Arville (Loir-et-Cher)

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Arville
Wappen von Arville
Arville (Frankreich)
Arville
Gemeinde Couëtron-au-Perche
Region Centre-Val de Loire
Département Loir-et-Cher
Arrondissement Vendôme
Koordinaten 48° 4′ N, 0° 57′ OKoordinaten: 48° 4′ N, 0° 57′ O
Postleitzahl 41170
ehemaliger INSEE-Code 41005
Eingemeindung 1. Januar 2018
Status Commune déléguée

Kommende des Templerordens in Arville

Arville ist eine ehemalige französische Gemeinde im Département Loir-et-Cher in der Region Centre-Val de Loire. Sie gehörte zum Arrondissement Vendôme, zum Kanton Mondoubleau und war Mitglied des Gemeindeverbandes Collines du Perche. Arville ist eine Commune déléguée in der Gemeinde Couëtron-au-Perche.

Zum 1. Januar 2018 wurden Arville, Oigny, Saint-Agil, Saint-Avit und Souday zur Gemeinde (Commune nouvelle) Couëtron-au-Perche zusammengeschlossen[1]. Arville ist eine Commune déléguée mit 90 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) innerhalb der neuen Gemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arville liegt im Norden des Départements Loir-et-Cher, etwa 60 Kilometer südwestlich von Chartres und 55 Kilometer östlich von Le Mans. Durch die Gemeinde fließt der Couëtron, ein Nebenfluss der Braye. Im Nordwesten des Gemeindegebietes verläuft die Trasse der Hochgeschwindigkeits-Bahnlinie TGV Atlantique.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2012
Einwohner 229 228 178 152 122 108 119 77

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommende des Templerordens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommende wurde im frühen 12. Jahrhundert von Tempelrittern in einem Waldstück gebaut, das ihnen Gottfried III., Graf von Mondoubleau schenkte. Die Kommende wurde als Hofgut bewirtschaftet und diente auch der Anwerbung und Ausbildung von neuen Tempelrittern. Die Templer bewirtschafteten die Kommende bis zur Auflösung des Ordens durch Philippe IV., der sie der Ketzerei beschuldigte.

Danach kam das Gut in die Hände des Johanniterordens, die die Kommende bis zur Französischen Revolution bewirtschafteten. Der Ort wurde als nationales Eigentum beschlagnahmt und an Bauern verkauft, die sich hier ansiedelten. 1979 kaufte der Gemeindeverband Collines du Perche die Kommende und ließ sie restaurieren. Heute ist der als Monument historique[2] klassifizierte Gebäudekomplex ein Museum.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arville (Loir-et-Cher) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julien Le Goff: Recueil des actes administratifs n°41-2017-07-0092. (pdf) Arrêté préfectoral n°41-2017-07-10-003 portant création de la commune nouvelle Couëtron-au-Perche à compter du 1er janvier 2018. (Nicht mehr online verfügbar.) 10. Juli 2017, S. 147-151, archiviert vom Original am 1. Dezember 2017; abgerufen am 20. Januar 2018 (französisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.loir-et-cher.gouv.fr
  2. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 30. August 2011 (französisch).
  3. Geschichte der Kommende von Arville (Memento des Originals vom 6. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.commanderie-arville.com