Rostbauch-Dickichtvogel

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Rostbauch-Dickichtvogel
Rostbauch-Dickichtvogel

Rostbauch-Dickichtvogel

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Atrichornithidae
Gattung: Dickichtvögel (Atrichornis)
Art: Rostbauch-Dickichtvogel
Wissenschaftlicher Name
Atrichornis rufescens
(Ramsay, 1867)

Der Rostbauch-Dickichtvogel (Atrichornis rufescens), auch Kleiner Dickichtschlüpfer genannt, ist ein Vogel aus der Ordnung der Sperlingsvögel. Er ist in Australien beheimatet und gehört zu den seltensten Vogelarten der Erde.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 16 bis 21 Zentimeter große und 30 Gramm schwere Vogel hat ein braunes Rücken-, Schwanzgefieder, der Bauch ist vorn hellbraun, hinten orange. Die Kehle weiß gefärbt. Zudem trägt der Vogel über den gesamten Körper längliche, schwarze Streifen. Der obere Teil des Schnabel ist schwarz, der untere ist heller. Der Schwanz ist breit, und die Beine sind kräftig ausgebildet. Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen und haben einen dunkleren Fleck an Kehle und Brust.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl diese Vögel gut fliegen können, verbringen sie die meiste Zeit am Boden, im dichten Unterholz auf der Suche nach kleinen Insekten und anderen Wirbellosen. Die Vögel haben eine sehr laute, quietschende Stimme und imitieren vielerlei Geräusche ihrer Umwelt. Die Männchen geben laute, ans Schwatzen erinnernde Geräusche von sich. Das Höchstalter der Vögel beträgt ca. 9 Jahre. Die Vögel sind standorttreu und verteidigen ihr Revier energisch gegen fremde Artgenossen.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Vögel kommen nur in einem sehr kleinen Gebiet im Nordosten von Neusüdwales und Südosten Queenslands vor. Dort bewohnen sie die gemäßigten Regen- und Eukalyptuswälder in der Nähe von Gewässern.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kugelförmige Nest am Boden, mit seitlichen Eingang, bauen die Vögel aus Holzfasern, welche sie zu einer Art Pappe verarbeiteten. Darin legt das Weibchen nur ein graugelbes bis rostbraunes Ei mit braunen Flecken. Die Brutdauer beträgt 36–38 Tage, die Nestlingsdauer ist unbekannt. Die Fortpflanzungszeit ist im Frühling oder im Frühsommer.

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in den Jahren von 1842 bis 1889 wurde diese Art so selten, dass man annahm, dass sie 1889 ausstarb. Im Jahre 1961 wurden dann abermals Exemplare und Nester diese Art in der Nähe von Albany gesichert. Als Hauptgrund für die Seltenheit dieser Vögel gilt der Verlust an Lebensraum durch den Bau von Straßen und menschlichen Siedlungen und natürliche Feuer. Zum Schutz der Art wurden in ihrem Lebensraum mehrere Schutzgebiete ausgewiesen und es läuft ein Monitoring- und Überwachungsprogramm.

Bestandszahlen:

  • 1970 43 Paare
  • 1974 74 Paare
  • 1983 138 Paare
  • 2004 rund 300 Paare

Quellenangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philip Whitfield (Hrsg.): Das große Weltreich der Tiere. Verlag: Planet Media AG, Zug 1992, (S. 178, 179, 301) deut. Übersetzung aus dem Englischen ISBN 3-8247-8614-1
  • Goetz Rheinwald (Hrsg.), Cyril Walker: Atlas der Vogelwelt. Unipart, Remseck bei Stuttgart 1994, ISBN 978-3-8122-3399-6, S. 187.
  • Wilhelm Eigner (Hrsg.), Erna Mohr: Enzyklopädie der Tiere. Band 2, Weltbild, Augsburg 1991, ISBN 978-3-89350-361-2, S. 355.
  • Miloš Anděra, deut. Übersetzung von Günter Brehmer Bedrohte Tiere Verlag: Wenger Dausien, Hanau 1998 Seite: 131 ISBN 3-7684-2800-1
  • Christopher M. Perrins: Die große Enzyklopädie der Vögel. Verlag: ORBIS VERLAG, München 1996 Seite: 238,241 ISBN 3-572-00810-7
  • Christopher M. Perrins (Hrsg.): Die BLV-Enzyklopädie Vögel der Welt. Aus dem Englischen von Einhard Bezzel. BLV, München/Wien/Zürich 2004, ISBN 978-3-405-16682-3, S. 456–457. (Titel der englischen Originalausgabe: The New Encyclopedia Of Birds. Oxford University Press, Oxford 2003).
  • Joseph Michael Forshaw (Hrsg.), David Kirshner: Enzyklopädie der Tierwelt: Vögel. Aus dem Englischen von Derek Vinyard. Orbis, Hamburg 2003, ISBN 978-3-572-01378-4, S. 169–170.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]