Artillerieoffensive

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Die Artillerieoffensive war ein taktisches Konzept für den Einsatz von Artillerie in der Roten Armee bzw. Sowjetarmee.

Das Konzept bestand darin, nicht nur eine Artillerievorbereitung bei einem Angriff durchzuführen, sondern den angreifenden Truppen permanent Artillerieunterstützung zu bieten. Es wurde drei Phasen unterschieden:

  • Artillerievorbereitung
  • Artillerieunterstützung des Angriffs
  • Artillerieunterstützung in der Tiefe der feindlichen Verteidigung

Eingeführt wurde das Konzept am 10. Januar 1942 durch einen Befehl Josef Stalins. Erstmals wurde sie in vollem Umfang in der Operation Uranus, der Gegenoffensive bei Stalingrad, angewandt. Der Beginn am 19. November wird deshalb heute noch als Tag der Raketentruppen und der Artillerie gefeiert.[1]

Sowjetische Autoren priesen sie als Revolution der Kriegskunst, die die Überlegenheit der sowjetischen Lehre erwies. In einer Studie deutscher Generäle über ihre Erfahrungen im Krieg gegen die Sowjetunion, wurde behauptet, das es der sowjetischen Artillerie nur in seltenen Fällen gelang, der Infanterie zu folgen, dies habe häufig das Momentum aus sowjetischen Angriffen genommen.[2]

Analog dazu gab es bei den Luftstreitkräften die Luftoffensive.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Raymond L. Garthoff: Die Sowjetarmee. Wesen und Lehre. Köln 1955, S. 348 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Soviet Military Review. 1/1982, Moskau 1982, S. 40 ff. Volle Ansicht in der Google-Buchsuche
  2. United States Army. European Command. Historical Division: Russian combat methods in World War II: Historical study. Dept. of the Army, 1950, S. 20.
  3. Olaf Groehler: Geschichte des Luftkrieges. Berlin 1981, S. 348.