Syndese

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Asyndetisch)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Syndese (von griechisch σύνδεσις syndesis „Verbindung“; Adjektiv: syndetisch) heißt in der Sprachwissenschaft eine durch syntaktische Funktionswörter (Konjunktionen) hergestellte Verkettung sprachlicher Ausdrücke derselben grammatischen Kategorie, also zum Beispiel von Wörtern, Syntagmata, Satzgliedern oder Sätzen. Beispiel: „Das sind alte und müde und besiegte Gestalten.“ Wird wie hier für die Reihung dasselbe Funktionswort verwendet, so bezeichnet man die Verbindung als polysyndetisch.

Das Gegenteil ist Asyndese (Adjektiv: asyndetisch; Beispiel: „Das sind alte, müde, besiegte Gestalten.“).

Eine Verkettung, bei der nur das letzte Element durch Konjunktion verbunden wird, ist monosyndetisch (Beispiel: „Das sind alte, müde und besiegte Gestalten.“). Ein sehr bekanntes Beispiel ist: „Ich kam, sah und siegte.“ Das Zitat ist im Deutschen monosyndetisch, im lateinischen Original dagegen asyndetisch: „Veni vidi vici“.

Der Gebrauch asyndetischer bzw. polysyndetischer Reihung als rhetorisches Stilmittel wird als Asyndeton bzw. Polysyndeton bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]