Arto Salomaa

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Arto Salomaa (* 6. Juni 1934 in Turku) ist ein finnischer Informatiker und Mathematiker.

Arto Salomaa

Leben und Werk[Bearbeiten]

Salomaa studierte an der Universität Turku (an der sein Vater Philosophieprofessor war) mit dem Abschluss (M. A.) 1954, war 1956 bis 1957 an der University of California, Berkeley bei John Myhill, erhielt 1959 das Lizenziat 1959 an der Universität Helsinki und wurde 1960 bei Kustaa Inkeri an der Universität Turku in Mathematik promoviert (On the Composition of Functions of Several Variables Ranging Over a Finite Set).[1], wo er ab 1957 Assistent war. Ab 1965 war er Professor für Mathematik an der Universität Oulu und ab 1966 in Turku. 1998 emeritierte er.

Er ist für seine Beiträge zur Automatentheorie und Theorie formaler Sprachen bekannt. Er ist in Europa einer der Pioniere auf diesen Gebieten und Autor und Mitherausgeber zahlreicher Bücher.

Er war zwei Jahre Gastprofessor an der University of Western Ontario in Kanada 1966 bis 1968 (sowie 1981/82) und 1973 bis 1975 zwei Jahre an der Universität Aarhus.

2004 erhielt er den EATCS-Award. 1979 bis 1985 war er Präsident der European Association for Theoretical Computer Science (EATCS). Er ist vielfacher Ehrendoktor (außerhalb Finnlands Bukarest, Szeged, TU Magdeburg, Graz, Riga, Iasi) und Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften. Jeweils vier Jahre ab 1975, 1989 und 1995 hatte er eine Forschungsprofessur der Finnischen Akademie der Wissenschaften. 2001 wurde er einer der zwölf Fellows der Finnischen Akademie.

Er ist seit 1959 verheiratet und hat zwei Kinder.

Schriften[Bearbeiten]

  • Theory of Automata, Pergamon Press 1969
  • Formal Languages, Academic Press 1987
    • Deutsche Übersetzung: Formale Sprachen, Springer Verlag 1979
  • mit M. Soittola: Automata-theoretic aspects of formal power series, Springer Verlag 1978
  • mit Grzegorz Rozenberg: The Mathematical Theory of L-Systems, Academic Press 1980
  • Jewels of formal language theory, Computer Science Press 1981
  • Computation and Automata, Cambridge University Press 1985 (Encyclopedia of Mathematics and its Applications)
  • Public Key Cryptography, Springer Verlag 1990, 2. Auflage 1996
  • Herausgeber mit Rozenberg: Lindenmayer Systems, Springer Verlag 1992
  • Herausgeber mit Rozenberg: Handbook of Formal Languages, 3 Bände, Springer Verlag 1997
  • mit G. Paun, Rozenberg: DNA Computing. New Computing Paradigms. Springer Verlag 1997

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mathematics Genealogy Project