Asmahan

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Asmahan
Asmahan

Amal al-Atrasch (arabisch آمال الأطرش, DMG Āmāl al-Aṭraš, französisch Amal el-Atrache); (* 25. November 1917 an der Mittelmeerküste bei Suweida, Vilâyet Syrien; † 14. Juli 1944 bei Mansura in Ägypten)[1], besser bekannt unter ihrem Bühnennamen Asmahan (arabisch أسمهان, DMG Asmahān), war eine syrisch-drusische Sängerin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asmahan entstammte der wohlhabenden al-Atrasch-Familie, war die Schwester von Farid el Atrache und mit dem Drusenführer und syrisch-nationalistischen Revolutionär Sultan Pascha al-Atrasch verwandt. Bereits in ihrer Kindheit musste sie nach Ägypten auswandern, da ihre Heimat in al-Qrayya vor der Syrischen Revolution durch die Franzosen bombardiert wurde.

Ihre Familie kannte bereits den Komponisten Dawood Hosni, und später sang Amal die Kompositionen von Mohamed El Qasabgi und Zakariyya Ahmad.[2][3] Sie sang auch Kompositionen von Mohammed Abdel Wahab und von ihrem Bruder Farid. Asmahan wurde zu einem aufsteigenden Stern in her own right.

Sie besaß die einzige weibliche Stimme in der arabischen Musik, die eine ernsthafte Konkurrenz zu der von Umm Kulthum bildete,[4] die - wie Asmahan - als eine der herausragendsten Sängerinnen des 20. Jahrhunderts betrachtet wird.[5] Asmahan galt als muṭribah, als eine Sängerin, die den Zauber des alten Stils der arabischen Musik, ṭarab, wie er vor dem Ersten Weltkrieg gepflegt wurde, heraufbeschwören konnte, während sie zugleich europäische Gesangstechniken einbaute und so einen eigenständigen musikalischen Ausdruck fand.[6]

Ihr mysteriöser Tod bei einem Autounfall schockierte die Öffentlichkeit. Journalisten verbreiteten in der Regenbogenpresse Klatsch über ihr turbulentes Privatleben und eine angebliche Rolle als Spionin im Zweiten Weltkrieg.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Intissar al-Shabab („Triumph der Jugend“), 1941
  • Gharam wa Intiqam („Liebe und Vergeltung“), 1944

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Muhammad al-Taba'i: Asmahan Tells Her Story. Dar al-Shorouk Press, 2008.
  • Sherifa Zuhur: Images of Enchantment: Visual and Performing Arts of the Middle East. American University in Cairo Press, 1998, ISBN 977-424-467-2.
  • Sherifa Zuhur: Asmahan's Secrets: Woman, War, and Song. University of Texas Press, 2000, ISBN 978-0-292-79807-6.
  • Sherifa Zuhur: Colors of Enchantment: Theater, Dance, Music and the Visual Arts of the Middle East. American University in Cairo Press, 2001, ISBN 977-424-607-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asmahan
 Commons: Asmahan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "منزل الفنانة أسمهان بات متحفاً", al-Mada
  2. Lebanese Army Journal, Issue Number 241, Juli 2005 (arabisch)
  3. Majid al-Atrash: Asmahan: Amirat at-tarab was-saif wan-nada (Asmahan: The princess of music, war and grace). al-'Adyat-Magazin, 2005, S. 75–77 (arabisch)
  4. Zuhur, 2000, S. 85
  5. Prominent Egyptians - Egyptian Government State Information Service
  6. Ali Jihad Racy: Musical Aesthetics in Present-Day Cairo. In: Ethnomusicology, Vol. 26, No. 3, September 1982, S. 391–406, hier S. 393