Asperhofen

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Marktgemeinde
Asperhofen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Asperhofen
Asperhofen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: St. Pölten (Land)
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 28,89 km²
Koordinaten: 48° 15′ N, 15° 56′ OKoordinaten: 48° 14′ 36″ N, 15° 55′ 36″ O
Höhe: 212 m ü. A.
Einwohner: 2.305 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 80 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3041
Vorwahl: 02772
Gemeindekennziffer: 3 19 02
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Gemeindeplatz 1
3041 Asperhofen
Website: www.asperhofen.at
Politik
Bürgermeister: Harald Lechner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(21 Mitglieder)
12
4
3
2
12 
Insgesamt 21 Sitze
Asperhofen von der Buchbergwarte; im Vordergrund der Ortsteil Grabensee
Asperhofen von der Buchbergwarte; im Vordergrund der Ortsteil Grabensee
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Asperhofen ist eine Marktgemeinde mit 2305 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asperhofen liegt im Mostviertel in Niederösterreich, 6 km nördlich von Neulengbach, am Rande des Haspelwalds sowie an der Tullner Straße B 19 nach Tulln.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 28,89 Quadratkilometer. Davon sind 69 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 22 Prozent der Fläche sind bewaldet.[1]

Asperhofen ist Mitglied der Wienerwald Initiativ Region.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 20 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2022[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Asperhofen, Diesendorf, Dörfl, Dornberg, Erla, Geigelberg, Grabensee, Großgraben, Habersdorf, Hagenau, Johannesberg, Kerschenberg, Kleingraben, Paisling, Siegersdorf, Starzing und Wimmersdorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würmla (TU) Michelhausen (TU)
Neulengbach Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Sieghartskirchen (TU)
Maria-Anzbach Pressbaum

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Nach der endgültigen Eroberung des Awarenreiches durch den fränkischen Kaiser Karl den Großen im Jahr 803 setzte die Besiedlung der Ortschaften Siegersdorf und Wimmersdorf ein. Die entstehenden Orte befanden sich nun auf dem Gebiet des Baierischen Ostlandes.[3] Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1037. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Asperhofen ein Bäcker, ein Dachdecker, zwei Fleischer, ein Friseur, drei Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, zwei Glaser, eine Hebamme, zwei Maler, zwei Maurermeister, zwei Sattler, ein Schlosser, ein Schmied, drei Schneider, drei Schuster, zwei Tischler, zwei Viktualienhändler, ein Wagner, ein Zimmerer und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gab es im Ort eine Sparkasse.[4]

1972 wurden mehrere Umlandgemeinden nach Asperhofen eingemeindet. Die Markterhebung erfolgte 1987.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Asperhofen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Asperhofen
  • Pfarrkirche: Die der hl. Agatha geweihte spätgotische Saalkirche wurde 1899 zur Pfarrkirche erhoben.[5]
  • Landesgarten Asperhofen: Im Nordwesten Asperhofens befindet sich seit 1995 der Landesgarten Asperhofen. Der Weg hindurch ist als Runde angelegt und dauert etwa eine halbe Stunde. Er führt durch abwechslungsreiches Gelände, wie zum Beispiel durch einen Auwald, entlang von Blumenwiesen, artenreichen Hecken und durch einen idyllischen Laubwald, durch den ein kleiner Bach fließt. Entlang des Weges findet man Informations- und Ratetafeln, an denen man sein Wissen über Vögel, Schmetterlinge, Wiesenblumen, Getreidearten, Bäume, Insekten, Pilze und anderes testen kann. Weiters führt der Weg an einem Aussichtsturm, der Wilhelm-Kisser-Jubiläumswarte, vorbei.
  • Wilhelm-Kisser-Jubiläumswarte: Im Mai 2001 wurde von der Berg- und Naturwacht Asperhofen und von der Marktgemeinde Asperhofen auf der Anhöhe (254 m Seehöhe) des Landesgartens Asperhofen eine Aussichtswarte anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Berg- und Naturwacht Asperhofen errichtet. Die 15 Meter[6] hohe hölzerne Aussichtswarte wurde nach dem im September 2004 verstorbenen Wilhelm Kisser benannt. Er prägte die Marktgemeinde unter anderem als Volksschuldirektor und Gemeinderat sowie durch sein Mitwirken bei der Freiwilligen Feuerwehr und am Landesgarten Asperhofen.
  • Jakobsweg: Einer der österreichischen Abschnitte des Jakobsweges verläuft durch die Gemeinde Asperhofen und führt durch Siegersdorf, wo neben einem Jakobsbrunnen auch eine Pilger-Selbstversorgerhütte errichtet wurde. 2007 wurde in der Ortschaft ein Bildstock mit einer Statue des heiligen Jakobus gesegnet.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Union Tennisverein Asperhofen
  • Sportclub Asperhofen
  • Beachvolleyballplatz (seit September 2003)
  • Asperhofen Blue Hawks (American Football)[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 97 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 50 Haupterwerbsbauer, diese bewirtschafteten 69 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 111 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft, 18 im Bereich Herstellung von Waren und 2 in der Wasserver- und Abfallentsorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (62), soziale und öffentliche Dienste (56) und freiberufliche Dienstleistungen (46 Mitarbeiter).[8][9][10]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 97 106 99 99
Produktion 22 15 131 61
Dienstleistung 101 39 221 135

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Asperhofen befinden sich zwei Kindergärten[11], einer davon in Johannesberg, und eine Volksschule.[12]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister

  • bis 2015 Josef Ecker (ÖVP)[16]
  • 2015–2022 Katharina Wolk (ÖVP)
  • seit 2022 Harald Lechner (ÖVP)[13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1972 folgendes Wappen verliehen: In einem geteilten Schild, im oberen blauen Feld eine goldene Korngarbe, die von einem der Schildesteilung dienenden silbernen abflatternden Band gebunden wird, im unteren schwarzen Feld ein silberner Stufenbalken.[17]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Asperhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Asperhofen, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. November 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  3. Hans Krawarik: Siedlungsgeschichte Österreichs: Siedlungsanfänge, Siedlungstypen, Siedlungsgenese, Verlag Lit, 2006, S. 126f
  4. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 197
  5. Gedächtnis des Landes - Orte: Asperhofen. Museum Niederösterreich, abgerufen am 16. November 2021.
  6. Jubiläumswarte u. Landesgarten Asperhofen auf der Webseite WIR-Wienerwald Initiativ Region
  7. www.bluehawks.at
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Asperhofen, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. November 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Asperhofen, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. November 2021.
  10. Ein Blick auf die Gemeinde Asperhofen, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 16. November 2021.
  11. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.
  12. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 2. Oktober 2020.
  13. a b Neuer Ortschef in Asperhofen: „Wichtig, dass alle mitarbeiten“. 9. Februar 2022, abgerufen am 28. März 2022.
  14. Amtsleiter. Gemeinde Asperhofen, abgerufen am 16. November 2021 (österreichisches Deutsch).
  15. Land Niederösterreich - Gemeinderatswahl 2020. Abgerufen am 16. November 2021.
  16. Asperhofen, Katharina Wolk wird Bürgermeisterin auf noen.at vom 9. Februar 2015, abgerufen am 29. März 2022
  17. Gedächtnis des Landes - Orte: Asperhofen. Museum Niederösterreich, abgerufen am 16. November 2021.
  18. Zalakaros-Partnergemeinde. Marktgemeinde Asperhofen, abgerufen am 16. November 2021 (österreichisches Deutsch).