Aston Martin Bulldog

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Aston Martin
1979 Aston Martin Bulldog.jpg
Bulldog
Präsentationsjahr: 1980
Fahrzeugmesse:
Klasse: Sportwagen
Karosseriebauform: Coupé
Motor: Ottomotor:
5,3 Liter
(440–515 kW)
Länge: 4724 mm
Breite: 1917 mm
Höhe: 1092 mm
Radstand: 2769 mm
Leergewicht: 1454 kg
Serienmodell: keines

Der Aston Martin Bulldog ist ein Sportwagen des britischen Automobilherstellers Aston Martin, der von William Towns entworfen und von einigen Aston-Martin-Ingenieuren um Mike Loasby und Keith Martin entwickelt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Initiative zu diesem Wagen ist auf das Jahr 1976 zurückzuführen und ging von einem arabischen Kunden aus, der sich allerdings vor Abschluss der vergleichsweise lange dauernden Entwicklungsarbeiten zurückzog. Aston Martin entschied sich nach einigen Überlegungen dafür, das Auto gewissermaßen als Werbeobjekt auf eigene Kosten fertigzustellen. Der Code-Name für das Projekt war anfänglich DP K9, nach einer Rolle im Film Doctor Who. Der letztlich gewählte Name „Bulldog“ war auf die kleine unwirtliche Ecke in Aston Martins Fabrik zurückzuführen, in der Keith Martin und seine Mannschaft den Wagen aufbauten und die betriebsintern als „Hundezwinger“ bezeichnet wurde. Er wurde offiziell am 27. März 1980 im Bell Hotel in Aston Clinton (Buckinghamshire) vorgestellt.

Fahrzeugcharakteristika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bulldog ist anders als alle bisherigen Aston-Martin-Modelle als Mittelmotor-Fahrzeug ausgelegt und ruht auf einem Zentralrohrrahmen. Die Vorderradaufhängung besteht aus Doppelquerlenkern mit Schraubenfedern und Querstabilisator, hinten wurden eine De-Dion-Achse mit Schraubenfedern, Längslenkern und Watt-Gestänge eingebaut. Als Antrieb dient der hauseigene 5,3 Liter-Achtzylinder-Motor, der allerdings über zwei Abgasturbolader von Garrett AiResearch verfügt und damit - je nach Quelle - 440 kW (598 PS) oder gar 515 kW (700 PS) leistet. Ein zweites Exemplar dieses Motors wurde 1980 in einem Einzelstück des Aston Martin Lagonda verwendet.

Die erste Testfahrt war ein großer Erfolg. Der Wagen erreichte eine bestätigte Höchstgeschwindigkeit von 307 km/h, blieb aber hinter der Werksankündigung von 322 km/h deutlich zurück. Die theoretisch erreichbare Geschwindigkeit liegt bei 381 km/h.

William Towns entwarf für den Bulldog eine mit 1092 mm sehr niedrige, glattflächige Karosserie mit breiten, weit in den Fahrzeugunterboden hineinreichenden Flügeltüren. Towns verzichtete auf nahezu jede Rundung; selbst die zeitweilig montierten Außenspiegel waren eckig modelliert. Besonderes Merkmal der Frontpartie war eine Batterie von fünf Scheinwerfern, die sich hinter einer absenkbaren Klappe vor den Vorderrädern verbargen. im Innenraum wurde das bereits aus dem Lagonda bekannte Konzept digitaler Instrumentierung weiterverfolgt. Nach seiner Vorstellung erhielt das Auto einen Monitor in der Mittelkonsole, der die rückwärtige Sicht verbessern sollte. Der Bulldog wurde silberfarben und hellgrau lackiert.

Weiteres Schicksal des Bulldog[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abschluss des Entwicklungsprogrammes verkaufte Aston Martin den Bulldog im Laufe des Jahres 1982 an den Meistbietenden, einen Kunden aus dem Nahen Osten. Die Gesamtkosten für Entwurf und Konstruktion des Bulldog werden auf 130.000 £ (ca. 192.000 ) geschätzt.

Der Bulldog verbrachte einige Zeit in den USA, wurde dann aber zum Verkauf mit neuer, grüner Lackierung in das Vereinigte Königreich zurückgebracht. Der Innenraum wurde ebenfalls verändert, und zwar vom ursprünglichen Dunkelbraun über ein helles Rotbraun bis hin zu einem grün abgesetzten Crème-Ton.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aston Martin Bulldog
Baujahr 1979
Zylinder/Motorbauart Achtzylinder-V-Motor
Ventile 16
Hubraum 5340 cm³
Verdichtung 7,5:1
Aufladung zwei Abgasturbolader
Leistung bei min−1 440–515 kW (598–700 PS)/6000
Drehmoment 550–600 lb-ft (745–813 Nm)
Antrieb Transaxle-Hinterradantrieb
Getriebe ZF-5-Gang-Getriebe
Leergewicht 1454 kg
Tankinhalt 113 l
0-60 mph
(0-97 km/h)
5,1 s
Vmax 307 km/h

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrew Noakes: Faszination Aston Martin. Parragon Publishing, Bath 2006, ISBN 1-40547-900-0, S. 117

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aston Martin Bulldog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien