Atomanlage Natanz

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Flugabwehrstellung an der Nuklearanlage Natanz

Die Atomanlage Natanz ist eine iranische kerntechnische Anlage zur Anreicherung von Uran. Sie befindet sich bei Natanz. Die Anlage wurde 2002 entdeckt, als die IAEO das iranische Atomprogramm untersuchte.

Im Oktober 2006 wurde eine zweite Kaskade von 168 Gaszentrifugen in Betrieb genommen. Derzeit sind laut Angaben der IAEA mehr als 5000 Zentrifugen betriebsbereit[1], die Anlage ist für etwa 54.000 Zentrifugen ausgelegt.

Am 7. Januar 2007 berichtete die Sunday Times, dass die israelische Luftwaffe begonnen hätte, die Zerstörung der iranischen unterirdischen Atomanlagen wie diejenige in Natanz mit taktischen Atombomben zu üben. Der Bericht wurde umgehend von der israelischen Regierung dementiert.[2][3]

Am 20. Februar 2007 berichtete die BBC, dass der US-Notfallplan Angriffe mit bunkerbrechenden Bomben, die von B-2-Stealth-Bombern abgeworfen werden sollen, vorsieht, um die 25 m tief im Erdreich liegenden Hallen mit den Zentrifugen zu zerstören.[4]

Am 9. April 2007 verkündete Präsident Mahmud Ahmedinedschad zur Anlage Natanz, dass der Iran nun in der Lage sei, Uran im industriellen Maßstab anzureichern.

Im Frühjahr 2009 nahm die Zahl der tatsächlich betriebenen Anreicherungszentrifugen abrupt ab. Als Ursache dafür wird ein Angriff mit dem Computervirus Stuxnet auf die Anlage in Natanz vermutet.[5]

Eine weitere Einrichtung dieser Art ist die Atomanlage Fordo.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Implementation of the NPT Safeguards Agreement and relevant provisions of Security Council Resolutions 1737 (2006), 1747 (2007) and 1803 (2008) in the Islamic Republic of Iran, September 15, 2008 (PDF; 63 kB)
  2. The Sunday Times: Revealed: Israel plans nuclear strike on Iran (englisch)
  3. Haaretz: Israel denies plan to hit Iran enrichment plant with tactical nukes (Memento des Originals vom 9. September 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.haaretz.com (englisch)
  4. BBC: US 'Iran attack plans' revealed (englisch)
  5. FAZ.Net, 22. September 2010, Der digitale Erstschlag ist erfolgt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 33° 43′ 29″ N, 51° 43′ 29″ O