Ashley Judd

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Ashley Judd (2012)

Ashley Judd (* 19. April 1968 als Ashley Tyler Ciminella in Granada Hills, Los Angeles) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie ist die Tochter von Naomi Judd, die zusammen mit ihrer anderen Tochter Wynonna unter dem Namen The Judds als Country-Musikerin Karriere machte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Judd 1990 die Universität von Kentucky verlassen hatte (ihren Abschluss in Französisch machte sie erst 2007), ging sie nach Hollywood. Dort hatte sie einen Kurzauftritt und eine große Nebenrolle in zwei Folgen der Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert und war einige Male in der Serie Ein Strauß Töchter zu sehen. Nachdem sie 1994 für Ruby in Paradise den Independent Spirit Award in der Kategorie „Beste Darstellerin“ gewonnen hatte, besetzte Oliver Stone sie für Natural Born Killers, schnitt Judd jedoch für die Endfassung des Films wieder heraus. Über Nebenrollen in Smoke und Heat kam sie an die Rolle der „Norma Jean“ in dem Fernsehfilm Norma Jean & Marilyn. Der Film, in dem Mira Sorvino die „Marilyn“ gab, verhalf beiden zum Durchbruch. Nun konnte Judd in Filmen wie der John-Grisham-Verfilmung Die Jury auftreten.

Ihr Erfolg brachte ihr Hauptrollen in Actionfilmen und Thrillern wie … denn zum Küssen sind sie da, Doppelmord, High Crimes – Im Netz der Lügen und Twisted – Der erste Verdacht. Der Versuch, sich mit Männerzirkus im romantischen Fach zu etablieren, sollte jedoch scheitern.

Daneben stand Judd in Literaturverfilmungen wie Simon Birch, Wo dein Herz schlägt und Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern vor der Kamera.

Frida und De-Lovely – Die Cole Porter Story waren Biopics über Frida Kahlo und Cole Porter.

Judd war elf Jahre mit dem schottischen Rennfahrer Dario Franchitti verheiratet, die Ehe wurde 2013 geschieden.[1]

Parallel zu ihrer Schauspielkarriere schloss sie ein Diplomstudium in Verwaltungslehre ab und begann 2016 einen Promotionsstudiengang in Berkeley.[2]

Im Dezember 2017 äußerte „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson in einem Interview mit dem Online-Portal „Stuff“, dass er in den 1990er Jahren Judd wie auch Mira Sorvino als Schauspielerinnen für seine „Hobbit“- und „Herr der Ringe“-Projekte in Betracht gezogen habe, sie jedoch wegen Warnungen der Weinstein-Brüder vor einer Zusammenarbeit mit ihnen nicht berücksichtigt habe. Mit Bekanntwerden der Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein wegen sexueller Ausbeutung von Frauen im Oktober 2017 (Weinstein-Skandal) halte er dessen Warnungen rückblickend für den Teil einer „Schmutzkampagne in vollem Gange“ gegen Schauspielerinnen. Judd und Sorvino bedankten sich bei Jackson für dessen Offenlegung. Weinsteins Sprecher dementierte die Vorwürfe.[3] Judd reichte 2018 Schadensersatzklage gegen Weinstein ein.[4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Judd in Kapstadt (2005)
Als Schauspielerin
Als Regisseurin

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Independent Spirit Award als beste Schauspielerin für Ruby in Paradise
  • 1996: Emmy-Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm“ für Norma Jean & Marilyn
  • Golden Globe:
    • 1996: Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm“ für Norma Jean & Marilyn
    • 2005: Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder einem Musical“ für De-Lovely

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Judd unterstützt die folgenden gemeinnützigen Organisationen:[5]

  • Children’s Medical Research Institute
  • Creative Coalition
  • Defenders of Wildlife
  • Eracism Foundation
  • Five & Alive
  • Jeans for Genes
  • International Center for Research on Women (ICRW)
  • Listen Campaign
  • Malaria No More
  • Population Services International
  • SixDegrees.org
  • YouthAIDS
  • Women for Women International
  • Equality Now
  • San Francisco Child Abuse Prevention Center

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ashley Judd – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karen Diehn: Ashley Judd: Ehe-Aus nach elf Jahren. Gala.de, 30. Januar 2013, abgerufen am 17. Dezember 2017 (englisch).
    Dave Calabro: At home with Dario Franchitti. WTHR, 7. Mai 2014, abgerufen am 17. Dezember 2017 (Interview; englisch).
  2. Stefan Schmitt: Gesellschaftskritik: Über Promipromotionen. Zeitmagazin, 37/2016, 5. September 2016, abgerufen am 17. Dezember 2017.
  3. Peter Jackson bestätigt: Wie Weinstein die Karrieren dieser Schauspielerinnen zerstörte. FAZ, 16. Dezember 2017, abgerufen am 19. Dezember 2017.
  4. Christiane Heil: Ashley Judd klagt auf Schadenersatz. In: faz.net. 1. Mai 2018, abgerufen am 3. Mai 2018.
  5. Ashley Judd: Charity Work, Events and Causes. Look To The Stars, abgerufen am 17. Dezember 2017 (englisch).