Asparn an der Zaya

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Asparn an der Zaya
Wappen Österreichkarte
Wappen von Asparn an der Zaya
Asparn an der Zaya (Österreich)
Asparn an der Zaya
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 40,48 km²
Koordinaten: 48° 35′ N, 16° 30′ OKoordinaten: 48° 35′ 14″ N, 16° 29′ 40″ O
Höhe: 222 m ü. A.
Einwohner: 1.828 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 45 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2151
Vorwahl: 02577
Gemeindekennziffer: 3 16 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Asparn a. d. Zaya 169
2151 Asparn an der Zaya
Website: www.asparn.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Meixner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
11
6
2
11 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Marktgemeinde Asparn an der Zaya im Bezirk Mistelbach
AltlichtenwarthAsparn an der ZayaBernhardsthalBockfließDrasenhofenFalkensteinFallbachGaubitschGaweinstalGnadendorfGroßengersdorfGroßebersdorfGroßharrasGroßkrutHausbrunnHerrnbaumgartenHochleithenKreuttalKreuzstettenLaa an der ThayaLadendorfMistelbachNeudorf bei StaatzNiederleisOttenthalPillichsdorfPoysdorfRabensburgSchrattenbergStaatzStronsdorfUlrichskirchen-SchleinbachUnterstinkenbrunnWildendürnbachWilfersdorf (Niederösterreich)Wolkersdorf im WeinviertelNiederösterreichLage der Gemeinde Asparn an der Zaya im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf Asparn von Westen
Blick auf Asparn von Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Asparn an der Zaya ist eine österreichische Marktgemeinde mit 1828 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asparn an der Zaya liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Zaya ist ein Nebenfluss der March. Die Bezirkshauptstadt Mistelbach ist nur sieben Kilometer entfernt. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 40,48 Quadratkilometer. 28,25 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2017[1]):

Nachbargemeinden:

Gnadendorf Fallbach
Nachbargemeinden Mistelbach
Niederleis Ladendorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das jungsteinzeitliche Massaker in Asparn-Schletz machte diesen Ort zu einem Begriff der Urgeschichte.

Am 29. September 1108 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, im Spätmittelalter entwickelte er sich zum Markt, dem im 14. Jahrhundert der Bau einer Ringmauer und 1512 ein Wappen bewilligt wurde. Nach dem Aussterben der Herren von Asparn im 13. Jahrhundert waren unter anderen die Sunnberger (vor 1286) und die Wallseer (1380) im Lehensbesitz der Herrschaft.

1610 kaufte Graf Seyfried Christoph von Breuner die Herrschaft Asparn für 145.000 Gulden, baute das Schloss zu seiner Hauptresidenz aus und gründete das Minoritenkloster. Während der Einfälle der Kuruzen und des Schwedenkrieges 1645 wurde der Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde Asparn Schauplatz von Infanteriekämpfen, welche fünf Todesopfer unter der Zivilbevölkerung forderten. Acht Häuser brannten ab, sechs Brücken wurden gesprengt. Am 19. April 1945 marschierten Soldaten der Roten Armee in Asparn ein. In Michelstetten fanden zwischen 20. und 23. April schwere Kämpfe statt, wobei ein Kind ums Leben kam und 70 % des gesamten Häuserbestandes zerstört oder stark beschädigt wurde.[2]

Mit 1. Jänner 1972 wurde aufgrund des NÖ Kommunalstrukturverbesserungsgesetzes 1971 die Marktgemeinde Asparn an der Zaya und die Gemeinden Michelstetten sowie Olgersdorf zur Marktgemeinde Asparn an der Zaya vereinigt.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1814 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1688 Einwohner, 1981 1710 und im Jahr 1971 1862 Einwohner.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 47, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 76. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 811. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,58 Prozent.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Wehrkirche St. Veit in Michelstetten
Schloss Asparn
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Asparn an der Zaya

Museen:

  • Das Urgeschichtemuseum, eine Außenstelle des Niederösterreichischen Landesmuseums, befindet sich in Schloss Asparn. Es besteht seit 1970 und zeigt 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte, von Mammutjägern bis zu den Kelten. Im archäologischen Freigelände im Schlosspark befinden sich Modelle von Wohnstätten aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit in Originalgröße.
  • Ausgrabung Massaker von Schletz: am Ort der Ausgrabung des 'Massakers von Schletz' hat ein Künstler die Katastrophe in einer Szene kämpfender dürrer Bäume dargestellt.
  • Weinlandmuseum: ein Regionalmuseum mit 25 Schauräumen für Geschichte, Kunst und Volkskultur im Minoritenkloster des niederösterreichischen Weinviertels, mit jährlichen Sonderausstellungen
  • Niederösterreichisches Schulmuseum Michelstetten
  • FILMHOF WEIN4TEL: Der 2003 gegründete Filmhof ist ein ganzjährig bespieltes Theater- und Filmzentrum und ein florierender Gastronomiebetrieb im ehemaligen Gutshof des Schlosses Asparn/Zaya. Der stimmungsvolle lebendige Kulturort mit gemütlichem Hof und altem Baumbestand lockt vor allem im Sommer Gäste aus dem weiten Umkreis der Region. Höhepunkt der Veranstaltungen ist jedes Jahr das sommerliche Filmhof-Festival.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Filmhof Festival: das Filmhof-Festival in Asparn an der Zaya zeigt hochkarätiges Theater und die wichtigsten Filmproduktionen der letzten Jahre. Es findet jährlich über zwei Monate im Sommer statt. (siehe Weblinks)
  • Sonderausstellung im Weinlandmuseum: jährlich findet eine Sonderausstellung statt

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • neue NÖ Mittelschule
  • Sonderschule
  • Musikschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Maurer: Geschichte des Marktes Asparn an der Zaya. Wien, Selbstverl. 1887, XVI, 553 S.
  • Johannes Bernold: Asparner Geschichtsbuch – Regesten zur Geschichte der Marktgemeinde Asparn an der Zaya. Asparn an der Zaya, Zeitgen. Dokumentationsarchiv, 167 S., 55 Bl.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Asparn an der Zaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1. Jänner 2017 nach Ortschaften
  2. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  3. NÖ Kommunalstrukturverbesserungsgesetzes 1971