Artés (Provinz Barcelona)

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Gemeinde Artés
Artés – Ortsansicht
Artés – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Artés
Artés (Provinz Barcelona) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KatalonienKatalonien Katalonien
Provinz: Barcelona
Comarca: Bages
Koordinaten 41° 48′ N, 1° 57′ OKoordinaten: 41° 48′ N, 1° 57′ O
Höhe: 316 msnm
Fläche: 17,88 km²
Einwohner: 5.648 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 315,88 Einw./km²
Postleitzahl: 08271
Gemeindenummer (INE): 08010 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.artes.cat

Artés ist ein Ort und eine Gemeinde (municipi) mit 5648 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Comarca Bages in der Provinz Barcelona in der Autonomen Region Katalonien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Artés liegt auf einem Hügel in einer Höhe von etwa 320 Metern ü. d. M. etwa 70 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich von Barcelona und rund 15 Kilometer nordöstlich von Manresa.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1990 2000 2010
Einwohner 3.154 3.232 4.096 4.098 4.368 5.583

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat die Gemeinde ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum zu verzeichnen, das auch durch die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft nicht unterbrochen wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinfelder bei Artés

Früher lebten die Einwohner hauptsächlich als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Anbau von Wein und die Haltung von Vieh gehörte. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde zu einem bedeutenden Weinbaugebiet, doch nach der Reblauskrise wird heute wieder vorrangig Ackerbau betrieben. Der Weinbau spielt jedoch erneut eine wichtige Rolle. Artés verfügt heute über eine Winzerkooperative mit einer über 100-jährigen Geschichte und zwei Privatkellereien und gehört zu den insgesamt 26 Gemeinden, die den produzierten Wein – und im Falle von Artés auch Cava – unter der Denomination Pla de Bages vermarkten dürfen. Bereits im 19. Jahrhundert gab es mehrere Textilmanufakturen in Artés; mittlerweile liegt der Schwerpunkt der örtlichen Industrie aber bei der Metallverarbeitung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Urkunde aus dem Jahr 938 belegt die Existenz dreier jungsteinzeitlicher Megalithgräber (Dolmen); auch Funde aus iberischer, römischer und westgotischer Zeit wurden gemacht. Der Ort Artés wird erstmals in einer Urkunde des Jahres 889 erwähnt, als die Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der nach der Ankunft des Islam nahezu entvölkerten Gegend unter Borrell von Osona und Wilfried I. von Barcelona bereits abgeschlossen war.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz seiner langen Geschichte hat der imposant gelegene Ort kaum Sehenswürdigkeiten. Von der an der höchsten Stelle des Ortes errichteten Burg (castell) ist nichts mehr zu sehen.

Artés
  • Von der ehemaligen Pfarrkirche Santa Maria steht nur noch der untere Teil des Glockenturms (campanar); der obere Teil wurde im 19. Jahrhundert ergänzt.
  • Der Vorplatz der Kirche wurde teilweise angeschüttet und ist durch eine von Blendbögen gesäumte Böschungsmauer gesichert.
  • Aufgrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums wurde im 19. Jahrhundert in der Unterstadt die neoromanische Església de Santa Maria gebaut, deren Fassade ein Triumphbogenmotiv ziert.
  • In der Umgebung des Ortes stehen mehrere denkmalgeschützte Landgüter (masies), die sich allesamt in Privatbesitz befinden und nur in einigen Fällen als Weingüter fungieren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vicenç Buron: Esglésies Romàniques Catalanes. Artestudi Edicions, Barcelona 1977, S. 83, ISBN 84-85180-06-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Artés – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).