Asahi Beer

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Asahi Group Holdings, Ltd.
アサヒグループホールディングス株式会社

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Rechtsform Kabushiki kaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3116000005
Gründung 1889
Sitz Sumida, Tokio,
JapanJapan Japan
Leitung Naoki Izumiya
Mitarbeiterzahl 28.055 (2018)[1]
Umsatz 2.120 Mrd. Yen (2018)[1]
Branche Brauerei
Website www.asahigroup-holdings.com
Stand: 31. Dezember 2018

Asahi Beer K.K. (jap. アサヒグループホールディングス株式会社 Asahi Gurupu Horudingusu Kabushiki-gaisha, englisch Asahi Group Holdings, Ltd., früher: アサヒビール株式会社 Asahi Bīru Kabushiki-gaisha, englisch Asahi Breweries, Ltd.) ist ein japanischer Brauereikonzern mit Sitz in Sumida, Präfektur Tokio. Asahi Beer ist im Aktienindex Nikkei 225 gelistet, ISIN JP3116000005. Derzeit gibt es Brauereien in Fukuoka, Minamiashigara, Motomiya, Moriya, Nagoya, Nishinomiya, Saijō, Sapporo und Suita. Die Konzernzentrale befindet sich im Tokioter Stadtteil Azumabashi und der Deutschlandsitz in Köln. Mit einem jährlichen Ausstoß von 59 Mio. Hektoliter ist Asahi Beer die siebentgrößte Brauerei weltweit (Stand: 2017).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorläufer des Unternehmens, die Ōsaka Bier (大阪麦酒), wurde 1889 gegründet. Das Asahi-Bier wurde zum ersten Mal 1892 in der Brauerei Suita hergestellt. 1906 fusionierte die Brauerei mit Nippon Bier in Tokio und Sapporo Bier in Sapporo zum Konzern Dai-Nippon Bier (大日本麦酒, „Groß-Japan-Bier“), „Asahi Bier“ bestand als eigenständige Marke weiter.

1949 wurde der Konzern bei der Auflösung der Zaibatsu zerschlagen und in Asahi Beer – damals noch mit den Kanji 朝日麦酒, erst seit 1964 in Katakana – und Nihon Beer (die heutige Sapporo Beer) geteilt. 2010 wurde der Konzern als Asahi Group Holdings K.K. (アサヒグループホールディングス株式会社, engl. ~, Ltd.) reorganisiert, eine neue Asahi Beer K.K. ist nun eine 100%ige Tochter.[3] Im Januar 2009 erwarb Asahi Beer von Anheuser-Busch InBev eine 19,9 %-Beteiligung an der chinesischen Tsingtao-Brauerei. Asahi ist mit einer Beteiligung von insgesamt 31 % damit zweitgrößter Anteilseigner von Tsingtao.[4] Im Februar 2016 legte Asahi ein verbindliches Angebot in Höhe von umgerechnet gut 2,5 Milliarden Euro zur Übernahme der Biermarken Grolsch, Peroni und Meantime von SABMiller vor; der Verkauf ist eine Bedingung für die behördliche Erlaubnis zur Übernahme von SABMiller durch AB InBev und wurde im Oktober 2016 vollzogen.[4][5][6][7] In diesem Zusammenhang kauft die Brauerei auch fünf mitteleuropäische Biermarken, die vormals Teil von SABMiller waren (Lech und Tyskie in Polen, Pilsner Urquell in Tschechien, Dreher in Ungarn und Ursus in Rumänien), für umgerechnet 7,2 Mrd. Euro.[8][9][10] Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2017 abgeschlossen werden. 2019 wurde der Kauf des australischen Brauunternehmens Carlton & United Breweries bekannt gegeben. Carlton & United war zuvor ebenfalls ein Tochterunternehmen von AB-InBev. Der Verkauf soll Anfang 2020 vollzogen werden.[10][11]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asahi wird vom Hersteller als „Premium“-Produkt bezeichnet und aus Malz, Hopfen, Mais und Reis gebraut. Es hat 5 Vol.-Prozent Alkoholgehalt, ist vom Typ der international verbreiteten amerikanischen und internationalen Lagerbiere und hat wie diese einen im Vergleich mit europäischen Sorten eher weniger ausgeprägten Eigengeschmack.

Außerhalb Japans erfreut es sich in Südkorea, Taiwan und China großer Beliebtheit. Ansonsten wird Asahi mittlerweile in die ganze Welt exportiert, auch nach Deutschland. Seit 2000 wird es in Lizenz auch in Europa (z. B. Tschechien, England) hergestellt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Goldpreis beim World Beer Cup in der Kategorie „International-Style Lager“, für Asahi Super Dry[12]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Superdry – Britische Modemarke – in Design und Marketing mit Bezug auf Japan bzw. Asahi Super Dry

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Asahi Breweries – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Asahi Group Holdings: ASAHI GROUP INTEGRATED REPORT 2018. (PDF-Datei, 8 MB) In: www.asahigroup-holdings.com. Juni 2019, abgerufen am 29. Juni 2020 (englisch, Seite 58).
  2. Alexandr Olenic: 11 Largest Beer Companies in The World in 2017. In: www.insidermonkey.com. 15. November 2017, abgerufen am 14. Juli 2020 (englisch).
  3. Asahi Group Holdings: 歴史・沿革 – „Historie – Entwicklung“. In: www.asahigroup-holdings.com. 1. Januar 1999, abgerufen am 14. Juli 2020 (japanisch).
  4. a b ABI-Pressemitteilung, 23. Januar 2009, Brüssel: Anheuser-Busch Inbev to Sell Minority Stake in Tsingtao to Asahi (Memento vom 17. Juli 2011 im Internet Archive). PDF-Datei, 498 kB, In: www.ab-inbev.com, abgerufen 14. Juli 2020. (englisch)
  5. Asahi tables €2.5bn bid to buy Peroni and Grolsch. In: www.independent.ie. 10. Februar 2016, abgerufen am 14. Juli 2020 (englisch).
  6. Anheuser Busch Inbev SA – Completion of Peroni, Grolsch & Meantime Disposal. In: Financial Times. 16. Oktober 2016, abgerufen am 14. Juli 2020 (englisch).
  7. Anheuser-Busch InBev Announces Completion of Peroni, Grolsch and Meantime Disposal. (PDF-Datei, 164 kB) In: www.ab-inbev.com. 11. Oktober 2016, abgerufen am 13. November 2016 (englisch).
  8. Japanischer Brauer Asahi kauft Biere in Osteuropa. In: ORF. 13. Dezember 2016, abgerufen am 16. Dezember 2012.
  9. Japaner kaufen Pilsner Urquell. In: n-tv. 13. Dezember 2016, abgerufen am 16. Dezember 2012.
  10. a b Martin Kölling: Brauerei Asahi kauft Osteuropas Biermarken Pilsner Urquell und Tyskie werden japanisch. In: Handelsblatt. 13. Dezember 2016, abgerufen am 16. Dezember 2012.
  11. AB InBev to sell Australian unit to Asahi in $11bn deal. In: Financial Times. 13. Dezember 2016, abgerufen am 20. Juli 2019 (englisch).
  12. Brewers Association – World Beer Cup 2014 – Winners List. (PDF-Datei, 435 kB) In: www.worldbeercup.org. 2014, abgerufen am 14. Juli 2020 (englisch).