At the Drive-In

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At the Drive-In
At the Drive-In Lollapalooza.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Post-Hardcore
Gründung 1993, 2012, 2016
Auflösung 2001, 2012
Aktuelle Besetzung
Cedric Bixler
Omar Rodriguez (seit 1996)
Gitarre
Keeley Davis (seit 2016)
Paul Hinojos (seit 1997)
Tony Hajjar (seit 1997)
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Kenny Hopper (1994–1995)
Gitarre
Jarrett Wrenn (1994–1995)
Gitarre
Adam Amparan (1996)
Gitarre
Ben Rodriguez (1997)
Schlagzeug
Bernie Rincon (1994)
Schlagzeug
Davy Simmons (1995)
Schlagzeug
Ryan Sawyer (1996)
Gitarre
Jim Ward (1993-2012)

At the Drive-In ist eine US-amerikanische Post-Hardcore-Band. Sie wurde im Frühjahr 1993 in El Paso, Texas gegründet, spielte jedoch erst seit 1997 in einer für mehrere Jahre stabilen Besetzung zusammen. 2001 zerbrach die Band und fand sich erst im Jahr 2012 für einige Konzerte wieder zusammen. Seit 2016 ist die Band wieder aktiv, neben einer Welttournee wurde auch ein neues Album veröffentlicht.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste EP Hell Paso von At the Drive-In erschien im November 1994 auf dem bandeigenen Label Western Breed. Im folgenden Monat ging die Band auf ihre erste Tour durch Texas. Sie spielte bei einem Konzert vor einem nur neunköpfigen Publikum und ihre EP konnte zu einem Preis von 1.50 $ erstanden werden. Heute wird diese EP bei eBay für 150 $ und mehr gehandelt. Nachdem ein Bandmitglied ausgetauscht wurde, veröffentlichten sie im Juni 1995 ihre zweite Single Alfaro Vive, Carajo!. Kurz darauf ging die Band 42 Tage lang auf große US-Tour. Auf dieser Tour wurden sie vom Label Flipside entdeckt, das ihnen die Möglichkeit gab, ihr erstes Album Acrobatic Tenement (1996) in Los Angeles aufzunehmen. Etwa seit dem Jahr 1998 und bis einschließlich ihrer ersten Wiedervereinigung 2012 bestand die Band aus den beiden Gründungsmitgliedern Cedric Bixler und Jim Ward sowie Omar Rodriguez, Paul Hinojos und Tony Hajjar.

Schon in den ersten aktiven Jahren von At The Drive-In hatten die Bandmitglieder unterschiedliche Nebenprojekte. Cedric Bixler und Omar Rodriguez spielten zusammen mit Jeremy Ward, dem Cousin von Jim Ward, und Ikey Owens seit 1997 in der Band De Facto. Diese Band schaffte es sogar, durch Europa und die Vereinigten Staaten zu touren. Jim Ward, Paul Hinojos und Tony Hajjar spielten neben At the Drive-In auch noch in ihrem Nebenprojekt First Born Pharoah's Son.

Im Jahre 1999 und 2000 tourte At the Drive-In u.a. durch Deutschland. Im Anschluss an die Tour im Jahr 2000 erlebte die Band mit dem Album Relationship of Command den endgültigen kommerziellen Durchbruch. Auch die Mainstream-Presse wurde nun auf die Band aufmerksam. Das Album wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen gelobt.[1] Im Februar 2001 lösten sich At the Drive-In auf, nachdem sie im Frühjahr ihre Welttournee unterbrochen hatten, und die Gruppe zerfiel in die beiden Bands Sparta und The Mars Volta.

Die Band erklärte am 9. Januar 2012 die Wiedervereinigung.[2] Es folgten einige Konzerte, etwa auf dem Coachella Festival, dem Festival Lollapalooza, dem Splendour in the Grass Festival in Australien, dem Fuji Rock Festival sowie auf den beiden Schwesterfestivals Reading und Leeds. Danach wurde es schnell wieder ruhig um die Band. Anfang 2014 gründeten Rodriguez-Lopez und Bixler-Zavala die Band Antemasque, deren gleichnamiges Debütalbum noch im selben Jahr veröffentlicht wurde.

Am 21. Januar 2016 gab At the Drive-In auf ihrer Homepage und offiziellen Facebook-Präsenz bekannt, dass sie an neuer Musik arbeite und ab März auf Welttournee gehen werde.[3] Am 18. März 2016, kurz vor Beginn ihrer Welttournee, gab die Band die Trennung von Gründungsmitglied Jim Ward bekannt.[4]

Am 5. Mai 2017 veröffentlichten At The Drive-in nach 17 Jahren wieder ein Album, es trägt den Namen "In-ter a-li-a". Die meisten Kritiken waren wohlwollend und positiv. Während das Musikmagazin Visions meinte, dass Album bilde "die Messlatte für jede andere Posthardcore-Platte des Jahres"[5], hielt das Onlinemagazin metal.de fest, dass es "fast beängstigend" [sei,] "wie nahtlos die Band an den alten Sound anknüpft."[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[7]
Relationship of Command
  UK 33 30.09.2000 (6 Wo.)
  US 116 30.09.2000 (14 Wo.)
This Station Is Non-Operational
  US 95 11.06.2005 (3 Wo.)
In-ter a-li-a
  DE 30 12.05.2017 (1 Wo.)
  AT 31 19.05.2017 (1 Wo.)
  CH 57 14.05.2017 (1 Wo.)
  UK 30 18.05.2017 (1 Wo.)
  US 39 27.05.2017 (… Wo.)
Singles[7]
One Armed Scissor
  UK 64 19.08.2000 (2 Wo.)
Rolodex Propaganda
  UK 54 16.12.2000 (2 Wo.)
Invalid Litter Dept.
  UK 50 24.03.2001 (2 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 Acrobatic Tenement
  • 1998 In/Casino/Out
  • 2000 Relationship of Command (mit Gastfeatures von Iggy Pop in den Titeln Enfilade und Rolodex Propaganda)
  • 2005 Anthology: This Station Is Non-Operational (B-Sides, Remixes, Raritäten...)
  • 2017 In-ter a-li-a

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Alfaro Vive, Carajo!
  • 1997 El Gran Orgo
  • 1999 Vaya

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 Hell Paso
  • 1998 ATDI/Aasee Lake (Split Single)
  • 2000 ATDI/Burning Airlines (Split Single)
  • 2000 ATDI/Sunshine (Split Single)
  • 2000 One armed scissor
  • 2000 ATDI/Murder City Devils (Split Single)
  • 2000 Rolodex Propaganda
  • 2001 Invalid Litter Dept.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rezension auf www.plattentests.de.
  2. Offizielle Internetseite mit Ankündigung der Reunion
  3. Tour-Teaser auf der Facebook-Seite der Band
  4. Reunion ohne Jim Ward. laut.de, abgerufen am 14. April 2016.
  5. visions.de | Platten | At The Drive-In | Inter Alia. Abgerufen am 20. Juni 2017 (englisch).
  6. AT THE DRIVE-IN knüpfen nahtlos an die guten alten Zeiten an! In: metal.de. (metal.de [abgerufen am 20. Juni 2017]).
  7. a b Chartquellen: DE AT CH UK US