Atlético Nacional

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Atlético Nacional
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Voller Name Club Atlético Nacional S.A.
Ort Medellín, Kolumbien
Gegründet 1947
Stadion Estadio Atanasio Girardot
Plätze 52.872
Präsident Juan Carlos de la Cuesta
Trainer Reinaldo Rueda
Homepage atlnacional.com.co
Liga Primera A
2015 Finalización 1. Platz (Ligaphase)
Meister
Heim
Auswärts

Atlético Nacional (vollständig: Club Atlético Nacional S.A.) ist ein 1947 gegründeter Fußballverein aus Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Der Gewinner der Copa Libertadores von 1989 und 2016 zählt zu den bedeutendsten Vereinen des Landes.

Ortsrivale von Nacional ist Independiente Medellín, die Fans sehen aber in América und Deportivo aus Cali sowie den Millonarios aus der Hauptstadt Bogotá ihre „Lieblingsgegner“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atlético Nacional gewann die kolumbianische Fußballmeisterschaft erstmals 1954. Zwischen 1973 und 2015 folgten weitere 14 Meisterschaften. Besonders seit 2005 hat sich Nacional zum dominierenden Verein im kolumbianischen Fußball entwickelt. Zwischen 2013 und 2014 konnte der Verein dreimal in Folge die Meisterschaft gewinnen und ist nach dem Titel 2015 alleiniger kolumbianischer Rekordmeister mit insgesamt 15 Meistertiteln.

1989 gewann Nacional die Copa Libertadores, wobei in den Finalspielen gegen Club Olimpia aus Paraguay das Elfmeterschießen entscheiden musste. Weitere internationale Erfolge sind die Siege von 1989 und 1991 in der von 1968 bis 1998 unregelmäßig ausgetragenen Copa Interamericana sowie 1998 und 2000 zwei Siege in der in jenem Zeitraum viermal abgehaltenen Copa Merconorte. 2016 konnte sich Atlético Nacional zum zweiten Mal den Titel der Copa Libertadores sichern. Im Finale gewann der Verein gegen Independiente del Valle aus Ecuador.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atlético Nacional teilt sich das Estadio Atanasio Girardot mit seinem Ortsrivalen Deportivo Independiente. Das 52.872 Zuschauer fassende Stadion wurde 1953 eingeweiht und ist Teil der weitläufigen Sportanlage Unidad Deportiva Atanasio Girardot. Es war auch Austragungsort bei der Copa América 2001 und Spielstätte der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 2011.

Es ist nach einem Helden des kolumbianischen Unabhängigkeitskrieges zu Beginn des 19. Jahrhunderts benannt.

Reaktion auf den Absturz des LaMia-Fluges 2933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. November 2016 wurde das Finale der Copa Sudamericana vom südamerikanischen Fußballverband CONMEBOL abgesagt. Das Hinspiel war ursprünglich am 30. November 2016 im Estadio Atanasio Girardot, Medellín, das Rückspiel am 7. Dezember 2016 in der Arena Condá, Chapecó, geplant. Der Bürgermeister von Medellín, Federico Gutiérrez, sprach von einer Tragödie riesigen Ausmaßes.[1]

Atlético Nacional kündigte unmittelbar nach dem Unglück an, auf den Titel zu verzichten und forderte stattdessen, Chapecoense zum Titelträger der Copa Sudamericana zu küren.[2] Am 2. Dezember 2016 erklärte der südamerikanische Fußballverband Conmebol den Klub zum Sieger der Copa Sudamericana 2016.[3] Im Zusammenhang mit der Titelvergabe wurde auch die Prämienausschüttung bekannt gegeben. An Chapecoense als Titelträger werden demnach zwei Millionen USD ausgeschüttet. Als Fair-Play Auszeichnung Atlético Nacional wurden eine Million USD zugesprochen.[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Atlético Nacional – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 76 Tote bei Flugzeugabsturz in Kolumbien. Deutschlandfunk, 29. November 2016, abgerufen am 29. November 2016.
  2. CAMPEÓN DE LA SUDAMERICANA, auf atlnacional.com, abgerufen am 29. November 2016.
  3. Copa Sudamericana 2016 Sieger, Bericht auf globoesporte.globo.com vom 2. Dezember 2016, Seite auf portug., abgerufen am 2. Dezember 2016
  4. Titelprämie, Bericht vom 5. Dezember 2016 auf espnfc.com, Seite auf engl., abgerufen am 6. Dezember 2016
  5. José Fernando Santa - Profil auf soccerway.com, abgerufen am 16. Oktober 2016