Asklepios Klinik Barmbek

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Asklepios Klinik Barmbek
Asklepios Klinik Barmbek (Hamburg)
Asklepios Klinik Barmbek
Asklepios Klinik Barmbek
Anschrift Rübenkamp 220, 22291 HH.
Geschäftsführer Martin von Hummel
Bettenzahl 703
Patientenaufkommen pro Jahr
Ambulante Patienten 35.000
Stationäre Patienten 45.000

Die Asklepios Klinik Barmbek ist das Allgemeine Krankenhaus im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord im Bezirk Nord und ist Bestandteil der Asklepios Kliniken Hamburg, des ehemaligen, inzwischen teilprivatisierten Landesbetriebs Krankenhäuser.

Das Allgemeine Krankenhaus Barmbek wurde 1913 eröffnet. Es bestand aus über 60 Einzelgebäuden in Pavillonbauweise und hatte über 2000 Betten. Ende der 1990er Jahre wurde ein Neubau geplant, weil ein moderner Krankenhausbetrieb mit mehr als 60 Einzelgebäuden nicht möglich war. Am 10. Dezember 2005 wurde die Asklepios Klinik Barmbek in dem neuen Gebäudekomplex in Betrieb genommen. Die Bettenzahl wurde von 1006 auf 676 reduziert. [1] In der Klinik arbeiten derzeit 1.300 Mitarbeiter. Das Krankenhaus ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Asklepios Klinik Barmbek hat ein breites Spektrum medizinischer Fachbereiche. Sie gehört zum inzwischen teilprivatisierten Landesbetrieb Krankenhaus Hamburg, welche zu 74,9 % im Besitz des Krankenhaus-Unternehmens Asklepios Kliniken ist und unter dem Namen Asklepios Kliniken Hamburg GmbH firmiert.

Fachabteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsbereich der neuen Klinik
Klinik von der Seite aus betrachtet

Patientenaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klinik zählt nach eigenen Angaben zu den drei Krankenhäusern mit dem höchsten Notfallaufkommen in Hamburg. Die Klinik zählt jährlich etwa 80.000 ambulante und stationäre Patienten. [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Heizkraftwerk des AK Barmbek

Das Allgemeine Barmbeker Krankenhaus wurde nach Plänen von Friedrich Ruppel in seiner ursprünglichen Form von 1910 bis 1915 als Parkkrankenhaus im Pavillonsystem erbaut. Viele der Gebäude hatten eine für die damalige Zeit typische Architektur. Das Gelände beherbergte mehr als 60 Gebäude und mehr als 2000 Betten.[3]

Das Krankenhaus konnte sich zur damaligen Zeit selbstständig versorgen. So befinden sich auf dem Gelände ein Wasserturm und ein eigenes Heizkraftwerk, welche aber für den Neubau nicht mehr benutzt werden. Der Wasserturm ist außer Funktion und soll nach dem Verkauf an einen privaten Investor einer neuen Nutzung zugeführt werden. Das Heizkraftwerk wird von Vattenfall zur Versorgung des Stadtteils mit Fernwärme betrieben. Es bestand insgesamt eine große Infrastruktur, die u.a. auch eine eigene Pathologie, eine eigene Wäscherei und eine Großküche beinhaltete. Auch waren Mitarbeiter aller Bereiche, wie Gärtner und Handwerker vorhanden, die Versorgung erfolgte aus einer Hand, wo heute zahlreiche Fremdfirmen beauftragt sind. Die gesamte Anlage war als großer Park angelegt, der auch bei vielen Spaziergängern beliebt war. Das Krankenhaus war mit seiner Größe von über 15 Hektar und der Infrastruktur eine „eigene Stadt“. Nach dem Verkauf von 13,8 h durch die Stadt Hamburg sollen (Stand 2006) auf dem Gelände im sogenannten „Quartier 21“ 475 neue Wohnungen entstehen. Hierzu werden sowohl 23 bestehende Gebäude umgebaut, als auch 15 neue Gebäude nach dem Abriss unrentabler Gebäude geschaffen. [4] [5]

Ende 2010 bezogen die ersten Mieter renovierte Bettenhäuser auf dem Gelände.[6] In der alten Pathologie hat ein Gesundheitszentrum eröffnet.[7]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klinik ist über die Buslinien 7, 172, den Schnellbus 39 und dem Nachtbus 607 an der Haltestelle AK Barmbek sowie über die S-Bahn Haltestelle Rübenkamp mit den Linien S1, S11 und den Buslinien 20, 26 und 118 zu erreichen.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christine Pieper: Die Sozialstruktur der Chefärzte des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Barmbek 1913-1945. Ein Beitrag zur kollektivbiographischen Forschung, LIT, Münster 2003, ISBN 3-8258-6495-2 (Dissertation)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bettenzahl im ehemaligen LBK Hamburg
  2. Dynamed über Betten- und Patientenzahlen der Asklepios-Kliniken
  3. Ursprüngliche Bettenzahl des alten Krankenhauses (PDF-Datei; 3,76 MB)
  4. abendblatt.de 2. September 2006: Größe der von der Stadt Hamburg verkauften Fläche des Areals
  5. abendblatt.de 6. April 2010: Investoren reißen sich um das "Quartier 21"
  6. Einzug der ersten Mieter in das AK Barmbek
  7. Hamburger Abendblatt: Historie: Die alte Pathologie des AK Barmbek: Gesundheitszentrum hinter denkmalgeschützter Fassade

Koordinaten: 53° 36′ 20,93″ N, 10° 2′ 12,67″ O