Arsuk

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Arsuk (Das kleine/wörtl. "-chen")

Arssuk (Alte Rechtschreibung)
Arsuk vor dem Berg Kuunnaat
Arsuk vor dem Berg Kuunnaat
Kommune Kommuneqarfik Sermersooq
Geographische Lage 61° 10′ 29″ N, 48° 26′ 57″ WKoordinaten: 61° 10′ 29″ N, 48° 26′ 57″ W
Arsuk (Grönland)
Arsuk
Einwohner 83 (1. Januar 2017)
Zeitzone UTC-3

Arsuk [ˈɑʁsuk] (nach alter Rechtschreibung Arssuk) ist grönländische Siedlung in der Kommuneqarfik Sermersooq im Distrikt Paamiut.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arsuk liegt am Südufer eines größeren fjordreichen Ausläufers des grönländischen Festlandes. Nördlich liegt der Berg Kuunnaat, westlich die Bucht Paatusoq, östlich die Bucht Eqaluit und südlich der Fjord Torsukattak. Am anderen Ufer des Fjords liegt die große Insel Arsuutaa. Eine nur 70 Meter breite Meerenge trennt den Arsukfjord ab, an dessen Ufer Ivittuut und Kangilinnguit liegen. Die einzige andere Stadt im Distrikt, Paamiut liegt etwa 110 Kilometer nordwestlich.[1]

In der Nähe von Arsuk lassen sich noch Überreste der Grænlendingar in Form von Siedlungen und anderen Bauten finden, die hier im späten Mittelalter herkamen und später unter ungeklärten Umständen wieder ausstarben.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arsuk wurde am 1. September 1805 gegründet, wobei der Gründer unbekannt ist. Ursprünglich war der Ortsname Putugoq (deutsch Großer Zeh), wurde aber 1910 in Arsuk umgetauft. -arsuk ist ein Derivationsmorphem des Grönländischen, das auch in Orten wie Niaqornaarsuk oder Ikerasaarsuk auftaucht und eine Diminutivierung bedeutet, sodass der Ortsname wörtlich -chen bedeutet, aber auch als der Kleine oder der Liebenswerte übersetzt werden kann.[3]

Arsuk erlebte in den 1970er und 1980er Jahren einen Fischboom, der die Bewohner sehr vermögend werden ließ, sodass die Einwohnerzahl in dieser Zeit auf 370 Menschen stieg. Nachdem die Dorsche und Lachse weniger wurden, wanderte auch die Bevölkerung ab. Seit Beginn der 1990er Jahre schrumpft die Bevölkerungszahl, sodass am 1. Januar 2017 nur noch 83 Menschen in Arsuk lebten.[4]

Wirtschaft und Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arsuk lebt vom Fischfang. Es gibt hierfür eine Fischfabrik. Zudem ist Arsuk die nördlichste Schafzüchtersiedlung Grönlands. Weitere Einnahmequellen sind der Tourismus und das Kunsthandwerk.

1994 wurde ein Krankenhaus eröffnet. Zudem gibt es ein Altenheim, seit 1990 einen Kindergarten und seit 1987 ein Servicegebäude sowie eine Filiale von Pilersuisoq. Es gibt eine Schule, die die Bibliothek beherbergt und Schüler bis zur 10. Klasse unterrichtet. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1930.

Der Transport wird zu Fuß oder mit Schneemobilen erledigt. Zudem existiert der Heliport Arsuk (BGAR/JRK). TELE Greenland versorgt den Ort mit Telekommunikationsmitteln.[5]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arsuk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte und Umgebung bei mapcarta.com
  2. Sabine Barth: DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Grönland. 4. Auflage. MairDumont, 2016, ISBN 978-3-616-42061-5, S. 115.
  3. Arsuk bei sermersooq.gl
  4. Bevölkerungsstatistik von Arsuk bei bank.stat.gl
  5. arsukfjorden.gl