Artur Auernhammer

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Artur Auernhammer (2020)

Artur Auernhammer MdB, (* 9. März 1963 in Oberhochstatt, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) ist ein deutscher Politiker (CSU). Auernhammer war von 2004 bis 2005 bereits Mitglied des Deutschen Bundestags und ist 2013 erneut in den Bundestag eingezogen. Er ist seit 2015 Vorsitzender des Bundesverbandes Bioenergie.[1]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Hauptschule und der Berufsaufbauschule für Landwirtschaft in Ansbach absolvierte Auernhammer eine landwirtschaftliche Lehre in Regensburg und Traunstein. Anschließend besuchte er die Landwirtschaftliche Fachschule in Weißenburg in Bayern und die Höhere Landbauschule in Triesdorf. Auernhammer studierte "Landwirtschaft und Interessensvertretung" an der Deutschen Landjugendakademie in Bonn-Röttgen und übernahm anschließend 1995 den elterlichen Bauernhof. Von 1993 bis 1995 war er Landesvorsitzender des Agrarsozialen Arbeitskreises. Von 1988 bis 2017 war er Mitglied des Kreisvorstand des Bayerischen Bauernverbands und von 2002 bis 2016 sogar Ortsobmann des BBV. Von 2007 bis 2017 war er stellvertretender Kreisobmann des BBV. Bis zum Eintritt in den 18. Deutschen Bundestag war er ehrenamtlicher Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Von 2012 bis 2016 war er ehrenamtlicher Richter am Oberlandesgericht Nürnberg im Landwirtschaftssenat. Auernhammer ist heute als staatlich geprüfter Landwirt und Landwirtschaftsmeister auf dem elterlichen Betrieb für Milchviehhaltung tätig, den er schon 1995 übernommen hat.

Auernhammer ist evangelisch-lutherischer Konfession.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auernhammer wurde 1993 Mitglied der Jungen Union und 1994 auch der CSU. Von 1998 bis 2013 war er Bezirksvorsitzender der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft in Mittelfranken. Von 2011 bis 2017 war er stellvertretender Landesvorsitzender sowie auch Gründungsmitglied des Arbeitskreises Energiewende (AKE) der CSU. Artur Auernhammer ist stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AG ELF) der CSU.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auernhammer gehört seit 1996 dem Kreistag des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und seit 2002 auch dem Stadtrat von Weißenburg an.

Am 29. Juli 2004 trat er für den ausgeschiedenen Abgeordneten Albert Deß in den Deutschen Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2005 wurde er jedoch nicht erneut in den Bundestag gewählt.

Bei den Wahlen zum 18. Deutschen Bundestag am 22. September 2013 gelang Auernhammer mit Listenplatz 34 der erneute Einzug in den Bundestag. Am 24. September 2017 errang er bei der Bundestagswahl das Direktmandat für den Wahlkreis 241 Ansbach mit 44,3 % der Erststimmen.

Am 6. November 2015 stimmte Auernhammer für das Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB).[2]  Am 26. Februar 2020 wurde das Gesetz vom Bundesverfassungsgericht als u. a. mit der Menschenwürdegarantie des Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes für unvereinbar und somit für verfassungswidrig und nichtig erklärt.[3] Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik wurde damit ein die Menschenwürde verletzendes Gesetz im Kernstrafrecht als solches erkannt und aufgehoben.

Artur Auernhammer ist in der 19. Legislaturperiode ordentliches Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft und ordentliches Mitglied im Sportausschuss. Zudem ist er agrarpolitischer Sprecher der CSU im Bundestag und Schriftführer.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Artur Auernhammer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetauftritt des Bundesverbandes Bioenergie. Abgerufen am 21. Oktober 2020.
  2. Deutscher Bundestag - Namentliche Abstimmungen. Abgerufen am 14. Februar 2021.
  3. 2 Senat Bundesverfassungsgericht: Bundesverfassungsgericht - Entscheidungen - Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung verfassungswidrig. 26. Februar 2020, abgerufen am 14. Februar 2021.