Arthur Jafa

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Arthur Jafa in Prag, Januar 2019

Arthur Jafa Fielder (* 30. November 1960 in Tupelo, Mississippi) ist ein US-amerikanischer bildender Künstler, Kameramann und Videokünstler.[1] Sein Werk wird in namhaften internationalen Kultureinrichtungen ausgestellt.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in jungen Jahren sammelte er Bilder verschiedener Kontexte, Zeitperioden und historischer Zusammenhänge und stellte sie in Alben zusammen. Noch heute bedient er sich dieser Technik mit moderneren technischen Werkzeugen. Besonders prägten ihn Science-Fiction-Filme sowie die Musik Miles Davis', deren Intonation er als „üppig und streng“ beschreibt und die seiner Vorstellung von Ästhetik sehr nahe komme.[2]

Jafa wurde in ein Elternhaus zweier Pädagogen hineingeboren. Er wuchs in Clarksdale auf zu einer Zeit, in der die Rassentrennung noch sehr ausgeprägt war. 1978 bis 1982 studierte er Architektur und Film an der Howard University,[3] bevor er nach Atlanta zog. Jafa ist mit der Filmemacherin Julie Dash verheiratet, mit der er 1991 den Film Daughters of the Dust realisiert hat und für den er auf dem Sundance Film Festival den Best Cinematography-Award erhielt.[4][5]

Zahlreiche seiner Werke befinden sich im Besitz bekannter Museen wie beispielsweise sein Videoessay Love is the Message, the Message is Death von 2017, das gleich von vier Häusern vorgehalten wird: dem Metropolitan Museum of Art, dem Museum of Contemporary Art (MOCA), dem Museum of Modern Art in San Francisco und dem High Museum of Art. Das siebeneinhalbminütige Video zeigt zu Kanye Wests Song Ultralight Beam collagierte Filmsequenzen der Lebenswirklichkeit von Afroamerikanern: Proteste und Polizeigewalt, Feiern, Popevents, Trance und Tanz sowie Freiheitsplädoyers.[6] 2018 veröffentlichte er The White Album, in dem er in ca. 40 Minuten mithilfe medialer Fundstücke das Weißsein in den USA untersucht.

In Europa waren Ausstellungen seiner Werke 2017 in der Serpentine Gallery in London, 2018 in der Julia-Stoschek-Collection in Berlin, dem Rudolfinum in Prag und 2019 im Moderna Museet in Stockholm zu sehen.

Jafa wurde 2021 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Arthur Jafa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nate Freeman: The Messenger: How a Video by Arthur Jafa Became a Worldwide Sensation—and Described America to Itself. In: Art news, 27. März 2018
  2. Biography Arthur Jafa. Bericht zu einer Ausstellung im Moderna Museet
  3. Dreams are Colder than Death: Screening & Talk with Arthur Jafa. Barnard Center for Research on Women, New York, 2016
  4. Linda Janet Holmes: A Joyous Revolt: Toni Cade Bambara, Writer and Activist. ABC-CLIO 2014, ISBN 978-03130-5077-0, Seite 162
  5. Arthur Jafa Awards. IMDb
  6. Helen Molesworth: Arthur Jafa: Love Is The Message, The Message Is Death. MOCA, moca.org auf Internet Archive, 6. März 2019