Atis Kronvalds

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Atis Kronvalds ca. 1870
Denkmal für Atis Kronvalds in Sigulda

Atis Kronvalds, in älteren Schriften auch Kronvalda Atis genannt, (* 15. April 1837 in der Gemeinde Bunka, Gouvernement Kurland; † 17. Februar 1875 in Vecpiebalga) war ein lettischer Linguist, Schriftsteller und Herausgeber.

Er wurde als Sohn eines Schneiders geboren und vom Pastor Hermann Ehrenfest Georg Katterfeld (1797 - 1876)[1] in Durbe erzogen. Nach der Schulzeit in Durbe und Liepāja arbeitete er als Hauslehrer. Ein Medizinstudium in Berlin musste Kronvalds wegen Geldknappheit abbrechen. Durch die Zeitung Pēterburgas Avīzes wurde er mit den Positionen der Jungletten bekannt und fortan zu einem ihrer prominentesten Vertreter. 1865 zog er nach Dorpat und veröffentlichte dort zahlreiche Schriften und Polemiken gegen die deutsch-baltischen Intellektuellen. 1873 wurde er Lehrer an der Gemeindeschule von Vecpiebalga.

Durch seine Schriften bereicherte er die lettische Sprache um zahlreiche neue Wortschöpfungen oder Wiederbelebungen älterer Ausdrücke.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dzeja jeb poēzija (Dichtung oder Poesie, 1869)
  • Vecas valodas jauni vārdi (Neue Wörter aus alten Sprachen, 1869)
  • Tēvuzemes mīlestība (Liebe des Vaterlands, 1871)
  • Valodas kopējiem (Den Sprachpflegern, 1872)
  • Nationale Bestrebungen (in der deutschsprachigen Zeitung für Stadt und Land, 1871)
  • Tautiskie centieni (Nationale Bestrebungen, lettische Übersetzung in der Zeitschrift Austrums, 1887)
  • Kopoti raksti (Gesammelte Werke, 2 Bände 1936—1937)
  • Tagadnei (Auswahl: An die Gegenwart, 1987)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oto Čakars, Arvīds Grigulis, Milda Losberga: Latviešu literatūras vēsture no pirmsākumiem līdz XIX gadsimta 80. gadiem (Lettische Literaturgeschichte von den Anfängen bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts); Verlag Zvaigzne, Riga 1990. ISBN 5-405-00403-0.
  • Viktors Hausmanis et al.: Latviešu literatūras vēsture, trešais sējums. Verlag Zvaigzne, Riga 2000. Herausgegeben von Latvijas Universitātes Literatūras, folkloras und mākslas institūts. ISBN 9984-17-033-0.
  • Ināra Strašulāne (Hg.): Latviešu rakstniecība biogrāfijās. Verlag Zinātne, Riga 2003. ISBN 9984-698-48-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Baltisches Biographisches Lexikon digital (Katterfeld vertrat in Durbe die lettische Gemeinde)