Atheismus in Indien

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Atheismus existiert innerhalb der indischen Philosophie und Kultur in verschiedenen Formen.

Negation eines Gottes in der indischen Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nastika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nastika, die altindischen Schulen, die die Veden ablehnen, sind Charvaka, Buddhismus und Jainismus. Alle drei lehnen einen Schöpfergott ab, jedoch nur Charvaka jegliche Form von Metaphysik.

Auch die nicht-vedische Schule Ajivika lehnte einen Schöpfergott ab.

Astika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den Astika, den altindischen Schulen, die die Veden anerkannten, lehnten einige die Existenz eines obersten Gottes (Ishvara) ab: die Samkhya ab 500 n. Chr. und die frühen Mimansa.

Atheismus im Indien der Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yukthivadi, atheistisch-agnostische Zeitung auf Malayalam (im südindischen Bundesstaat Kerala)

Bei der Volkszählung in Indien 2011 gaben 33.304 Personen an, Atheisten zu sein (0,003 % der 1.211 Mio. Einwohner). Die meisten Atheisten gab es im großen zentralindischen Bundesstaat Maharashtra (9.650), gefolgt vom kleinen nordostindischen Meghalaya mit 9.089 (vergleiche Religionen der indischen Bundesstaaten).[1]

In südindischen Bundesstaat Kerala (4.896 Atheisten)[1] gibt es eine atheistische Bewegung, organisiert in den Gruppierungen Indian Rationalist Association und Kerala Yukthivadi Sangham. Mit Yukthivadi erscheint die erste atheistisch-agnostische Zeitung auf Malayalam. Aus Kerala kommt auch der Bürgerrechtler Sanal Edamaruku, Gründer und Präsident der Indian Rationalist Association und von Rationalist International.

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• die tamilische Nationalbewegung war stark religionsfeindlich, z. B. E. V. Ramasami
• ähnliche Tendenzen unter kastenlosen Dalit
Dies muss erwähnt werden, wenn der Artikel überhaupt einen Sinn haben soll. --Benutzer:Thylacin (Diskussion) 11:19, 18. Februar 2014
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Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der indische Wirtschaftswissenschaftler (Nobelpreis 1998) und Philosoph Amartya Sen (* 1933), der als Atheist gilt,[2][3] sagte 2006 in einem Interview:[4]

„Irgendwie hatten sich viele Leute an die Idee gewöhnt, dass Indien spirituell und religiös war. Das hat die religiöse Interpretation von Indien befördert, obwohl das Sanskrit eine größere atheistische Literatur hatte als irgendeine andere klassische Sprache. Selbst innerhalb der Hindu-Tradition gab es viele Personen, die Atheisten waren. Madhava Acharya, der bemerkenswerte Philosoph des 14. Jahrhunderts, schrieb sein großes Buch namens Sarvadarshansamgraha, das alle religiösen Denk-Schulen der Hindus diskutierte. Das erste Kapitel heißt »Atheismus« – eine starke Präsentation des Arguments für Atheismus und Materialismus.“

Weitere bekannte Vertreter des Atheismus in Indien:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tabelle zu Angehörigen „anderer Religionen“ in Indien und allen Bundesstaaten (2011): C-01 Appendix : Details of Religious Community Shown Under »Other Religions And Persuasions« In Main Table C-1- 2011 (India & States/UTs). Office of the Registrar General & Census Commissioner India, Neu-Delhi ohne Datum (englisch; XLSX-Excel: 126 kB auf censusindia.gov.in).
  2. Dawood Mamoon: Is Secular India really Secular and Islamic Pakistan really Islamic? (Memento vom 26. Oktober 2006 im Internet Archive) In: Chowk.com. 5. August 2005, abgerufen am 27. Januar 2019 (englisch); Zitat: „Though Sen is a self proclaimed atheist, he claimed he is/can be associated with Hinduism as a political entity.“
  3. Arup Chanda: Market economy not the panacea, says Sen. In: Rediff on the Net. Indien, 28. Dezember 1998, abgerufen am 27. Januar 2019 (englisch); Zitat: „Nobel laureate Amartya Sen is an atheist.“
  4. Interview mit Amartya Sen von Pranab Bardhan: The arguing Indian. In: California Magazine. Jahrgang 117, Nr. 4, Juli/August 2006 (englisch; online (Memento vom 22. Dezember 2008 im Internet Archive) auf alumni.berkeley.edu); Zitat: „In some ways people had got used to the idea that India was spiritual and religion-oriented. That gave a leg up to the religious interpretation of India, despite the fact that Sanskrit had a larger atheistic literature than exists in any other classical language. Even within the Hindu tradition, there are many people who were atheist. Madhava Acharya, the remarkable 14th century philosopher, wrote this rather great book called Sarvadarshansamgraha, which discussed all the religious schools of thought within the Hindu structure. The first chapter is ‘Atheism’ - a very strong presentation of the argument in favor of atheism and materialism.“
  5. Nigel Morris: UK Politics: Baroness Flather accused of ‘bigotry’ over her views on marriages in Pakistani community. In: The Indipendent. London, 7. Juli 2015, abgerufen am 27. Januar 2019 (englisch); Zitat: „She says she is a ‘Hindu atheist’“.