Ashaqlun

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Ashaqlun, auch Ashaqlūn geschrieben, ist ein manichäischer Dämon, der in der Apokalypse des Adam im Zusammenhang mit der Erschaffung von Adam und Eva genannt wird.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ashaqlun ist der Sohn des Königs der Finsternis. Seine Gemahlin ist Namrael oder Nebroel. Angeblich erschufen sie das erste Menschenpaar, Gehmurd (Erster Mensch=Adam) und Murdiyanag (Mutter des Lebens=Eva). Ashaqlun sagte zu den Missgebildeten:

„Bring me your sons and daughters; come, give me some of the Light we have taken; it is I who will make for you a form like what you have seen, which is the first man (not the heavenly first man).“

„Bringt mir eure Söhne und Töchter; kommt, gebt mir etwas von dem Licht das wir genommen habenn; Ich bin es, der für euch eine Form erschaffen wird, derart wie ihr sie gesehen habt, die der erste Mensch ist (nicht der himmlische erste Mensch)“[1]

Nun brachten sie ihre Kinder zu ihm und er verspeiste die Knaben und gab die Mädchen seiner Gemahlin, um sich an deren „Lebenslichtern“ zu nähren. Anschließend vereinigten sich die beiden und Nebroel wurde schwanger. Sie gebar einen Sohn, dem sie den Namen „Adam“ gab. Anschließend wurde sie erneut schwanger und gebar eine Tochter, die den Namen Eva erhielt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Van Lindt: The names of Manichaean mythological figures. A comparative study on terminology in the Coptic sources. (= Studies in Oriental religions. 26.) Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1992, ISBN 3-447-03312-6, S. XIX (Einleitung).
  • John C. Reeves: Heralds of That Good Realm: Syro-Mesopotamian Gnosis and Jewish Traditions. In: Nag Hammadi and Manichaean studies. 41. E.J. Brill, Leiden/New York 1996, ISBN 90-04-10459-3, S. 69.
  • Michel Tardieu: Manichaeism. University of Illinois Press, Urbana, Ill. 2008, ISBN 978-0-252-03278-3, S. 80 (Volltext).
  • Werner Sundermann: What has come down to us from Manicheism? In: Light Against Darkness: Dualism in Ancient Mediterranean Religion and the Contemporary World. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-525-55016-8, S. 245/46.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • T. Apiryon: Manes auf hermetic.com

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b John C. Reeves: Heralds of That Good Realm: Syro-Mesopotamian Gnosis and Jewish Traditions. S. 69.