Artur Ekert

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Artur K. Ekert (* 19. September 1961 in Breslau) ist ein polnisch-britischer Physiker, der sich mit Quanteninformatik beschäftigt.

Artur Ekert

Ekert studierte an der Jagiellonischen Universität Krakau Physik und Mathematik, wo er 1985 sein Diplom machte. Ab 1987 studierte er weiter am Imperial College London und am Wolfson College der Universität Oxford, wo er 1991 promovierte. Danach war er Research Fellow am Merton College in Oxford, ab 1993 Leiter der Quanteninformatik-Gruppe am Clarendon-Laboratorium und ab 1998 Professor für Physik in Oxford (sowie Fellow am Keble College). Ab 2002 war er Leigh Trapnell Professor of Quantum Physics an der Cambridge University, Direktor des dortigen Zentrums für Quanteninformatik und Fellow des King’s College. Gleichzeitig war er ab 2002 Professor in Singapur. Er war unter anderem Gastwissenschaftler an der Universität Innsbruck (1993, 1998) bei Anton Zeilinger.

Ekert hat britische und polnische Staatsbürgerschaft.

Ekert zeigte in seiner Dissertation eine neue (prinzipiell absolut sichere) Möglichkeit der Quantenkryptographie (Schlüsselverteilungs-Protokoll) mit Quantenverschränkung.[1] Experimente dazu, die die prinzipielle Realisierbarkeit zeigten, führte er in Zusammenarbeit mit John Rarity und Paul Tapster vom DRA (Defense Research Agency) in Malvern durch.[2] Realisierungen des Ekert-Protokolls über Entfernungen von 360 m führte Anton Zeilinger mit Mitarbeitern 1999 aus. Von Ekert stammen außerdem fundamentale Arbeiten über Quanten-Computer.

1995 erhielt er die Maxwell-Medaille des Institute of Physics, dessen Fellow er seit 2004 ist. 2007 erhielt er die Hughes-Medaille der Royal Society. 1993 bis 2000 war er Howe Fellow der Royal Society. 2004 erhielt er mit anderen den Descartes-Preis der EU. 2016 wurde er zum Mitglied der Royal Society und der Academia Europaea gewählt und erhielt den International Quantum Communication Award zugesprochen.

Seit 2019 zählt ihn der Medienkonzern Clarivate zu den Favoriten auf einen Nobelpreis (Clarivate Citation Laureates).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Physical Review Letters, Bd. 67, 1991, S. 661
  2. Physical Review Letters Bd. 69, 1992, S. 1293