Arthur Schütz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum deutschen Mediziner und Numismatiker ähnlichen Namens siehe Artur Schütz (1915–2001).

Arthur Waldemar Schütz (Pseudonym: Tristan Busch; * 13. Januarjul./ 25. Januar 1880greg. in Sankt Petersburg; † 9. Februar 1960 in Wien) war ein österreichischer Ingenieur und Schriftsteller, der vor allem als Autor von Grubenhunden bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schütz wurde als Sohn des österreichischen Generalkonsuls in Sankt Petersburg geboren und wurde Fachmann für Riemen- und Antriebstechnik und entwickelte die Pulvis-Kupplungen. 1904 gründete er für diese Tätigkeit ein Büro in Wien und gab später auch das Fachblatt Riementechnische Mitteilungen heraus.

Die Berichterstattung der Neuen Freien Presse über ein Erdbeben veranlasste ihn, einen Brief mit technischen Erklärungen zu schreiben, der prompt als Leserbrief am 18. November 1911 erschien. Dies gilt als die Geburtsstunde des Grubenhundes, der im Labor des Dr. Ing. Erich R. v. Winkler schlief und vor dem nahenden Erdbeben „auffallende Zeichen größter Unruhe gab“.

In der Folge verfasste er noch zahlreiche weitere Grubenhunde, wodurch er auch bekannt wurde. 1931 kam bei Jahoda & Siegel, dem Verlag der Werke von Karl Kraus, sein Buch Der Grubenhund heraus, das seine diesbezügliche Tätigkeit zusammenfasste.

Im Ersten Weltkrieg diente er zuletzt mit dem Dienstgrad eines Rittmeisters als Leiter der Abwehrzensur gegen Russland. Anschließend vergrößerte er sein Büro, wobei er sich durch moderne Werbemethoden einen internationalen Ruf erwarb. 1938 musste er aus Österreich emigrieren. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs lebte er in England und wurde als „Feindlicher Ausländer“ interniert. Seine Erfahrungen mit den Geheimdiensten in den beiden Kriegen verwertete er im Buch Entlarvter Geheimdienst (1946), das später unter dem Namen Major Kwaplitschka erschien. Er kehrte 1949 nach Wien zurück und führte die Tätigkeit in seinem Büro fort, die Firma existiert noch heute. Grubenhunde verfasste er aber keine mehr.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Grubenhund. Eine Kultursatire. Jahoda & Siegel, Wien 1931
  • Tristan Busch: Entlarvter Geheimdienst. Secretinismus. Vorwort von Wickham Steed. Pegasus-Verlag, Zürich 1946
  • Tristan Busch: Darüber spricht man nicht. Kauf, Wien 1951

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]