AstraZeneca

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AstraZeneca
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Rechtsform PLC
ISIN GB0009895292
Gründung 6. April 1999
Sitz London, Södertälje
Leitung Leif Johansson
Pascal Soriot
Marc Dunoyer[1]
Mitarbeiter 57.500 (2015)[2]
Umsatz 24,708 Mrd. USD (2015)[3]
Website astrazeneca.com

AstraZeneca ist ein internationaler Pharmakonzern, der 1999 aus der schwedischen Astra AB und der britischen Zeneca PLC entstand. Zeneca war 1993 aus der Pharmasparte des britischen Chemieunternehmens Imperial Chemical Industries entstanden. Der Hauptsitz ist in London, die Entwicklungs- und Forschungsabteilung sitzt im schwedischen Södertälje südlich von Stockholm. AstraZeneca ist 2015 mit 24,7 Milliarden US-Dollar Umsatz[3] und 57.500 Mitarbeitern[2] einer der größten Arzneimittelhersteller weltweit.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wesentliche Produkte sind:

Standorte in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland unterhält AstraZeneca einen Standort in Wedel bei Hamburg mit ca. 625 Mitarbeitern im Innen- und Außendienst. Aufgrund veränderter wirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen erfolgte 2012 ein Abbau von ca. 400 Stellen.[4]

AstraZeneca unterhielt einen Standort in Plankstadt in Baden-Württemberg mit rund 430 Mitarbeitern. Am 26. April 2007 wurde bekanntgegeben, dass der Standort Plankstadt bis 2009 verkauft oder geschlossen wird.[5] Der Standort wurde an die International Chemical Investors Group verkauft und firmiert seit dem 1. Februar 2008 unter dem Namen Corden Pharma.[6]

Firmenbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Dezember 1999 wurde bekanntgegeben, dass die Agrarbereiche von Novartis und AstraZeneca ausgegliedert und zum weltgrößten Agrarkonzern Syngenta mit Firmensitz in Basel fusioniert werden. Im Dezember 2013 gab AstraZeneca die Übernahme der Diabetes-Sparte von Bristol-Myers Squibb zum Preis von 2,7 Milliarden US-Dollar nebst Meilensteinzahlungen in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar bekannt.[7] Nachdem im Laufe des Jahres 2014 ein Übernahmeversuch des Unternehmens durch Pfizer abgelehnt wurde,[8] expandierte AstraZeneca im Juli 2014 mit der Übernahme der Atemwegssparte des spanischen Wettbewerbers Almirall für 1,22 Milliarden US-Dollar inklusive Meilensteinzahlungen selbst.[9] Im Februar 2015 gab das Unternehmen schließlich bekannt, auch die Rechte an den von Almirall gekauften Atemwegsprodukten in den USA und Kanada von Actavis zum Preis von 700 Millionen US-Dollar inklusive Meilensteinzahlungen zu übernehmen.[10] Der US-Pharmakonzern Pfizer hat den Kauf großer Teile des Antibiotika-Geschäfts von AstraZeneca angekündigt.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: AstraZeneca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Our leadership team – The Board. AstraZeneca; abgerufen am 3. August 2016 (englisch).
  2. a b What science can do. AstraZeneca; abgerufen am 10. Februar 2016 (PDF-Datei; 5,6 MB, englisch).
  3. a b Full-Year and Q4 2015 Results. AstraZeneca, 4. Februar 2016; abgerufen am 10. Februar 2016 (PDF-Datei; 13 MB, englisch).
  4. AstraZeneca stellt sich im deutschen Markt neu auf. AstraZeneca, 4. Dezember 2012, archiviert vom Original am 26. August 2014; abgerufen am 13. März 2013.
  5. Pressemitteilung des Unternehmens (Memento vom 19. Mai 2007 im Internet Archive).
  6. ic-investors.com: Corden Pharma GmbH heißt die Zukunft für das AstraZeneca Werk in Plankstadt, 1. Februar 2008.
  7. AstraZeneca: Diabetes-Deal mit BMS abgeschlossen. Ärzte-Zeitung, 5. Februar 2014; abgerufen am 6. Mai 2015.
  8. AstraZeneca bleibt eigenständig: Pfizer schluckt die bittere Pille. n-tv, 26. Mai 2014; abgerufen am 6. Mai 2015.
  9. AstraZeneca kauft Atemwegsmedikamentengeschäft von Almirall. Finanztreff, 30. Juli 2014, archiviert vom Original am 9. Februar 2015; abgerufen am 6. Mai 2015.
  10. Actavis to Divest Respiratory Business to AstraZeneca. Zacks Investment Research, 6. Mai 2015; abgerufen am 6. Mai 2015 (englisch).
  11. Pfizer übernimmt AZ-Antibiotika. Abgerufen am 24. August 2016.