Arusha (Region)

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Arusha
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Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Tansania
Hauptstadt Arusha
Fläche 37.576 km²
Einwohner 1.999.907 (2018)
Dichte 53 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 TZ-01

Koordinaten: 3° 0′ S, 36° 0′ O

Arusha ist eine der 31 Verwaltungsregionen Tansanias. Die Hauptstadt und die größte Stadt ist Arusha. Die Region grenzt im Norden an die Republik Kenia, im Osten an die Region Kilimandscharo, im Süden an die Regionen Manyara und Singida und im Westen an die Regionen Simiyu und Mara.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region ist 37.576 Quadratkilometer groß und hat 1.999.907 Einwohner (Stand 2018), was einer Bevölkerungsdichte von 53 Personen je Quadratkilometer entspricht.[2]

Im Nordwesten liegt die Serengeti Ebene, im Süden die Massai-Steppe, die von einzelnen Gneishügeln unterbrochen wird. Durch den zentralen Teil zieht sich der Ostafrikanischer Graben, wo Lavaebenen und Vulkane entstanden, wie auch der höchste Berg der Region, der Mount Meru mit einer Höhe von 4566 Meter und der aktive Vulkan Ol Doinyo Lengai.

Mount Meru

Dadurch ergeben sich unterschiedliche Vegetationsformen, von bewaldeten Savannen über Bergwälder zu alpinen Gebieten. Der jährliche Niederschlag geht von 500 Millimeter in den semiariden Ebenen bis zu 1800 Millimeter auf dem Mount Meru.[3] Das Klima ist mild und gemäßigt, nach der effektiven Klimaklassifikation entspricht das Cw, einem subtropisches Gebirgsklima. Die Niederschläge sind sehr ungleich über das Jahr verteilt, im Jahresdurchschnitt fallen 1103 Millimeter in der Stadt Arusha.[4]

Klimatabelle Arusha
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 27,2 28 28,9 24,7 22,9 22 21,2 22,5 24,4 26,4 26,3 26,4 Ø 25,1
Min. Temperatur (°C) 13,3 13,6 15 15,7 14,7 12,8 11,9 12,2 12,5 13,5 14,5 14 Ø 13,6
Temperatur (°C) 20,2 20,8 20,9 20,2 18,8 17,4 16,5 17,3 18,4 19,9 20,4 20,2 Ø 19,2
Niederschlag (mm) 67 73 153 331 154 27 12 13 14 34 121 104 Σ 1.103
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21,2
11,9
22,5
12,2
24,4
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13,5
26,3
14,5
26,4
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: climate-data.org
Luftaufnahme der Olduvai-Schlucht

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Olduvai-Schlucht nahe dem Ngorongoro Kraters wurden frühmenschliche Schädelknochen gefunden. Nach dem Beginn der christlichen Zeitrechnung wanderten von Norden nilotische Stämme in das Gebiet ein.[5]

Im Jahr 1900, als das Gebiet Teil von Deutsch-Ostafrika war, wurde die Stadt Arusha gegründet. Der Name geht auf den lokalen Stamm Wa-Arusha zurück.[6]

Distrikte der Region Arusha

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Arusha wird in sieben Distrikte untergliedert:[7][8]

Distrikt Einwohner

2002

Einwohner

2012

Fläche

km2

Monduli 102.966 158.929 6.993
Meru 231.399 268.144 1.266
Arusha City 313.004 415.442 267
Karatu 177.951 230.166 3.207
Ngorongoro 129.362 174.278 15.499
Arusha 251.856 323.198 1.239
Longido 81.550 123.153 7.885

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 waren 42 Prozent der Bevölkerung der Region unter 15 Jahre alt und nur drei Prozent waren älter als 65, im Jahr 1988 waren noch 47 Prozent jünger als 15. Das Geschlechterverhältnis war 94 Männer pro 100 Frauen (Stand 2012).[9]

Die meisten Bewohner sprechen Swahili, die Amtssprache Tansanias, und ihre eigene Stammessprache. Viele sprechen zusätzlich Englisch als Bildungs- und Verkehrssprache.

Die Massai sind ein einflussreicher Stamm der Region. Sie leben am Rande des Mount Meru, in Rwa, Mbulu, Iraqw, Temi, Mbugwe und weiteren kleineren Ortschaften.

Einrichtungen und Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bildung: Im Jahr 1996 gab es in der Region Arusha 608 Grundschulen und 50 weiterführende Schulen. Der Anteil der Bevölkerung, die lesen und schreiben konnte, stieg von 26 Prozent im Jahr 1967 auf 58 Prozent im Jahr 1988.[10]
  • Gesundheit: In der Region gab es 72 Apotheken, drei öffentliche und 69 private und 32 Krankenhäuser (Stand 2012).[11]
Kaffee-Plantage nahe Arusha

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße von Kilimandscharo nach Arusha
Von den über Zehn-Jährigen waren 57 Prozent beschäftigt, dreizehn Prozent im Haushalt tätig, 24 Prozent in Ausbildung und nur drei Prozent arbeitslos. Von den Beschäftigten arbeiteten 53 Prozent in der Landwirtschaft (Stand 2012).[12]
  • Straßen: Nach Arusha führen drei befestigte Hauptverkehrsstraßen. Eine von Dodoma, eine von Daressalam und eine vom nördlichen Nachbarland Kenia. Eine vierte, teilweise unbefestigte Straße, führt nach Nordwesten zum Viktoriasee.[16]
  • Eisenbahn: Die im Jahr 2007 eingestellte Tanga Bahnlinie wurde 2019 wieder eröffnet. Sie verbindet Arusha über Moshi mit dem Hafen Tanga in der Region Tanga.[17]
Im Ngorongoro Krater

Naturschutzgebiete, Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tanzania Regional profiles, 02 Arusha Regional Profile. (pdf) The United Republic of Tanzania, 2016, S. i, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  2. Tanzania in Figures 2018. (pdf) The United Republic of Tanzania, Juni 2019, S. 17, abgerufen am 24. Oktober 2019.
  3. a b c Britannica, Arusha. Abgerufen am 20. Oktober 2019.
  4. ClimateData, Arusha. Abgerufen am 20. Oktober 2019.
  5. Länder-Lexikon, Tansania Geschichte. Abgerufen am 20. Oktober 2019.
  6. History of Arusha City. United republic of Tanzania, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  7. Tanzania Regional Profiles, 02 Arusha Regional Profile. (pdf) The United Republic of Tanzania, 2016, S. 16, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  8. CityPopulation, Tanzania, Northern Tanzania, District. Abgerufen am 31. Oktober 2019.
  9. Tanzania Regional Profiles, 02 Arusha Regional Profile. (pdf) The United Republic of Tanzania, 2016, S. 19, 24, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  10. Arusha Region, Socio-Economic Profile. (pdf) Republic of Tanzania, April 1998, S. 110, 134, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  11. Arusha Region, Socio-Economic Profile. (pdf) Republic of Tanzania, April 1998, S. 139, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  12. Tanzania Regional Profiles, 02 Arusha Regional Profile. (pdf) The United Republic of Tanzania, 2016, S. 85, 95, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  13. Arusha, Agriculture. United Republic of Tanzania, 27. Februar 2014, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  14. René A. Pelletier: Mineral Resources of South-Central Africa. Oxford University Press, Cape Town, London, New York, Toronto 1964, S. 258
  15. Venancia Ndoo: Soda ash mining at Lake Natron is not economically viable. Meldung vom 29. August 2012 auf www.birdlife.org (englisch)
  16. Trunk and Regional Roads Network. Tanzania, Ministry of Works, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  17. Daily News, Tanga-Moshi Railway Relaunched. 31. Oktober 2019, abgerufen am 31. Oktober 2019.
  18. Ngorongoro Conservation Area. Abgerufen am 20. Oktober 2019.
  19. Lake Manyara Nationalpark. Abgerufen am 20. Oktober 2019.
  20. Arusha National Park. Abgerufen am 20. Oktober 2019.