Askvoll

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Askvoll
Askvoll (Norwegen)
Askvoll
Askvoll
Basisdaten
Kommunennummer: 1428 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Sogn og Fjordane
Verwaltungssitz: Askvoll
Koordinaten: 61° 24′ N, 5° 15′ O61.4058333333335.2422222222222Koordinaten: 61° 24′ N, 5° 15′ O
Fläche: 326 km²
Einwohner:

2992 (30. Jun. 2014)[1]

Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner je km²
Sprachform: Nynorsk
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Frida Melvær (H) (2011)
Lage in der Provinz Sogn og Fjordane
Lage der Kommune in der Provinz Sogn og Fjordane

Askvoll?/i ist eine Kommune in der Sunnfjord-Landschaft der Provinz Sogn og Fjordane in Norwegen. Sie liegt am Atlantik und grenzt an die Kommunen Førde und Gaular im Osten, Flora und Naustdal im Norden sowie Fjaler im Süden. Die Kommune hat eine Fläche von 326 km² und hat 2992 Einwohner (Stand 30. Juni 2014). Verwaltet wird die Kommune von dem Ort Askvoll aus. Die höchste Erhebung ist der Bleia mit einer Höhe von 1304 Metern.

Geografie[Bearbeiten]

Karte der Kommune Askvoll
Blick vom Fristadfjellet über den Kernort Askvoll auf die Asvika-Bucht und den Vilnesfjorden
Der Hafen von Askvoll

Geografische Lage[Bearbeiten]

Askvoll liegt in der Westnorwegischen Provinz Sogn og Fjordane, im historischen Landesteil Sunnfjord. Die Kommune erstreckt sich über eine Fläche von 326km² mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von 24,7 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 52,7 km. Im Westen stellen die Værlandet die Grenze dar und im Osten wird sie von der Kommune Førde begrenzt. Dazwischen befindet sich ein teilweise steil aus dem Meer ansteigender Mittelgebirgskamm, dessen höchsten Punkt der Gipfel des Blægja mit 1304 moh. darstellt. Im Süden wird die Kommune durch einen langen Fjord begrenzt, der sich in Bue-, Vilnes- und Dalsfjorden untergliedert. Im Norden begrenzen der Stav- und Førdefjorden.[2]

Kommunengliederung[Bearbeiten]

Die Kommune Askvoll besteht aus zahlreichen Einzel- und Streusiedlungen sowie vier größeren Siedlungen (Tettstader):[3]

  • Askvoll (Hauptort)
  • Holmedal
  • Stongfjorden
  • Herland (auf Atløy)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Askvoll grenzt im Osten an die Kommunen Førde und Gaular. Ohne direkte Landverbindungen grenzt Askvoll zudem im Norden an die Kommunen Flora und Naustdal, deren Landfläche sich nördlich des Førdefjorden befindet, sowie im Süden an die Kommune Fjaler, deren Landfläche sich südlich des Dalsfjorden befindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name des Hauptorts Askvoll sowie daraus resultierend der Kommunenname leiten sich von einem gleichnamigen Bauernhof ab, (Altnordisch Askvǫllr) da bei diesem die Kirche des heutigen Ortes, die Askvoll kyrkje errichtet wurde. Das Wort setzt sich aus der Silbe „ask“ (deutsch: Esche) und voll (deutsch: Wiese) zusammen.[4]

Geschichte der Kommune[Bearbeiten]

Die Kommune Askvoll wurde am 1. Januar 1838 als Formannskapsdistrikt gegründet. Ursprünglich war die Gemeinde identisch mit der Pfarrei Askvoll (Prestegjeld) mit den Unterpfarreien Askvoll, Vilnes, Øn, und Hyllestad. 1862 wurden die beiden südlichsten Unterpfarreien, Øn und Hyllestad (Einwohner: 2475), von Askvoll abgespalten und zusammen mit der Unterpfarrei Bø aus der Kommune Lavik zur neuen Kommune Hyllestad zusammengefasst. Die Einwohnerzahl von Askvoll sank so von etwa 5500 auf 3065 Einwohner.[5]

Am 1. Januar 1888 wurden mehrere Bauernhöfe rund um den Ort Hersvikbygda, im nördlichen Teil der Insel Sula, sowie Bauernhöfe auf weiteren, kleineren Inseln mit einer Gesamteinwohnerzahl von 317 Personen von der Kommune Askvoll gelöst und der Kommune Utvær zugeschlagen. Am 1. Januar 1964 wurden Teile der aufgelösten Kommunen Vevring (407 Bewohner) und Bru (92 Bewohner), welche sich südlich des Førdefjorden befanden, ind die Kommune Askvoll eingegliedert. Die Einwohnerzahl stieg dadurch auf 3585. Am 1. Januar 1990 vollzogen Askvoll und Fjaler einen Landtausch: Die Orte Vårdal, Holmedal, Rivedal, und Teile von Hestad (Gesamteinwohnerzahl 731) kamen zu Askvoll, im Gegenzug die Orte Fure, Folkestad und Våge (Gesamteinwohnerzahl 482) zu to Fjaler.[5]

Religion[Bearbeiten]

Die Kirche von Vilnes

Die Mehrheit der Bewohner Askvolls gehören der Norwegischen Kirche an. Die zuständige Pfarrei ist die Pfarrei Askvoll, die zur Propstei Sunnfjord (Bistum Bjørgvin) gehört und seit dem 1. Januar 2006, nach der Zusammenlegung mit den Pfarreien Holmedal und Vilnes, mit den Grenzen der Kommune Askvoll identisch ist.

Kirchen in Askvoll
Pfarrei (Sokn) Name Ort Baujahr
Askvoll Askvoll kyrkje Askvoll 1863
Bulandet bedehuskapell Musøya in Bulandet 1905
Holmedal kyrkje Holmedal 1868
Kvammen kapell Kvammen 1977
Stongfjorden bedehuskapell Stongfjorden 1908
Vilnes kyrkje Vilnes (Atløy) 1674
Værlandet bedehuskapell Værlandet 1960

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Veteranbåtlaget M/S StangfjordMuseumsschiff
  • Bulandet UngdomslagThemenpark mit Spezialisierung auf die Fischerei- und Kriegsgeschichte der Region sowie die Küstenlandschaft und -kultur.[6]

Bauwerke[Bearbeiten]

Leuchtturm Geita im Frühjahr 2011
  • Ingolf Arnarson Statue – Übermannsgroße Statue von Ingólfur Arnarson auf einem Sockel in der Nähe des Ortes Rivedal am Dalsfjord[7]
  • Leuchtturm Geita (norwegisch: Geita fyr) – Leuchtturm auf der Insel Geita, in Betrieb seit 1897

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Der Berg Alden (auch bekannt als das "Norwegische Pferd"), der sich auf der gleichnamigen Insel befindet, gilt als Sehenswürdigkeit der Gemeinde. Er erhebt sich sehr steil, teilweise fast senkrecht ansteigend bis auf 481 moh. vom Meer und ist bei klarem Wetter rund 100 km weit vom Meer aus sichtbar.[8][9]

Sport[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Möglichkeiten Sport zu betreiben. Das gut ausgebaute Wegenetz eignet sich zum Fahrradfahren, Reiten und Wandern.[8] Aufgrund zahlreicher Wracks und dem zumeist sehr klaren Wasser in Küstennähe und in den Fjorden finden sich auch sehr gute Bedingungen zum Sporttauchen.[8] Ebenfalls beliebte Wassersportarten sind Kanufahren und Angeln.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Fähre am Fährkai in Askvoll
Der Stigabergtunnell auf der Fv609

Die Gemeinde befindet sich wenige Kilometer westlich der E39 und ist von dieser über den Fylkesvei 609 erreichbar, der in einer ausgedehnten Schleife zudem durch einen Großteil der Gemeinde führt. Von dieser Hauptverkehrsroute zweigen mehrere größere und kleinere Stichstraßen ab, darunter die Fylkesveien Fv608, Fv366, Fv363, Fv362 und Fv361. Die beiden größten Inseln der Kommune, Værlandet und Atløy sind mit dem Hauptort Askvoll durch eine regelmäßige Fährverbindung verbunden. Eine Weitere Fährlinie verbindet Askvoll mit Furu, einem Ort in der Kommune Fjaler.[2]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Helle Knivfabrikk (Messerhersteller),
  • Bulandet Fiskeindustri (Fischfabrik),
  • Sigurd Løkeland Hermetikkfabrikk (Hersteller von Krabben-Konserven)

Bildung[Bearbeiten]

In der Gemeinde Askvoll gibt es vier Grundschulen mit insgesamt rund 300 Schülern:[10]

  • Askvoll skule
  • Atløy skule
  • Bulandet skule
  • Gjelsvik skule

Bis auf die Atløy skule (1. bis 7. Klasse) werden die Schüler an allen Schulen von der 1. bis zur 10. Klasse unterrichtet. Des Weiteren wird in Holmedal eine private Montessorischule unterhalten.[10]

Politik[Bearbeiten]

     
Von 21 Sitzen entfallen auf:
  • Ap: 4
  • Sp: 4
  • V: 5
  • KrF: 2
  • H: 6

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern, die auf vier Jahre gewählt werden, und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2011 folgendermaßen zusammen:[12]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister (ordførar) einer Kommune in Norwegen ist ein Repräsentant der stärksten Partei des Gemeinderats, der gewählt wird, um das Gemeindeparlament zu führen. Für die aktuelle Amtsperiode von 2011 bis 2015 wurde Frida Melvær, Mitglied der Høgre, am 12. September 2011 als Bürgermeisterin gewählt.[13]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Aksvoll zeigt ein stilisiertes Steinkreuz auf grünem Grund. Das Motiv soll an das über 1000-Jahre alte, und fast vier Meter hohe Steinkreuz von Korssund erinnern. Der Ort Korssund gehörte früher zur Kommune Askvoll, wurde aber 1990 der Kommune Fjaler zugeschlagen. Das Wappen wird seit dem 5. Januar 1990 geführt.[14] Die Blasonierung lautet (auf norwegisch):

„På grøn botn i sølv ein utskrådd gjennombora kross (Korssundkrossen)“[15]

Söhne und Töchter der Kommune[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kåre Flokenes, Bård Titlestad: Stadnamn i Askvoll. Erling Skjalgssonselskapet, 1999, ISBN 82-91640-08-4.
  • Arvid A. Follevåg: Askvoll – kommunesenteret ved Sunnfjordleia. Askvoll sogenemnd, 2006, ISBN 82-991605-9-6.
  • Abraham Loftheim, Svein Åge Knudsen: Askvoll bygdebok. Askvoll sogenemd, 1971, ISBN 82-90106-02-5.
  • Gaute Losnegård: Dalsfjordboka – frå Gaularfjellet til Bulandet. Skald AS 1999, ISBN 82-7959-007-2.
  • Gaute Losnegård: Havfolk og fjordfolk – allmennsoge for Askvoll. Askvoll kommune, 2009, ISBN 978-82-93016-00-7.
  • Gaute Losnegård: Havfolk og fjordfolk – allmennsoge for Askvoll B. 2. Askvoll kommune, 2011, ISBN 978-82-93016-01-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Askvoll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q2 2014
  2. a b Topografische Karte von Norwegen (Ausschnitt mit Askvoll), ut.no, abgerufen am 16. Februar 2015.
  3. Askvoll, nrk.no, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch)
  4. Store norske leksikon: Askvoll, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch)
  5. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDag Jukvam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. Statistics Norway, 1999, abgerufen am 16. Februar 2015 (PDF, norwegian).
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHistorie og kulturminne. Askvoll kommune, 15 Juni 2010, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch).
  7. Ingolf Arnarson, Rivedal, fjordkysten.no, abgerufen am 16. Februar 2015 (deutsch)
  8. a b c d Askvoll, gonorway.com, abgerufen am 16. Februar 2015 (englisch)
  9. Alden Wanderwege, fjordkysten.no, abgerufen am 16. Februar 2015 (deutsch)
  10. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGrunnskule i Askvoll. Askvoll kommune, 29. Oktober 2014, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch).
  11. Ordførarar i Askvoll frå 1837, nrk.no, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch).
  12. Members of the local councils, by party/electoral lists1 and municipality. 2011, ssb.no (Statistics Norway), abgerufen am 16. Februar 2015 (englisch)
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVal 2011. Askvoll kommune, 13. September 2011, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch).
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCivic heraldry of Norway – Norske Kommunevåpen. Heraldry of the World, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch).
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format“Korsundkrossen” – kommunevåpenet. Askvoll kommune, 18. Juni 2008, abgerufen am 16. Februar 2015 (norwegisch).