at-Taghabun

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At-Taghabun (arabisch التغابن at-Taġābun ‚Die Übervorteilung‘) ist die 64. Sure des Korans, sie enthält 18 Verse. Der Inhalt der Sure erinnert eindeutig an Themen der dritten mekkanischen Periode (620–622), diese sind dann vielleicht noch einmal in Medina wieder aufgenommen worden.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachlich leitet sich der Titel der Sure von der arabischen Wurzel غبن (ġ-b-n) mit der Bedeutung: Betrügen, tricksen, übervorteilen, aufbürden; Schwindel, Schaden, Beeinträchtigung, Betrug, Hinterziehung, Unterschlagung ab.[1][2][3]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sure behandelt vor allem die Allmacht Gottes, die Sendung der Propheten, die Gewissheit der Auferstehung und die Vergeltung guter und schlechter Taten im Jenseits. Der Titel bezieht sich auf den Vers 9, in dem der „Tag der Versammlung“, das heißt der Tag des göttlichen Gerichts, als „Tag der Übervorteilung“ bezeichnet wird, wobei das Wesen dieser Übervorteilung unterschiedlich interpretiert wird.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Wehr: Dictionary of Modern Written Arabic, 4th ed., S. 779
  2. Lane's Lexicon (II), S. 2282
  3. Lisān al-ʿarab S. 3211
  4. Adel Theodor Khoury: Der Koran. Übersetzt und kommentiert von A. T. Khoury. S. 519–520. Gütersloher Verlagshaus, 2007. ISBN 978-3-579-08023-9
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