230 Cham (Oberpf)
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249 Furth im Wald
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256 Staatsgrenze Deutschland / Tschechien
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272 Domažlice
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297 Holýšov
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330 Plzeň hl.n.
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433 Praha-Smíchov
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438 Praha hl.n.

Der alex ist eine von der Länderbahn betriebene Zuggattung des Schienenpersonennahverkehrs in Bayern im Konzern der Regentalbahn. Im Fahrplan wird er mit ALX abgekürzt, bis 2010 lautete die offizielle Bezeichnung Arriva-Länderbahn-Express.

Als Teilstrecke der bis 2002 verkehrenden Interregio-Linie 25 wird seit 9. Dezember 2007 die Strecke Hof–München von der Länderbahn bedient, die als Sieger der Ausschreibung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hervorgegangen ist. Die Strecke München–Regensburg–Schwandorf wird im Zweistundentakt bedient. Auf der Bahnstrecke Schwandorf–Hof wird mit fünf Zugpaaren mindestens ein Vierstundentakt erreicht, vier Zugpaare fahren über Schwandorf–Furth im Wald, Furth im Wald–Pilsen und Pilsen–Prag. Außerdem fuhren von Dezember 2009 bis zum 8. Dezember 2012 zwei Zugpaare von Nürnberg über Schwandorf, Furth im Wald und Pilsen nach Prag.

Von 9. Dezember 2007 bis 13. Dezember 2020 bediente der alex zudem die Strecken München–Lindau/Oberstdorf über die Bahnstrecke Buchloe–Lindau bzw. die Bahnstrecke Immenstadt–Oberstdorf, stellte diese Verbindungen zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 nach Verlust der Ausschreibung an DB Regio Bayern jedoch ein.

Fahrzeugmaterial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Länderbahn bespannt die Züge zwischen München und Regensburg mit fünf Lokomotiven aus der EuroSprinter-Familie (183 001–005), auf den nicht elektrifizierten Abschnitten Regensburg–Schwandorf–Hof beziehungsweise Regensburg–Schwandorf–Furth im Wald mit zwölf EuroRunner (223 061–072), die früher auch auf den Strecken im Allgäu zum Einsatz kamen.[1] Die Diesellokomotiven sind von Alpha Trains angemietet, die Elektrolokomotiven sind von der Hannover Mobilien Leasing.

Als Wagenmaterial kommen neben den 23 vom Allgäu-Express übernommenen Wagen 50 zwischen 2007 und 2009 aus angekauften Schnellzugwagen der Deutschen Bahn AG umgebaute und sieben 2009 neu beschaffte Wagen zum Einsatz. Der derzeitige Fuhrpark umfasst 80 Wagen, darunter u. a. Abteilwagen (UIC-X und UIC-Z der DB, sowie UIC-Z der DR), modernisierte „Silberlinge“ (n-Wagen) oder auch moderne Doppelstockwagen. Die vom Allgäu-Express übernommenen Wagen wurden im Jahre 2003 beim Partner für Fahrzeugausrüstung (PFA) in Weiden modernisiert und bei Betriebsaufnahme 2007 lediglich umlackiert. Einige der Abteilwagen der zweiten Klasse wurden nachträglich mit vergrößerten Fahrradbereichen ausgestattet. Die übrigen Wagen wurden 2007 im DB-Ausbesserungswerk Neumünster und bei VIS Halberstadt grundlegend modernisiert und teilweise nachträglich klimatisiert, im Sommer 2009 folgten nochmal sieben weitere Wagen mit Fahrradbereich (Bauart ABvmdz). Seit 7. Dezember 2009 werden außerdem sieben neu beschaffte Doppelstockwagen mit Niederflureinstieg von Bombardier eingesetzt.[2]

Seit Juli 2017 wurden schrittweise 29 gebrauchte, aber modernisierte Wagen der Muttergesellschaft Ferrovie dello Stato Italiane übernommen. Auch die Bestandswagen wurden modernisiert und teils mit neuen Sitzbezügen sowie Informationsbildschirmen ausgestattet.[3]

Ehemaliger „alex-treff“-Wagen

Bis zum Fahrplanwechsel 2017 befand sich etwa in der Mitte jedes Zuges der sogenannte alex-treff-Wagen, die seitdem ersatzlos ausgemustert wurden. In diesem Wagen konnten Fahrkarten auch noch zu Beginn der Fahrt ohne Aufpreis gekauft werden, des Weiteren wurden Snacks und Getränke angeboten. Fahrkarten können jedoch weiterhin im Dienstabteil erworben werden. Auch Snacks und Getränke gibt es weiterhin per mobilen Catering-Service.

Das Farbschema der Fahrzeuge ist weiß mit grünblauem Fensterband beziehungsweise grünblauen Seitenflächen an den Lokomotiven, sowie einem orangegelben Kontraststreifen. Eine Ausnahme bilden die Wagen, die 2017 aus Italien übernommen wurden, die statt den grünblauen graue Streifen aufweisen sowie die zwei ehemaligen Halbspeisewagen der Gattung BRmz. Diese Wagen waren in TEE-Farben lackiert und befanden sich im Innenraum ebenfalls in den Originalfarben. Diese zwei Wagen sind im Eigentum einer Privatperson und waren bis zu ihrer Ausmusterung an von der Länderbahn gemietet.[4]

Fuhrpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Dezember 2020 verfügt der alex über folgenden Wagenpark, der großteils mit WLAN und Fahrgastinformationsbildschirmen ausgestattet und bis auf die Bauart Bm sowie die Doppelstock- und n-Wagen für 200 km/h zugelassen ist:[5]

  • 29 klimatisierte Abteilwagen 1. und 2. Klasse (TI-Wagen), übernommen von Trenitalia
  • 17 klimatisierte Abteilwagen 1. und 2. Klasse mit behindertengerechter Toilette der Bauart ABvmz, davon 6 Wagen mehrspannungsfähig für den Einsatz nach Tschechien
  • 14 Abteilwagen 2. Klasse der Bauart Bm, zugelassen für 160 km/h
  • 7 Abteilwagen 2. Klasse der Bauart Bomz
  • 7 klimatisierte Doppelstockwagen 1. und 2. Klasse der Bauart DBpz, zugelassen für 160 km/h
  • 5 klimatisierte Abteilwagen 1. Klasse der Bauart Avmz
  • 2 Großraumwagen 2. Klasse mit großem Fahrradabteil (n-Wagen), zugelassen für 140 km/h

alex Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Kursbuchstrecke 930 halten die Züge nur in München Hauptbahnhof, Bahnhof Freising, Bahnhof Landshut, Neufahrn (Ndb) und Regensburg Hauptbahnhof, zweimal täglich als abendliche Tagesrandverbindung Richtung Regensburg auch in Moosburg und einmal täglich auch an weiteren Regionalbahnhalten von Landshut bis Regensburg.

Fahrzeiten und Geschwindigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zug des alex mit vier Wagen, gezogen von einer ČD-Lokomotive

Für die 438 Kilometer von München nach Prag benötigte der alex im Jahr 2009 noch 371 Minuten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 71 km/h und vier Lokwechseln, 2010 nunmehr 353 Minuten, 74 km/h, drei Lokwechsel. Davon entfallen auf den bayerischen Abschnitt München – Furth im Wald 249 Kilometer in 175 Minuten (85 km/h) mit zwei Lokwechseln, auf den anschließenden tschechischen Abschnitt 189 Kilometer in 186 Minuten (61 km/h) mit einem Lokwechsel.

Fahrplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Inkrafttreten des neuen Betreiberkonzeptes wurde auch das Angebot über Regensburg hinaus bis nach Hof verbessert, so dass es wieder annähernd den Stand der Interregio-Bedienung bis 2000 erreicht. Zwischen München und Schwandorf wird dabei mit täglich neun Zugpaaren zwischen 6:44 Uhr und 20:43 Uhr ein Zwei-Stunden-Takt angeboten.

Die grenzüberschreitenden Fahrten des alex werden in Tschechien von den Tschechischen Bahnen (ČD) seit Dezember 2010 als Expresszug (EX) gefahren und somit im betrieblichen Ablauf bevorrechtigt behandelt. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wurden mehrere Verbindungen nach Prag nochmals aufgewertet und verkehren dann in der Tschechischen Republik als EuroCity (EC).[6]

Die Züge fuhren von Dezember 2007 bis Dezember 2009 ab München um 6:44, 10:44, 14:44, 16:44 (nicht samstags) und 18:43 Uhr bis Hof, um 8:44 Uhr (als Albert Einstein) und 16:43 Uhr (als Franz Kafka) Uhr umsteigefrei über Furth im Wald nach Prag, um 12:44 (mit Anschluss nach Prag) und 20:43 Uhr nach Schwandorf sowie um 22:44 (nicht samstags) und 23:55 Uhr nach Regensburg. Der Zug um 16:44 Uhr ab München wurde in Schwandorf geteilt, ein Zugteil weiter nach Hof geführt, der andere nach Prag.

In der Gegenrichtung kamen die Züge, welche München um 9:15, 11:15, 13:15, 17:15 und 21:15 Uhr erreichten, aus Hof, um 15:15 Uhr (Franz Kafka) und 23:24 Uhr (Albert Einstein) aus Prag, um 7:16 (nur montags bis samstags), 9:16 (nur sonntags) sowie um 19:19 Uhr (mit Anschluss von Prag) aus Schwandorf sowie von Montag bis Samstag um 6:15 beziehungsweise an Sonntagen um 7:16 Uhr aus Regensburg.

Befahrene Bahnstrecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Änderungen ab 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

alex nach Praha vor der Abfahrt in Nürnberg Hauptbahnhof

Seit Dezember 2009 verkehren die beiden Prager Zugpaare um bis zu 18 Minuten beschleunigt als eine vom Freistaat Bayern zusätzlich bestellte Leistung[7] (München ab 9:01 und 17:02 Uhr, an 15:02 und 23:06 Uhr) mit Zwischenhalt von München bis Regensburg teilweise nunmehr in Landshut, sowie Einsatz der Baureihe 223 ohne Lokwechsel in Furth im Wald auch in Tschechien bis Pilsen. Auf dem elektrisch betriebenen Streckenteil zwischen München und Landshut wird durch Instandsetzungen des Unterbaues und Gleiserneuerungen die Höchstgeschwindigkeit auf weiteren Abschnitten von 140 km/h auf 160 km/h erhöht werden.

Zusätzlich verkehrt ein bislang von der DB erbrachter Regionalexpress (München Hauptbahnhof an 8:19 Uhr, Halt Montag bis Freitag nur in Neufahrn (Ndb) und Landshut) als tägliche Gegenleistung des Prager Frühzuges zur Überführung von Lokomotive und Wagen nach München als alex und ab Regensburg um 18:34 Uhr ein zusätzlicher alex mit Zwischenhalt nur in Landshut und Freising, so dass dann 13 alex-Zugpaare (2009: zehn) die Strecke Regensburg–München befahren. Nördlich von Regensburg bleibt es bei den fünf Zugpaaren nach Hof und den beiden nach Prag.

Seit 13. Dezember 2009 verkehrten auch die beiden Zugpaare Nürnberg–Prag als alex, von Nürnberg bis Pilsen ohne Lokwechsel und 15 Minuten schneller. Zusätzlich verkehrte noch je eine Tagesrandverbindung zwischen Schwandorf und Nürnberg vormittags hin und am Abend wieder zurück, um die Lokomotive und Wagen aus dem Betriebswerk Schwandorf nach Nürnberg zu überführen. Dafür wurde die bisherige Regental Cargo 223 072 an die anderen Maschinen angepasst (alex- und Arriva-Schriftzüge) und in den Bestand der Länderbahn aufgenommen. Die 223 072 ist von den anderen Lokomotiven nur noch anhand der Nummer und der fehlenden Zugzielanzeiger zu unterscheiden.

Seit 14. Juni 2009 wurden im Vorlauf für das Betriebsprogramm 2010 die alex-Züge 355 und 357 sowie in der Gegenrichtung die DB-Regionalexpresszüge 350 und 352 zwischen Furth im Wald und Pilsen bereits mit einer Arriva-Lokomotive der Baureihe 223 bespannt, wobei für die DB-Züge in Furth im Wald ein Lokwechsel von der Baureihe 218 auf die Baureihe 223 durchgeführt werden musste. Die Lokomotiven der Baureihe 223 haben für die ČD (České dráhy) vorläufig nur eine Zulassung auf nur 100 km/h, da sie nicht über die tschechische Variante der Indusi verfügen.

Zudem gingen seit 7. Dezember 2009 bis zum Fahrplanwechsel sieben neue Doppelstockwagen mit Niederflureinstieg des Herstellers Bombardier Transportation in Betrieb. Diese Wagen mit 126 Sitzplätzen der zweiten Klasse verkehren auf dem Nordast von München nach Hof um die Kapazität dieser Züge zu steigern. Planmäßig wird in jede Garnitur ein Doppelstockwagen eingereiht.[8] Im Unterdeck des Doppelstockwagens ist es für Stammfahrgäste möglich, sich einen festen Sitzplatz mit den Nummern 11–54 zu reservieren. Die Wagenfolge der alex-Züge besteht dabei immer aus einem Wagen mit erster und zweiter Klasse mit Fahrradabteil (ABvmdz), dann einem Doppelstockwagen zweiter Klasse (DBpz), einem alex-treff (BR) und einem weiteren Wagen erster und zweiter Klasse (ABvmz). Dazu kommen noch zwischen München und Regensburg weitere Verstärkerwagen, welche dann zusammen mit der Lokomotive der Baureihe 183 in Regensburg abgehängt werden.

Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 wurden die zwei alex-Zugpaare von Nürnberg nach Prag wieder eingestellt, da die Nachfrage auf dieser Linie, seitdem die Deutsche Bahn den schnelleren Fernbus auf dieser Relation eingeführt hatte, stark zurückging. Die bisherigen alex-Zugpaare wurden durch Regional-Expresse Nürnberg–Schwandorf der Deutschen Bahn ersetzt, in Schwandorf besteht Umsteigemöglichkeit zu zwei neu eingeführten alex-Zugpaaren von München nach Prag, wodurch zwischen München und Prag ein Vierstundentakt bestand.[9]

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 bestellte die BEG drei zusätzliche alex-Zugpaare zwischen München und Prag, sodass auf dieser Relation ein Zweistundentakt hergestellt wird. Die Kurswagen nach Prag und Hof verkehren zwischen München und Schwandorf vereint und werden im Bahnhof Schwandorf geteilt.[10]

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zug wird gezogen von einer weiß-grünblau-orangegelb lackierten Elektrolokomotive, an zweiter Stelle hinter der Lokomotive befindet sich ein Doppelstockwagen, die Wagen sind unterschiedlich lackiert, fünf von ihnen tragen eine der Lokomotive ähnliche Lackierung
Gemischter alex-Zug nach Prag aus fünf alex-Wagen und mehreren Wagen der ČD

Die Züge nach Hof bestanden bis Anfang Dezember 2009 meist aus fünf Wagen, davon ein Speisewagen und ein Wagen mit erster Klasse. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 fahren in der Regel nur noch vier Wagen, dafür befindet sich ein Doppelstockwagen im Zug. Zwischen München und Regensburg werden die Züge auf bis zu neun Wagen verstärkt. Das Prager Zugpaar, das München um 15:15 Uhr erreicht und um 16:43 Uhr gemeinsam mit dem Hofer Zugteil wieder verlässt, wird auch weiterhin aus Wagen der ČD gebildet, alle restlichen Züge aus Wagen der Länderbahn.

Alle Züge werden zwischen München Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof von einer der fünf Elektrolokomotiven 183 001–005 gezogen. In Regensburg wird gewendet und dabei die Lokomotive gewechselt.

Von Regensburg nach Schwandorf und Hof wird der Zug mit Diesellokomotiven 223 061–072 bespannt. Die 223 072 wurde erst im September 2009 mit dem alex-Schriftzug versehen und gehört nun komplett zur alex-Flotte. Vorher gehörte sie Regental Cargo und wurde nur bei Bedarf vor alex-Zügen eingesetzt.

Die Züge nach Prag wurden bis Dezember 2009 von Regensburg bis Furth im Wald ebenfalls von einer Diesellokomotive der Baureihe 223 gezogen (wobei in Schwandorf gewendet und die Lokomotive gewechselt wurde). Von Furth im Wald bis Pilsen wurde der Zug mit einer tschechischen Diesellokomotive der Reihe 754 und von Pilsen mit einer tschechischen Elektrolokomotive der Reihe 363 bespannt und bis Prag durch tschechische Reisezugwagen verstärkt.

alex Süd (eingestellt)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

alex (süd)
Kursbuchstrecke (DB):970
Streckenlänge:220 bzw. 173 km
   
0 München Hbf
   
7 München-Pasing
   
22 Fürstenfeldbruck
   
41 Geltendorf
   
55 Kaufering
   
67 Buchloe
   
87 Kaufbeuren
   
93 Biessenhofen
   
111 Günzach
   
130 Kempten (Allgäu) Hbf
   
142 Martinszell (Allgäu)
   
(Zugteilung in Immenstadt)
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152 Immenstadt
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156 Blaichach (Allgäu)
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160 Sonthofen
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163 Altstädten (Allgäu)
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167 Fischen
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169 Langenwang (Schwab)
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173 Oberstdorf
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169 Oberstaufen
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182 Röthenbach (Allgäu)
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186 Heimenkirch
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197 Hergatz
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220 Lindau Hbf
Ehemaliger alex Süd mit einer 223 im Lindau Hbf

Zwischen München und Oberstdorf trat der Arriva-Länderbahn-Express ab 7. Dezember 2007 die Nachfolge des ebenso mit alex abgekürzten Allgäu-Express an, der ein Gemeinschaftsunternehmen von Länderbahn und SBB GmbH war. Zum 13. Dezember 2020 wurde der alex Süd aufgrund des Verlusts der Ausschreibung an DB Regio Bayern eingestellt,[11] die modernisierte Triebwagen der Baureihe 612 in Mehrfachtraktion auf den Strecken einsetzt.

Betriebsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 9. Dezember 2007 wurden auch die Züge von München in Immenstadt geteilt. Ein Zugteil fuhr weiterhin nach Oberstdorf, der andere fortan nach Lindau. In Immenstadt wurden die hinteren Wagen abgehängt, und die Lokomotive fährt mit den ersten drei Wagen weiter nach Lindau. Die hinteren Wagen wurden von einer zweiten Lokomotive nach Oberstdorf gezogen, diese musste dabei wegen der anderen Ausfahrtrichtung aus Immenstadt „hinten“ angehängt werden. Damit erübrigte sich das zuvor notwendige Umsetzen der Lokomotive.

Um für die zusätzliche alex-Leistung Nürnberg–Prag ein Exemplar der Baureihe 223 nach Schwandorf freizusetzen, wurde der Abschnitt Oberstdorf–Immenstadt(–München) seit 1. Dezember 2009 mit einem Eurorunner (223 008 / ER 20 - 008) von MRCE bespannt. Seit Mai 2010 wurde diese ersetzt durch die 2143.18 der Stauden-Verkehrs-Gesellschaft.

Durch einen Schaden an der Lokomotive der Staudenbahn und fehlenden Ersatz war es 2014 zeitweise nicht mehr möglich, in Immenstadt die Flügelzüge zu bilden, so dass zeitweise NE-81-Triebwagen als Ersatz eingesetzt wurden.[12] Auch gab es Probleme durch fehlendes Personal, da Mitarbeiter wegen des bevorstehenden Betreiberwechsels zu anderen Arbeitgebern wechselten.

Im August 2014 wurde bekanntgegeben, dass DB Regio Allgäu-Schwaben die neue Ausschreibung für die Strecken des heutigen Alex Süd gewonnen hat und ab Ende 2020 den Betrieb von München nach Lindau und Oberstdorf von diesem übernimmt, der entsprechend in dieser Region den Betrieb einstellte.[13]

Seit Dezember 2016 hielt morgens ein alex-Zugpaar in Fürstenfeldbruck, wo sonst nur Züge der S-Bahn München verkehren.

Ehemals befahrene Bahnstrecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Alex (Zug) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander Bückle: Der Allgäu-Express (Alex). In: privat-bahn.de. Abgerufen am 14. Januar 2018.
  2. Christian Lennartz: Wagenbestand. (PDF; 101 KiB) 19. Januar 2012, archiviert vom Original am 11. März 2016; abgerufen am 14. Januar 2018 (private Aufstellung).
  3. Alex/Die Länderbahn: Erster von 29 neuen Wagen im Einsatz. In: eurailpress.de. DVV Media Group, 4. Juli 2017, abgerufen am 14. Januar 2018.
  4. Wagen des alex. In: deutsche-reisezugwagen.de. 21. Mai 2016, abgerufen am 14. Januar 2018.
  5. laenderbahn.com - alex und Fahrzeugflotte abgerufen am 14. Dezember 2020
  6. Online-Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn
  7. Bayerns Verkehrsminister Zeil begrüßt Ausbau der Bahnverbindung München - Prag. Zeil: "Paradebeispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit". Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, 28. Mai 2009, archiviert vom Original am 19. Januar 2015; abgerufen am 14. Januar 2018 (Pressemitteilung).
  8. Fahrzeugflotte. Regentalbahn GmbH, abgerufen am 14. Januar 2018.
  9. Artikel. In: Drehscheibe. 30. Jahrgang, Heft 241, August 2012, S. 81.
  10. Cornelia Lorenz: Die Länderbahn rüstet den „Alex“ auf. In: Mittelbayerische Zeitung. 3. November 2016, abgerufen am 14. Januar 2018.
  11. Regionalverkehre im Dieselnetz Allgäu sollen an DB Regio gehen – Verbesserungen im Detail. In: beg.bahnland-bayern.de. 23. Juli 2014, abgerufen am 14. Januar 2018 (Pressemitteilung).
  12. Martin Ruf: Turbulenzen. In: eisenbahn-magazin. Nr. 8, 2015, ISSN 0342-1902, S. 32 f.
  13. Endgültiger Zuschlag: DB Regio Allgäu-Schwaben gewinnt Ausschreibung Dieselnetz Allgäu. In: deutschebahn.com. 4. August 2014, archiviert vom Original am 12. August 2014; abgerufen am 14. Januar 2018 (Presseinformation).