Attika (griechische Region)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Coat of arms of Greece.svg
Region
Attika
Περιφέρεια Αττικής
KretaAlbanienNordmazedonienBulgarienTürkeiNördliche ÄgäisSüdliche ÄgäisIonische InselnPeloponnesAttikaAthosWestgriechenlandEpirus|ThessalienWestmakedonienZentralmakedonienOstmakedonien und ThrakienMittelgriechenlandLage der Region Attika innerhalb Griechenlands
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat: Griechenland
Fläche: 3.809,492 km²
Einwohner: 3.828.434 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 1.005 Einwohner je km²
Hauptstadt: Athen
Regionalbezirke: 8
Gemeinden: 66
NUTS-2-Code: EL30
Website: apdattikis.gov.gr

Attika (griechisch Αττική Attiki) ist die bevölkerungsreichste Region (periferia) Griechenlands, die bis 2010 gleichzeitig eine griechische Präfektur (nomos) bildete. In ihr liegt die gleichnamige klassische Landschaft, sie umfasst aber auch weitere, in der Antike nie zu Attika gehörige Gegenden.

In der Antike war Attika das zur Polis Athen gehörige Land, mit einem Heiligtum der Athene auf der Akropolis und einem Poseidontempel am Kap Sunion im Südosten der Landschaft. Noch heute ist Athen die Hauptstadt und das Verwaltungszentrum der Region.

Attika grenzt im Westen an die Region Peloponnes, im Norden an Mittelgriechenland. Die südlichste Insel der Region, Andikythira, befindet sich rund 30 km nordwestlich von Kreta. Wichtige Orte sind der Hafen von Piräus bei Athen und der Ort Marathon im Nordosten. An der Ostküste lag die Stadt Thorikos, bei der nach der griechischen Mythologie die Göttin Demeter an Land gegangen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den archäologischen Funden zählt der Grabfund aus Attika.

1833 wurde das neu gegründete Königreich Griechenland zunächst in 10 Präfekturen (nomi) geteilt. Attika bildete damals zusammen mit Böotien eine Präfektur. Von 1899 bis 1909 und dann ab 1943 dauerhaft wurden die beiden Gebiete in zwei Präfekturen geteilt. 1964 wurde Piräus als eigenständige Präfektur ausgegliedert, kam jedoch 1972 (zusammen mit den hinzugewonnenen Gebieten Trizinias und den argolischen Inseln Poros, Hydra und Spetses sowie den Ionischen Inseln Kythira und Andikythira) an die Präfektur Attika zurück. Gleichzeitig wurde die Präfektur in die vier Bezirke Athen, Piräus, West- und Ostattika geteilt, die nach und nach dieselben Kompetenzen wie die übrigen griechischen Präfekturen erhielten. 1986 erhielt Attika gleichzeitig den Status einer Verwaltungsregion (gr. diikitiki periferia). Mit der Gemeindereform 1997 wurde die Zahl der attischen Gemeinden durch Zusammenschluss auf 124 reduziert. Mit der Verwaltungsreform von 2010 wurden die Präfekturen und Präfekturbezirke abgeschafft und ihre Kompetenzen an die nunmehr selbstverwaltete Region (periferia) und die erneut auf eine Zahl von 66 reduzierten Gemeinden übertragen. Seither gliedert sich Attika in acht Regionalbezirke (Ez. gr. periferiaki enotita), die jedoch abgesehen von der Sitzzuteilung für den Regionalrat keine politische Bedeutung haben.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Attika gliedert sich in acht Regionalbezirke. Proportional zu deren Einwohnerzahl entsenden sie eine bestimmte Anzahl Abgeordneter in den 101-köpfigen Regionalrat.[2]

Regionalbezirk Einwohner[1] Sitze Gemeinden
Athen-Zentrum 1.029.520 27 Athen, Dafni-Ymittos, Filadelfia-Chalkidona, Galatsi, Ilioupoli, Kesariani, Vyronas, Zografos
Athen-Nord 592.490 16 Agia Paraskevi, Filothei-Psychiko, Iraklio, Kifisia, Lykovrysi-Pefki, Marousi, Metamorfosi, Nea Ionia, Papagos-Cholargos, Pendeli, Vrilissia
Athen-Süd 529.826 14 Agios Dimitrios, Alimos, Chalandri, Elliniko-Argyroupoli, Glyfada, Kallithea, Moschato-Tavros, Nea Smyrni, Paleo Faliro
Athen-West 489.675 13 Agia Varvara, Agii Anargyri-Kamatero, Chaidari, Egaleo, Ilio, Peristeri, Petroupoli
Piräus 448.997 12 Keratsini-Drapetsona, Korydallos, Nikea-Agios Ioannis Rendis, Piräus, Perama
Inseln 74.651 2 Ägina, Angistri, Hydra, Kythira, Poros, Salamis, Spetses, Trizinia-Methana
Ostattika 502.348 13 Acharnes, Dionysos, Koropi, Lavrio, Marathon, Markopoulo Mesogeas, Oropos, Pallini, Peania, Rafina-Pikermi, Saronikos, Spata-Artemida, Vari-Voula-Vouliagmeni
Westattika 160.927 4 Aspropyrgos, Elefsina, Fyli, Mandra-Idyllia, Megara
Attika 3.828.434 101

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 lag das regionale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, bei 129,1 % des Durchschnitts der EU-27.[3]

Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote 21,6 %.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Griechenland wird zwischen Landstraßen (einschließlich Nationalstraßen) und vierspurigen Schnellstraßen (Ethniki Odos) ohne baulich getrennte Fahrbahnen einerseits und Autobahnen (Avtokinitodromos) andererseits in der Nummerierung nicht unterschieden.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antike Stätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sounion bei Dämmerung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Griechisches Gesetzesblatt vom 29. März 2019 (ΦΕΚ B1056/29.03.2019), Απόφαση Αριθμ. 22339. S. 13161. PDF Online (griechisch)
  3. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF; 360 kB)
  4. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018.