Ascona

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Ascona; für weitere Bedeutungen, siehe: Ascona (Begriffsklärung)
Ascona
Wappen von Ascona
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Isole
BFS-Nr.: 5091i1f3f4
Postleitzahl: 6612
UN/LOCODE: CH ASC
Koordinaten: 703431 / 11216246.1538.7775196Koordinaten: 46° 9′ 11″ N, 8° 46′ 39″ O; CH1903: 703431 / 112162
Höhe: 196 m ü. M.
Fläche: 5.0 km²
Einwohner: 5423 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 1085 Einw. pro km²
Website: www.ascona.ch
Ascona vom Lago Maggiore aus gesehen

Ascona vom Lago Maggiore aus gesehen

Karte
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Ascona, im alpinlombardischen Ortsdialekt Scona [ˈʃkona], ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin (Bezirk Locarno, Kreis Isole). Die früheren deutschen, auf dem Lombardischen beruhenden Namen Aschgunen beziehungsweise Aschgonen werden heute nicht mehr verwendet.

Geographie[Bearbeiten]

Der Kurort liegt am Nordufer des Lago Maggiore, westlich der Stadt Locarno und im südwestlichen Teil des Maggia-Deltas. Ascona ist die tiefstgelegene Ortschaft der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis ins 16. Jahrhundert bildeten Ascona und Ronco eine einzige Gemeinde. Bei der damaligen Trennung der Gemeinden behielt Ascona bis heute einen merkwürdig anmutenden circa 100 m breiten Streifen Buchenwaldes, der sich auf circa 1200 m ü. M. etwa 4 km nach Westen hinzieht. Grund für diesen territorialen Anspruch war damals die Nutzung des Buchenholzes für die Köhlerei. Noch heute sind Spuren zweier Kohlenmeiler erkennenbar, und der Flurname Carbonera erinnert ebenfalls an die ehemalige Bedeutung dieses Waldes.[2]

Ascona gehörte einst zu Mailand (siehe den Hauptartikel → Geschichte Mailands) und ab 1403 und 1512 als Ennetbergische Vogtei zur Alten Eidgenossenschaft. Nach der Ausrufung der Helvetischen Republik 1798 und der Bildung der beiden Kantone Bellinzona und Lugano, die sich 1802 zum Kanton Tessin zusammenschlossen, wurde Ascona Teil der Schweiz (siehe den Hauptartikel →Geschichte des Kantons Tessin).

Verkehr[Bearbeiten]

Der öffentliche Nahverkehr wird durch die Busse der Ferrovie autolinee regionali ticinesi sichergestellt:

  • Bus Nr. 1 fährt von Ascona nach Locarno und über Minusio nach Tenero und zurück
  • Bus Nr. 316 verbindet Locarno mit Ascona, Moscia, Porto Ronco und Brissago

Ende der 80er Jahre wurde unter dem Monte Verità ein 1,1 km langer Strassentunnel gebaut. Zuvor durchquerten die Autos die Asconeser Innenstadt, wodurch es dort besonders in der Ferienzeit zu langen Staus kam. Heute fahren die Autos durch den Tunnel an Ascona vorbei, die alte Uferstrasse dient als Fussgängerzone und dem Anliegerverkehr.

Der Sportflugplatz wurde aufgegeben, der nächstgelegene ist der Aeroporto cantonale di Locarno östlich von Locarno.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sakralbauten
Zivilbauten

Kultur[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jedes Jahr im Sommer findet in den Strassen von Ascona das JazzAscona-Festival statt. Nach dem Ort Ascona ist der Opel Ascona benannt. Der Hügel über Ascona ist der Monte Verità, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine grosse kulturelle Bedeutung besass. Auf dem Monte Verità sammelten sich Aussteiger und Weltverbesserer und verkündeten in einer einzigartigen Mischung freie Liebe, Vegetarismus, Anarchie und kommunitäres Gedankengut.

Sport[Bearbeiten]

Minigolf Ascona

Der 18-Loch-Golfplatz von Ascona ist Mitgliedsplatz eines 1928 gegründeten Golfclubs. Der von britischen Architekten gebaute Platz liegt in einer Parklandschaft nahe dem Seeufer und war mehrfach Austragungsort internationaler Turniere.

In Ascona befindet sich die weltweit älteste Minigolf-Anlage, eröffnet 1954[42].

Während der Fussball-Europameisterschaft 2008 schlug die deutsche Fussballnationalmannschaft in Ascona ihr Mannschaftsquartier auf und reiste von Ascona zu den jeweiligen Spielorten.

Ascona hat einen eigenen Fussball-Club, den Football Club Ascona.[43]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Geschichte
  • Rosanna Janke, Rodolfo Huber: Ascona. im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Martino Signorelli: Ascona. In: Storia della Val Maggia. Tipografia Stazione SA, Locarno 1972, S. 6, 38, 44, 142, 181, 191, 203–205, 332, 336, 376–377, 429.
  • Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 97 f., Stichwort Ascona  (Scan der Lexikon-Seite).
  • Curt Riess: Ascona, Geschichte des seltsamsten Dorfes der Welt. Europa, Zürich 1964.
  • Erich Mühsam: Ascona und Wiedersehen mit Ascona. Vereinigte Texte aus den Jahren 1905, 1930 und 1931. Sanssouci, Zürich 1979, ISBN 3-7254-0333-3.
  • Werner Ackermann alias Robert Landmann: Ascona – Monte Verità. Auf der Suche nach dem Paradies. Benziger, Zürich 1973; Huber, Frauenfeld 2000, ISBN 3-7193-1219-4.
Kunstgeschichte
  • Johann Rudolf Rahn: Ascona. In: I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 5–14.
  • Marianne Werefkin: Impressionen von Ascona. Galleria via Sacchetti, Ascona 1988.
  • Michela Zucconi-Poncini: Ascona. (Schweizerische Kunstführer, Band 744/745, serie 74). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2003, ISBN 3-85782-744-0.

Weblinks[Bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Siehe SwissTopo.
  3. Pfarrkirche Santi Pietro und Paolo
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 151, 193–201, 204, 210, 246, 248, 260.
  5. Pfarrkirche Santi Pietro und Paolo (Foto)
  6. Daniela Pace, Michela Zucconi-Poncini: Die Kirche S. Maria della Misericordia und das Collegio Papio in Ascona. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 907, Serie 91). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2012, ISBN 978-3-03797-052-2.
  7. Kirche Santa Maria della Misericordia und Collegio Papio
  8. Kirche Santa Maria della Misericordia (Foto)
  9. Renzo Dionigi: Kirche Santa Maria della Misericordia, Fresken. Aufgerufen am 31. Oktober 2013.
  10. Kirche San Michele (Foto)
  11. Kirche San Michele und Burgruine
  12. Kirche San Michele und Burgruine (Foto)
  13. Oratorium Santi Fabiano und Sebastiano (Foto)
  14. Oratorium Madonna della Ruga (Foto)
  15. Kirche Madonna della Fontana (Foto)
  16. Betkapelle Madonna della Fontana (Foto)
  17. Daniela Pace, Michela Zucconi-Poncini: Die Kirche S. Maria della Misericordia und das Collegio Papio in Ascona. 2012.
  18. Collegio Papio (Foto)
  19. Wohnhaus Borromeo (Foto)
  20. Wohnhaus Duno mit Wappenschild (Foto)
  21. Wohnhaus Tamaro (Foto)
  22. Casa Serodine (Foto)
  23. Casa Serodine
  24. Gemeindes Kunstmuseum
  25. Theater San Materno
  26. Theater San Materno (Foto)
  27. Villa San Materno mit romanischer Kapelle (Foto)
  28. Museum Epper
  29. Villa Koerfer (PDF; 49 kB)
  30. Zentrum Monte Verità
  31. Kulturgüter Monte Verità
  32. Albergo Monte Verità (Foto)
  33. Wohnhaus Anatta (Museum) (Foto)
  34. Einfamilienhaus Tuia (PDF; 50 kB)
  35. Wohnhaus Andrea Cristoforo (Foto)
  36. Villa Chiara-Oppenheimer (Foto)
  37. Ehemaliges Schloss Griglioni, heute Albergo Castello (Foto)
  38. Portal (Foto)
  39. Balladrum (prähistorische/ mittelalterliche Siedlung)
  40. Balladrum (Foto)
  41. Museo comunale d’arte moderna Ascona
  42. Älteste Minigolfanlage der Welt in Ascona, aufgerufen am 22. April 2013; Eco di Locarno, 11. Mai 1991
  43. Football Club Ascona