Assassin’s Creed Unity

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Assassin’s Creed Unity ist ein im November 2014 erschienenes Videospiel von Ubisoft. Es ist der insgesamt achte Teil der Assassin’s-Creed-Reihe. Wie bereits die Vorgänger gehört er dem Action-Adventure-Genre an. Das Spiel spielt im Paris des 18. Jahrhunderts zur Zeit der Französischen Revolution und folgt dem Hauptcharakter Arno Victor Dorian. Dieser hat französische und österreichische Vorfahren. In seiner Jugend erlitt er einen schweren Verlust: Sowohl sein leiblicher Vater als auch sein Stiefvater kamen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Man hängte Arno fälschlicherweise den Mord an seinem Stiefvater an, weshalb man ihn in die Bastille sperrte, aus der er zusammen mit einem Assassinen während des Sturms auf die Bastille entkommen kann. Später stellt sich heraus, dass sein Stiefvater ein hochrangiger Templer war, und seine Tochter Élise, in die Arno sich verliebt hatte, ebenfalls. Nach der Flucht aus der Bastille schließt er sich den Assassinen an, um die wahren Kräfte hinter der Französischen Revolution aufzudecken.[1]

Im Verlauf des Spiels trifft man, wie in den anderen Assassin’s-Creed-Teilen, auf einige historische Persönlichkeiten wie Maximilien de Robespierre, den Marquis de Sade sowie Napoleon und viele weitere.[2]

Zudem gibt es wieder, wie auch in den Vorgängern, einen Handlungsstrang in der Gegenwart.[3]

Außerdem gibt es Zeitanomalien, in denen sich Arno Dorian durch einen Fehler in der DNA im Paris des Zweiten Weltkriegs, der Belle Époque und des Mittelalters wiederfindet.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Intro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung spielt zunächst in der Gegenwart, mit einem neuen unbekannten, Assassinenadepten aus der Ich-Perspektive. Die Erinnerung im Helix beginnt im Jahre 1307 und der Erstürmung des Pariser Tempels sowie der Gefangennahme der Templer und deren Großmeister Jacques de Molay. Während des Angriffes beauftragt de Molay einen anderen Templerbruder, den man spielt, sein Schwert und sein Buch zu verstecken. Nachdem er sie einem Assassinen, der sie schon gestohlen hat, wieder abnimmt, um diese Artefakte in einer Krypta zu verstecken, wird er jedoch, während er die Gefangennahme von de Molay beobachtet, von einem Assassinen getötet. Die Erinnerung springt zu de Molays Tod auf dem Scheiterhaufen, und seinem Fluch gegen König Philipp IV. und Papst Clemens V. vor.

An diesem Punkt hackt sich Bishop, die Teamleiterin der Assassinenoperationen, in die aktuelle Gedächtnissequenz ein und bittet den Spieler persönlich, sich der Assassinenbruderschaft als neuer Adept anzuschließen. Bishop zeigt ein streng geheimes internes Abstergo-Video-Memo, in dem Abstergo beschreibt wie sie diese Erinnerung nutzen wollen. Zu diesem Zweck wollen sie die Vorläufer-DNA (die in einer Dreifach-statt einer Doppel-Helix verborgen ist) für ihre Zwecke nutzen (Phoenix-Projekt). Bishop bietet Zugang zu einem anderen Speichersegment und hofft so mehr über die Pläne der Templer zu erfahren.

Hauptgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erinnerung beginnt in Frankreich im Jahre 1776 im Schloss von Versailles, als der ca. 10-jährige Arno Victor Dorian, der Sohn eines französischen Adligen, beim Spielen die gleichaltrige Elise De La Serre trifft. Elise ist die Tochter des Templer-Großmeisters François de la Serre. Nachdem sein leiblicher Vater unter mysteriösen Umständen im Palast ermordet wurde (siehe das Ende von Assassin’s Creed Rogue), adoptiert Großmeister François de la Serre Arno als seinen Sohn, obwohl De La Serre weiß, dass sein Vater ein Assassine war. Die Geschichte springt ins Jahr 1789 vor und zeigt Elises Einweihung in den Templerorden. Arno bekommt währenddessen den Auftrag eine Botschaft an seinen Adoptivvater De La Serre zu überbringen. Er überreicht diese Nachricht jedoch nicht persönlich, sondern legt sie in das Büro seines Stiefvaters, um sich mit Elise nach deren Einweihungszeremonie zu treffen. Nach dem Treffen mit Elise findet Arno seinen Stiefvater François de la Serre ermordet im Hof liegen. Der nicht zugestellte Brief sollte de la Serre vor dem Mordanschlag warnen. Die Gendarmerie hält Arno für den Mörder und arrestiert ihn in die Bastille.

In seiner Gemeinschaftszelle findet er kryptische Schriften an der Wand und beeindruckt einen Mitgefangenen, den Assassinen Pierre Bellec, mit seinen Kampfkünsten. Bellec bietet Arno an, ihn in die Bruderschaft der Assassinen aufzunehmen. Während des Sturmes auf die Bastille können die beiden Gefangenen entkommen. Arno kehrt nach Hause zurück und wird von Elise in Kenntnis gesetzt, dass die Botschaft, die Arno ihren Vater persönlich übergeben sollte, eine Warnung vor seinem drohenden Mord war. Als Elise erfährt, dass Arno ihren Vater den Brief nicht persönlich übergeben hat, macht sie ihn für seinen Tod verantwortlich und beschließt, mit ihm nichts mehr zu tun haben zu wollen. Sie offenbart sich ihm gegenüber als Mitglied der Templer.

Arno schließt sich der Assassinen-Bruderschaft an. Bellec nimmt Arno unter seine Fittiche und führt ihn als sein Mentor in die Künste der Assassinen ein. Arno bittet die Führer der Assassinen um Erlaubnis, die anderen Templer, die in De La Serres Mordkomplott involviert sind, zu finden und zu beseitigen. Der Anführer der Assassinen, Honoré de Mirabeau erlaubt Arno das Mordkomplott um seinen Stiefvater aufzudecken, er selbst wünscht sich Frieden zwischen den Assassinen und den Templern. Die gegenseitigen Friedensbemühungen wurden von dem ehemaligen Templergroßmeister und Arnos Stiefvater de la Serre bereits angestoßen, weswegen er auch von seinen Mitstreitern ermordet wurde.

Im Laufe seiner Untersuchungen rettet Arno einen Silberschmied namens François-Thomas Germain, der vom aktuellen Templer-Großmeister Lafreniere als Geisel gehalten wird, aus seiner Gefangenschaft. Nach dem Attentat auf Großmeister Lafreniere, der eigentlich derjenige war, der versucht hat seinen Stiefvater De La Serre mit seiner Nachricht zu warnen, begegnet Arno Elise wieder. Er kommt mit Hilfe von Elise dahinter, dass der von ihm befreite Germain der eigentliche Drahtzieher hinter dem Mordanschlag auf seinem Stiefvater de la Serre war. Der Assassinen-Führungsrat fängt unterdessen an, an Arnos Loyalität zu zweifeln, weil dieser immer mehr auf eigene Faust handelt um die Verschwörung hinter der Ermordung von De La Serres aufzudecken.

Arno kommt im Laufe seiner Untersuchungen zu der Erkenntnis, dass Germain plant eine Massenrevolte gegen den König von Frankreich auszulösen. Um dies zu verhindern ermordet Arno zwei zentrale Figuren hinter dem Aufstand, einen Offizier namens Kapitän Frederic Rouille, der einen Gefangenenaufstand organisiert und einen Kaufmann namens Marie Levesque, der eine Nahrungsmittelverknappung initiiert, um den Eindruck zu erwecken, dass der Adel verschwenderisch lebt, während der dritte Stand verhungert. Arnos Weg kreuzt auch ein Artillerieoffizier namens Napoleon Bonaparte, bei der Suche nach Briefen von dem Führer der Assassinenbruderschaft Mirabeau an König Ludwig. Den Inhalt der Briefe nutzten die Templer als Vorwand um die Agenten der Assassinen in Frankreich zu beseitigen. Bonaparte half ihm später, Captain Rouille gefangen zu nehmen, der während des September-Massakers vom September 1792 unter seinem Kommando stand.

Während der Aufstände überzeugt Arno seine Stiefschwester Elise mit der Bruderschaft der Assassinen zusammen zu arbeiten. Mirabeau stimmt der Zusammenarbeit der beiden zu, in der Hoffnung einen Gefallen von dem potentiell zukünftigen Großmeister der Tempelritter gewährt zu bekommen, um damit die begonnenen Friedensgespräche neu aufnehmen zu können. Mirabeau wird aber von Bellec ermordet, der beabsichtigt die Assassinen-Führung wegen der engen Kooperation mit den Templern zu bestrafen. Bellec bietet seinem ehemaligen Lehrling eine Zusammenarbeit an, Arno weigert sich und es entbrennt ein heftiger Kampf zwischen Schüler und Mentor. Arno tötet Bellec und flieht vor den beginnenden Aufständen der Bürger um Lebensmittel, um kurz danach mit Elise in einem Heißluftballon zu entkommen. Arno gesteht Elise, dass er sie immer schon geliebt hat.

Als die Revolution in vollem Gange ist, verfolgt Arno Germain und entdeckt, dass er die Enthauptung von König Ludwig XVI. maßgeblich voranbringt. Parallel soll auch Elise hingerichtet werden, Arno beschließt aus Liebe zu Elise sie zu schützen, anstatt Germain zu verfolgen und zu töten. Elise lehnt seine Entscheidung ab und Arno wird aus der Bruderschaft der Assassinen verbannt, weil er Befehle ignoriert hat, um seine persönliche Vendetta zu verfolgen. Dies stürzt ihn in eine tiefe Depression.

Arno schmachtet für einige Monate, bevor er in Versailles von Elise gefunden wird, die ihn überzeugt zurückzukehren, während Paris unter der Herrschaft des Terrors leidet. Arno kehrt nach Paris zurück und diskreditiert mit Elises Hilfe den Ruf von Maximilien de Robespierre. Germain, jetzt Großmeister der Templer, hat Robespierre für die Aufrechterhaltung des Chaos während der Revolution eingesetzt. Nachdem Arno und Elise Robespierre gefunden haben, der sich in seinem Büro eingeschlossen hat, um der drohenden Verhaftung zu entgehen, schießt Elise Robespierre in den Kiefer und erzwingt von ihm so den Aufenthaltsort von Germain.

Die beiden finden Germain in der gleichen Templer-Krypta, in der das Spiel begonnen hat und der Templer das Schwert und Buch von Jacques de Molay versteckt hat. Germain will das Edenschwert bergen. Im Laufe des Kampfes benutzt Germain die magischen Fähigkeiten des Schwertes und begräbt Arno unter Trümmern von Geröll. Elise versucht Arno aus den Trümmern zu helfen, geht dann aber weiter um Germain zu attackieren. Als Arno sich aus dem Trümmern befreien kann, wird Elise zeitgleich von Germain getötet. Arno tötet Germain, der in seinen Todeskampf Arno offenbart, dass er den Templerorden von innen heraus reinigen wollte, weil er glaubte, dass sie die wahren Lehren von ihrem letzten Großmeister Jacques de Molay vergessen hatten.

Das Spiel schließt mit einem Monolog von Arno in dem er erklärt, wie sich sein Verständnis des Assassinen-Credos verändert hat und er verspricht über Paris zu wachen und Elises Andenken lebendig zu halten. Jahre später, Arno ist mittlerweile ein Meister-Assassine geworden, birgt er mit Napoleons Hilfe Germains Skelett aus dem Tempel und deponiert es in den Katakomben von Paris.

In der Gegenwart äußert sich Bishop zuversichtlich, dass Abstergo nicht in der Lage sein wird, das Skelett zu finden.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bereits bei den Vorgängern handelt es sich um ein Open-World-Spiel aus der Third-Person-Perspektive. Das Spiel findet, im Gegensatz zum Vorgänger Assassin’s Creed IV: Black Flag, wieder vorrangig an Land, im Paris und Versailles des 18. Jahrhunderts, statt. Es können sieben Pariser und zwei Versailler Distrikte besucht werden, zusätzlich gibt es noch den Untergrund von Paris. Die Optik der verschiedenen Bereiche fällt sehr unterschiedlich aus, wobei etwa jedes vierte Haus betretbar ist.[4] Neben den bekannten Schleichpassagen, für welche das Deckungssystem erneut überarbeitet wurde, sodass Arno sich nun auch frei schleichend fortbewegen kann, kehren auch die actionreichen Kämpfe in überarbeiteter Form zurück. Bei diesen stehen Arno neben einem Schwert und einer Pistole auch die neue Phantomklinge, welche Berserker und normale Klingen verschießen kann zur Verfügung, eine Kombination der klassischen versteckten Klinge mit einer kleinen Armbrust.[1] Während der Kämpfe wird erstmals eine Lebensleiste über den Gegnern angezeigt. Die Steuerung des Spiels wurde grundlegend überarbeitet, sodass in den Kletterpassagen mehr Kontrolle möglich ist.[5] Ähnlich wie bei klassischen Rollenspielen gibt es erstmals einen Fähigkeitenbaum, über den die unterschiedlichen Fähigkeiten wie das Schleichen oder der Umgang mit bestimmten Waffen verbessert werden kann.[6]

Mehrspieler-Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel verfügt über einen Koop-Mehrspieler-Modus, bei dem zwei bis vier Spieler zusammen eine Mission erfüllen müssen.[7] Jeder Spieler übernimmt dabei die Rolle eines Assassinen, wobei jeder Spieler sich selbst als Arno sieht. Die Gesichter der drei Mitspieler werden einfach ausgetauscht, das Körpermodell bleibt dasselbe.[8] Jeder Spieler kann die im Einzelspieler-Modus entwickelten Fähigkeiten in diesem Modus nutzen. Diese kooperativen Missionen finden neben dem Hauptspiel statt und sollen durch einige zufällige Elemente und Lösungsansätze sehr variabel ausfallen. Diese Missionen können zudem auch alleine gespielt werden, es besteht kein Zwang zur Nutzung des Koop-Modus. Der klassische kompetitive Mehrspieler-Modus, der in mehreren Vorgängern enthalten war, wird vorerst nicht wiederkehren.[4] Der für das Spiel zuständige Video-Game-Designer und Producer Vincent Pontbriand gab allerdings an, dass es möglich ist, dass dieser nachträglich per DLC nachgeliefert werde.[7]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Deutscher Synchronsprecher
Arno Victor Dorian Timmo Niesner
Elise de La Serre Manja Doering
François-Thomas Germain Bernd Rumpf
Aloys La Touche Santiago Ziesmer
Marquis de Sade Till Hagen

Vermarktung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Downloaderweiterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Release des Spiels wurde erneut ein Season Pass angeboten. Dieser umfasste neben den Waffen- und Einzelmissionenpaketen den DLC Dead Kings sowie das eigenständige Spiel Assassin’s Creed Chronicles: China.[9] Dabei handelt es sich um ein 2,5D-Spiel. Im Zuge der Proteste gegen den schlechten Qualitätszustand bei Veröffentlichung des Spiels hatte der CEO der Ubisoft Studios Montreal und Toronto angekündigt, dass alle Kunden Zugriff auf den angekündigten DLC Dead Kings bekommen und der Season Pass aus dem Verkauf genommen wird. Bisherige Käufer des Season Pass konnten sich als Entschädigung einen Titel aus dem Ubisoft-Programm 2014 aussuchen.

Sondereditionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bereits bei den Vorgängern werden mehrere verschiedene Sondereditionen angeboten:[10]

  • Assassin’s Creed Unity: Special Edition: Enthält neben dem Spiel die Einzelspielermission
  • Assassin’s Creed Unity: Gold Edition: Enthält neben dem Spiel in digitaler Form den Season Pass und ist nur für PC erhältlich
  • Assassin’s Creed Unity: The Bastille Edition
  • Assassin’s Creed Unity: Notre Dame Edition
  • Assassin’s Creed Unity: Guillotine Collector’s Case

Zusätzlich bietet Amazon ein Pocket Watch Bundle mit einer Taschenuhr, einer In-Game-Paradepistole und einer Einzelspielermission an.[11]

Vorbestellerinhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren mehrere Vorbestellerpakete, die bei Vorbestellungen bei verschiedenen Händlern herausgegeben werden. Dabei handelt es sich um Missionen, Kleidung oder Waffen für den Assassinen. Zudem gibt es, wie bereits beim Vorgänger, eine Webseite, die nur für Vorbesteller zugänglich ist. Dieses Vorbestellerprogramm heißt „Vereint euch“ und gibt die Möglichkeit, durch Zusammenschluss mit anderen Spielern weitere In-Game-Inhalte, den ersten Band des „Der Untergang“-Comics in digitaler Form sowie den Soundtrack des Spiels freizuspielen.[12]

Merchandise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passend zum Erscheinungstermin des Spiels erscheint erneut eine Figur des Hauptcharakters, welche den In-Game-Inhalt „The Fearless Assassin’s outfit“ freischalten wird.[13] Ebenfalls wird eine Replika der Phantomklinge (einer Kombination der versteckten Klinge mit einer kleinen Armbrust),[14] erscheinen.

Ende November 2014 erschien im Panini Verlag das gleichnamige Buch zum Spiel geschrieben von Oliver Bowden, zudem erschien in Bezug auf den Gegenwartsteil des Spiels ein fiktionales Mitarbeiterhandbuch für Abstergomitarbeiter, die sich mit dem Unity-Projekt beschäftigen.[15]

Leak[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits am 19. März 2014 wurden der Webseite Kotaku Screenshots zu einem Assassin’s Creed-Spiel zugespielt. Zudem erhielten sie die Information, dass dieses Unity heißen solle und während der Französischen Revolution spiele. Auf den Screenshots ist der Hauptcharakter Arno Dorian erkennbar, sowie die Umgebung von Frankreich, mit einigen berühmten Gebäuden. Auch neue Steuerelemente, wie die „Parkour up“- und „Parkour down“-Buttons sind bereits erkennbar.[16] Am 21. März reagierte Ubisoft auf diesen Leak, indem die Entwicklung des Spiels bestätigt wurde.[17] Da zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch keine Ankündigung geplant war, wurde nur ein sehr kurzer Teaser gezeigt, der das Setting zur Zeit der Französischen Revolution bestätigte. Zusätzlich spricht der Leak von einem Spiel namens Assassin’s Creed Comet.[16] Hierbei handelt es sich um das Spiel Assassin’s Creed Rogue.[18]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik an fehlendem spielbaren weiblichen Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Ubisoft am 9. Juni 2014 auf der E3 den kooperativen Modus vorstellte, wurden Stimmen laut, die das Fehlen eines weiblichen Charakters in diesem Modus kritisierten. In einer ersten Stellungnahme nennt Ubisoft als Grund, dass für die Einführung eines zusätzlichen, weiblichen Koop-Charakters die Ressourcen fehlten, da „ein weiblicher Charakter (…) bedeuten [würde], dass wir zahlreiche Animationen und Kostüme nochmals hätten anfertigen müssen“.[19] Jonathan Cooper, der früher für die Assassin’s Creed-Reihe als Designer tätig war, bezeichnete diese Stellungnahme über Twitter als Unsinn. Seiner Ansicht nach wären die dafür nötigen Animationen „in ein bis zwei Tagen“ fertigzustellen.[20] Ubisoft reagierte auf das Fortschreiten der Debatte mit einem weiteren Statement, in dem noch einmal hervorgehoben wurde, dass die Assassin’s Creed-Reihe „von einem multikulturellen Team mit verschiedenen Glauben und Religionen entwickelt“ wird, sowie, dass durchaus starke weibliche Charaktere in Unity anzutreffen sein werden und die Hauptcharaktere der vergangenen Spiele bereits vielfältig waren.[19] Zudem wurde durch Ubisofts creative director Alex Amancio klargestellt, dass der Spieler sich selbst als Arno sehen würde, auch im Koop-Modus. Die anderen Mitspieler sehen sich ebenfalls in ihrem Spiel als Arno, werden bei ihren Mitspielern aber mit einem anderen Gesicht dargestellt.[8] Als Reaktion auf die Debatte wurde von Fans eine Petition gestartet, die neben der Einführung eines weiblichen Hauptcharakters auch eine größere ethnische Vielfalt unter den zu sehenden Charakteren fordert.[21]

Kontroverse um die Bildfrequenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2014 zitierte das britische Online-Spielemagazin Senior Producer Vincent Pontbriand dermaßen, dass Ubisoft das Spiel für alle Konsolenversionen mit einer Auflösung von 1600×900 Bildpunkte (900p) und einer Bildfrequenz von 30 Bildern pro Sekunde veröffentlichen werde. Hauptgrund sei, damit man sowohl auf Xbox One als auch auf PlayStation 4 identische Versionen anbieten könne und Diskussionen um die unterschiedliche Leistung vermeide. Technisch seien die Entwickler durch die unzureichende CPU-Leistung limitiert.[22] Ubisoft wurde darauf aus Kundenkreisen vorgeworfen, die leistungsstärkere PlayStation 4 gegenüber dem Konkurrenzprodukt Xbox One ohne ersichtlichen Grund auszubremsen. Ubisoft widersprach dieser Auslegung und bezeichnete die Wiedergabe von Pontbriand als Missinterpretation. Bei der Bildfrequenz sei die Entscheidung laut World Level Design Director Nicolas Guérin und Creative Director Alex Amancio deshalb gefällt worden, um so einen stärker filmartigen Eindruck zu erzeugen. Höhere Bildwiederholungsraten von 60 Bildern pro Sekunde seien demnach hauptsächlich für Shooter interessant, während sie bei Unity ähnlich wie die mit 48 Bildern pro Sekunde aufgenommene Verfilmung von Der Hobbit nicht realistisch wirken würden. Guérin äußerte die Annahme, dass die Spieleindustrie als ganzes sich gegen einen Standard von 60 Bildern pro Sekunde entscheiden werde, u. a. da er zu aufwendig sei.[23]

Kritik nach der Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem auf PCs klagten Tester und Kunden über gravierende Leistungsprobleme des Spiels, selbst bei überdurchschnittlicher Hardware. Dazu zählten etwa das Einbrechen der Bildwiederholungsrate und lange Ladezeiten. Insbesondere bei Kundenwertungen erhielt das Spiel demnach vernichtende Kritiken[24]. Ubisoft reagierte auf die Kritik unter anderem mit einem Hotfix und einem ein Gigabyte großem Patch am 13. November. Auch die Grafikkartenhersteller Nvidia und AMD veröffentlichten neue Treiber, die technische Probleme mit dem Spiel beheben sollten.[25] Wegen der großen Bedeutung der jährlichen Veröffentlichung von Assassin’s Creed für Ubisofts Geschäftsmodell, brach nach Bekanntwerden der Probleme und Kritiken der Aktienkurs des Unternehmens um 10 % ein.[26]

Markus Schwerdtel, Online-Chefredakteur der Gamestar, kritisierte in einer Kolumne Ubisofts Geschäftsverhalten als „Französisches Fettnapf-Bingo“. Mit Unity habe das Unternehmen so ziemlich alles unternommen, um die Kunden zu verärgern. Selbst ohne die Kontroversen um einen fehlenden weiblichen Spielercharakter, das repetitive Spieldesign aller großen Ubisoft-Spieleserien (u. a. Far Cry, Watch Dogs), merkwürdige DLC-Werbeaktionen, die erzwungene Grafik-Gleichheit zwischen PlayStation 4 und Xbox One oder „räuberische Vorbesteller-Boni“ sei es vor allem die Offensichtlichkeit, mit der das Programm den Spieler auch nach Erwerb des Vollpreistitels immer wieder zum Kauf von Spielvorteilen durch Micropayment auffordere, obwohl es sich nicht um ein Free-to-play-Spiel handelt. Auch der Zwang zur Nutzung einer spielbegleitenden Smartphone-Anwendung, um gewissen Aufgaben im Konsolenspiel überhaupt erst lösen zu können, sei kundenunfreundlich. Letztlich zeige das Spiel im Gegensatz zu anderen Hauptteilen auch keinerlei spielerische Weiterentwicklung und bleibe gerade in der Kernmechanik, dem Parkour-Klettern, mittlerweile hinter der Konkurrenz von Mittelerde: Mordors Schatten zurück. Ubisoft sei nach dem Erfolg der Serie in den Jahren zuvor zu übermütig geworden und versuche, soviel Geld wie möglich herauszuholen. Stattdessen hätte das Unternehmen etwas mehr Zeit in die Entwicklung für die neue Konsolengeneration und Technik investieren sollen. Der gleichzeitig zu Unity nur für die vorherige Konsolengeneration veröffentlichte und daher auf alter Technologie basierende Ableger Assassin’s Creed Rogue weise all diese Probleme nicht auf.[27] Ben Kuchera von Polygon beschwerte sich in einer Kolumne außerdem über Ubisofts Presseembargo, das Onlinemagazinen untersagte, vor Veröffentlichung des Spiels einen Testbericht zu den vorab verteilten Testmustern zu veröffentlichen. Stattdessen durften Tests erst um zwölf Uhr mittags, zwölf Stunden nach Verkaufsbeginn, publiziert werden. Kuchera beschrieb solche Maßnahmen als häufiges Kennzeichen dafür, wenn ein Unternehmen die Probleme seines Produkts bewusst seien, der Verkaufsstart aber nicht durch negative Berichte gefährdet werden solle. In solchen Fälle würde das Embargo von den Spieleherstellern als Waffe missbraucht.[28] Paul Tassi vom Forbes Magazine bezeichnete Ubisoft als „das neue EA“, in Anspielung auf den anhaltend schlechten Ruf des Konkurrenten Electronic Arts.[29]

Ubisoft entgegnete auf die Kritik, dass die Verantwortung für den im darauffolgenden Jahr geplanten Serienableger beim Studio Ubisoft Quebec liege, während das bislang federführende Studio Ubisoft Montreal erst im darauffolgenden Jahr wieder einen Titel der Reihe veröffentlichen solle. So bleibe den Entwickler laut Ubisoft Montreals Kreativdirektor Lionel Raynaud mehr Zeit für die Entwicklung eines Nachfolgers. Allerdings verteidigte er enge Zeitpläne auch als positiven Anreiz, um Erweiterungen des Spiels sorgfältig abzuwägen und sich nur auf sinnvolle, dem Spielspaß förderliche Veränderungen festzulegen.[30] Die Entscheidung über die Einbeziehung des Studios Quebec in den Entwicklungszyklus der Reihe war bereits im Juli 2014 bekanntgegeben worden.[31]

Nachfolger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Dezember 2014 wurde bereits Material zu einem potentiellen Nachfolger bekannt. Demnach spielt der nächste Teil der Serie namens Assassin’s Creed Victory im London des Viktorianischen Zeitalters. Auch wurde bereits die neue Spielmechanik des Greifhakens vorgestellt und es gibt eine tragbare Seilwinde die sich zwischen Häuser spannen lässt.[32] Das Spiel sollte im Herbst 2015 für PS4, XBox One und PC erscheinen. Ubisoft veröffentlichte kurz nach dem Leak ein Statement, wonach das Spiel bereits einige Jahre in Entwicklung sei und eine offizielle Enthüllung später folgen soll, da die Erweiterung von Assassin’s Creed Unity weiterhin Vorrang hätte.[33] Das Spiel wurde am 13. Mai 2015 unter dem Namen Assassin’s Creed Syndicate angekündigt. Außer dem Titel stimmten alle Informationen des Leaks mit den Informationen der offiziellen Enthüllung überein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Assassin’s Creed Unity: Das ist Arno Dorian – Details zur Geschichte, dem Charakter und den Waffen des Protagonisten. In: Gameplorer. Abgerufen am 11. Juli 2014 (deutsch).
  2. VORSCHAU ASSASSIN’S CREED: UNITY Die Ubisoft-Revolution. In: Gameswelt. Abgerufen am 16. Juli 2014 (deutsch).
  3. Believe it, Assassin’s Creed: Unity’s Paris is freaking massive. In: vg247. Abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  4. a b Assassin’s Creed Unity’s Paris Is Huge. Really Huge. In: Kotaku. Abgerufen am 11. Juli 2014 (englisch).
  5. Assassin’s Creed Unity: Four player co-op and new parkour features. In: expert reviews. Abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  6. E3 2014 – Neue Infos und Spielprinzip zu Assassin’s Creed: Unity. In: GamePlane.de. Abgerufen am 16. Juli 2014 (deutsch).
  7. a b Assassin’s Creed: Unity – Zunächst ohne PvP-Modus. In: Gamestar. Abgerufen am 15. Juli 2014 (deutsch).
  8. a b Assassin’s Creed: Unity won't have female co-op avatars, and here’s why. In: Destructoid. Abgerufen am 15. Juli 2014 (englisch).
  9. Assassin's Creed Unity – Season-Pass mit neuem 2.5D-Ableger angekündigt. In: GameStar. Abgerufen am 27. November 2014 (deutsch).
  10. Nach der Ankündigung folgen sogleich… VIER Special Editions für Assassin’s Creed Unity! In: areagames. Abgerufen am 11. Juli 2014 (deutsch).
  11. Assassin´s Creed Unity – Exklusives Pocket Watch Bundle enthüllty. In: Playfront. Abgerufen am 16. Juli 2014 (deutsch).
  12. Playfront.de: Assassin´s Creed Unity – Pre-Order Bonus vorgestellt, inkl. wöchentlichem Glücksspiel. Abgerufen am 21. April 2018.
  13. More AC: Unity info & various collectors editions. In: Oh No They Didn't! Abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  14. TheXboxHub.com: Assassins Creed Unity – All the Special Editions detailed! Abgerufen am 21. April 2018 (englisch).
  15. Assassin’s Creed 5 – Unity: Abstergo Handbook To Reveal Juicy New Details. In: Gamingbolt. Abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  16. a b Leaked Images Reveal One Of This Fall’s Two Assassin’s Creed Games. In: kotaku.com. Abgerufen am 10. Juli 2014 (englisch).
  17. Assassin’s Creed Unity confirmed for 2014 – teaser trailer now live. In: metro.co.uk. Abgerufen am 10. Juli 2014 (englisch).
  18. LEAK: ASSASSIN’S CREED: ROGUE KOMMT IM NOVEMBER. In: IGN. Abgerufen am 9. August 2014 (deutsch).
  19. a b Assassin’s Creed: Unity – Ubisoft nimmt Stellung zu Sexismus-Vorwürfen (Update). In: Gamestar. Abgerufen am 15. Juli 2014 (deutsch).
  20. ASSASSIN’S CREED: UNITY Ubisoft reagiert auf Kontroverse um weibliche Spielcharaktere. In: PCGames. Abgerufen am 15. Juli 2014 (deutsch).
  21. Assassin’s Creed Unity: Petition für weibliche Charaktere gestartet – Statement von Ubisoft. In: Play3. Abgerufen am 15. Juli 2014 (deutsch).
  22. http://www.videogamer.com/ps4/assassins_creed_unity/news/assassins_creed_unity_is_900p_30fps_on_both_ps4_and_xbox_one.html.
  23. http://www.techradar.com/news/gaming/viva-la-resoluci-n-assassin-s-creed-dev-thinks-industry-is-dropping-60-fps-standard-1268241.
  24. Metacritic Userscore (PC-Windows) 2.5 Punkte von 10 Punkten; Quelle http://www.metacritic.com/game/pc/assassins-creed-unity
  25. http://www.gamestar.de/spiele/assassins-creed-unity/news/assassins_creed_unity,50805,3080265.html.
  26. Problemkind "Assassin's Creed Unity" lässt Ubisoft-Aktie einbrechen. In: derStandard.at. 13. November 2014, abgerufen am 9. Dezember 2017.
  27. http://www.gamestar.de/spiele/assassins-creed-unity/artikel/was_laeuft_schief_bei_ubisoft,50805,3080308.html.
  28. http://www.polygon.com/2014/11/11/7193415/assassins-creed-unity-review-embargo.
  29. http://www.forbes.com/sites/insertcoin/2014/11/12/congratulations-ubisoft-youre-the-new-ea/.
  30. http://www.computerandvideogames.com/480945/ubisoft-montreal-will-have-more-time-to-create-future-assassins-creed/.
  31. http://www.computerandvideogames.com/470138/ubisoft-quebec-taking-the-lead-on-new-assassins-creed-game/.
  32. Next Year's Big Assassin's Creed Is Set In Victorian London. In: Kotaku. Abgerufen am 2. Dezember 2014 (englisch).
  33. Report: The next Assassin's Creed game will be set in Victorian London. In: PCGamer. Abgerufen am 2. Dezember 2014 (englisch).