Assassin’s Creed (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelAssassin’s Creed
OriginaltitelAssassin’s Creed
Assassin’s Creed.svg
ProduktionslandFrankreich
Vereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Spanisch[1]
Erscheinungsjahr2016
Länge115 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[2]
JMK 14[3]
Stab
RegieJustin Kurzel
DrehbuchBill Collage
Adam Cooper
Michael Lesslie
ProduktionMichael Fassbender
Jean-Julien Baronnet
Patrick Crowley
Gerard Guillemot
Frank Marshall
Conor McCaughan
Arnon Milchan
MusikJed Kurzel
KameraAdam Arkapaw
SchnittChristopher Tellefsen
Besetzung

Assassin’s Creed ist ein französisch-US-amerikanischer Sci-Fi-Action-Film des Regisseurs Justin Kurzel aus dem Jahr 2016, welcher auf der gleichnamigen Videospielreihe basiert.

Der Film kam am 21. Dezember 2016 in Frankreich und den Vereinigten Staaten in die Kinos. Der Kinostart in Deutschland erfolgte am 27. Dezember 2016.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film spielt weitestgehend in der heutigen Zeit und handelt von dem Kriminellen Callum Lynch, der in einem texanischen Gefängnis auf die Vollstreckung seines Todesurteils wartet. Offiziell wird dieses auch ausgeführt, in Wahrheit wird er jedoch von einer Firma namens Abstergo Industries, einer modernen Inkarnation des Templerordens, gerettet. Diese zwingt ihn zur Teilnahme am sogenannten Animus-Projekt, welches ihn mittels eines Computersystems in die Erinnerungen seines Vorfahren Aguilar de Nerha eintauchen lässt. De Nerha war ein Auftragsmörder (Assassine), der im 15. Jahrhundert zu Zeiten der Spanischen Inquisition lebte. Durch die Zeit im Animus wird Callum von Halluzinationen von Aguilar heimgesucht, was die leitende Forscherin bei Abstergo, Dr. Sophia Rikkin, als „Sickereffekt“ bezeichnet. Durch diesen Effekt eignet sich Callum Wissen und Fertigkeiten seines Vorfahren an. Mit Hilfe dieser Fähigkeiten nimmt es Lynch schließlich in der Gegenwart mit den Mitgliedern des Templerordens auf, welche seit jeher die Feinde der Assassinen darstellen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verhandlungen zwischen Ubisoft (dem Entwicklungsstudio des Videospiels Assassin’s Creed) und Sony Pictures bezüglich einer Filmadaption des Spiels waren im Oktober 2011 in den Endstadien.[5] Nachdem Ubisoft daraufhin eine Zeit lang plante, den Film selbständig mit deren eigener Produktionsfirma Ubisoft Motion Pictures zu veröffentlichen, wurden im Oktober 2012 schließlich doch die Unternehmen New Regency Productions und 20th Century Fox mit ins Boot geholt.[6]

Den Produzenten und Regisseur Justin Kurzel war es dabei besonders wichtig, den Film für eingefleischte Fans der Spielreihe besonders ansprechend zu gestalten, weshalb der Film mit einem geschätzten Budget von 125 Millionen USD auftrumpfte.[7]

„Wenn aus Videospielen Filme gemacht werden, wird häufig nicht das nötige Geld und die nötige Zeit aufgewendet, da die Macher sich sagen: ‚Es sind Spieler. Packt das Spiel einfach auf die Leinwand und sie werden es mögen‘. Doch da dies oftmals nicht sehr erfolgreich war, hatten wir das Gefühl, wir müssten noch eine Schippe drauflegen. Wir wussten, dass wir uns das einiges kosten lassen müssen, sodass es sich für die Zuschauer nicht so anfühlt, als sei es bloß ein Abklatsch des Spiels.[8]

Patrick Crowley, Produzent

Zusätzlich sollte jedoch auch ein Publikum angesprochen werden, welches bisher noch nicht mit dem Franchise in Berührung gekommen war, weshalb die Verfilmung in puncto Handlung mit der Spielreihe wenig gemeinsam hat. Der Hauptcharakter Callum Lynch tritt beispielsweise in keinem der erschienenen Spiele auf.[9]

Alain Corre, Europa-Chef von Ubisoft, sagte Mitte 2016, dass der Film nicht dazu gedacht sei, möglichst viel Geld in die Kinokassen zu spülen, sondern eher um die Spielreihe an sich wieder attraktiver zu machen und somit den Verkauf der Spiele anzukurbeln.[8][9]

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde unter anderem in der 007 Stage der Pinewood Studios gedreht.

Die Dreharbeiten begannen am 31. August 2015 und fanden in Malta, London, Spanien, sowie in der aus der James-Bond-Filmreihe bekannten 007 Stage der Pinewood Studios (in der Nähe von London) statt. Für Regisseur Justin Kurzel war es besonders wichtig, dass vor allem die essentiellen Parkour-Szenen so authentisch wie möglich wirkten. Aus diesem Grund verließ er sich bei diesen Szenen nicht allzu sehr auf CGI, sondern drehte so viel wie möglich mit echten Stunts, welche auf verschiedenen Hausdächern in Malta gedreht wurden.[8] Der britische Stuntman Damien Walters sprang dabei für eine spezielle Szene aus einer Höhe von 38 m auf ein Luftkissen.[10]

Die letzte Klappe fiel am 15. Januar 2016.

Roman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Roman-Adaption des Films wurde von Christie Golden geschrieben und erschien am 21. Dezember 2016 bei Ubisoft Publishing (ISBN 978-1-9452-1005-1). Die deutsche Übersetzung von Andreas Kasprzak erschien im Januar 2017 bei Panini Verlag als Taschenbuch (ISBN 978-3-8332-3352-4), sowie als von Matthias Lühn gelesenes Hörbuch (ISBN 978-3-9547-1543-5).

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Film FSK 16. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film arbeitet mit einem klaren, für Jugendliche leicht verständlichen Gut-Böse-Schema. Er enthält eine Vielzahl an Kampfszenen, die aber oftmals fast balletthaft und dadurch sehr realitätsfern wirken. Tötungen werden dabei nicht ausgespielt oder detailliert dargestellt. Zudem sorgt der irreale Spielort bei Jugendlichen ab 16 Jahren für eine Distanz von den Geschehnissen.“[11]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film konnte nur 17 Prozent der Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen (von 184 Kritikern insgesamt).[12]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film landete nach seinem Start in der Türkei auf Platz 1 der dortigen Kinocharts. Die weltweiten Einnahmen des Films belaufen sich bislang bei einem Budget von 125 Millionen US-Dollar[13] auf rund 242 Millionen US-Dollar.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Louise Blain: The Assassin's Creed movie's historical sequences are all in Spanish. 21. September 2016, abgerufen am 9. November 2016.
  2. Freigabebescheinigung für Assassin’s Creed. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 164838/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  3. Alterskennzeichnung für Assassin’s Creed. Jugendmedien­kommission.
  4. Assassin's Creed. Abgerufen am 7. November 2016.
  5. targets ‘Assassin’s Creed’ for bigscreen (englisch) auf variety.com, abgerufen am 1. Oktober 2016.
  6. New Regency, Fox partner on Ubisoft’s ‘Assassin’s Creed’ (englisch) auf variety.com, abgerufen am 1. Oktober 2016.
  7. Assassin’s Creed movie: “modelled on Batman Begins or Blade Runner” (englisch) auf denofgeek.com, abgerufen am 1. Oktober 2016.
  8. a b c „Assassin's Creed“: So wollen die Macher der Videospielverfilmung Fans der Vorlage zufriedenstellen auf filmstarts.de, abgerufen am 1. Oktober 2016.
  9. a b Creed (Film 2016): News, Story, Besetzung, Trailer auf buffed.de, abgerufen am 1. Oktober 2016.
  10. Assassin's Creed – Film: Stuntman wagt den Todessprung aus 38 Metern – Behind the Scenes-Video auf buffed.de, abgerufen am 1. Oktober 2016.
  11. Freigabebegründung für Assassin’s Creed In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 3. Januar 2017.
  12. Assassin’s Creed In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 30. November 2017.
  13. Hollywoodreporter: Budget
  14. Assassin’s Creed In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 23. März 2017.