Attila Hildmann

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Attila Hildmann kocht auf dem Veggie Street Day in Dortmund 2010

Attila Klaus Peter[1] Hildmann (* 22. April 1981 in Berlin) ist ein deutscher Autor von Kochbüchern. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die vegane Küche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hildmann ist türkischer Herkunft und wuchs bei deutschen Adoptiveltern auf. Er wurde Veganer, nachdem sein Adoptivvater 2000 einem Herzinfarkt erlag.[2] Hildmann machte für den Tod des Vaters dessen übermäßigen Fleischkonsum mit dem daraus folgenden hohen Cholesterinspiegel verantwortlich. Zunächst verzichtete er auf Fleisch- und Fischprodukte und ernährte sich somit vegetarisch. Außerdem begann er, Sport zu treiben. Nach einiger Zeit verzichtete Hildmann auf fast alle tierischen Produkte (mit Ausnahmen, z. B. Leder[3]), ernährte sich überwiegend vegan.

2009 schrieb er sein erstes veganes Kochbuch. Sein Buch Vegan for Fun wurde 2012 vom Vegetarierbund Deutschland als Kochbuch des Jahres ausgezeichnet.[4] Er absolvierte Fernsehauftritte in verschiedenen TV-Magazinen, unter anderem war er bei Menschen bei Maischberger, Bauerfeind assistiert, TV total, Nachtcafé und in der WDR-Sendung daheim + unterwegs zu Gast. Hildmann studiert Physik an der Freien Universität Berlin.[5]

Im März 2016 nahm Hildmann bei der Fernsehsendung Let’s Dance teil und belegte den 12. Platz.[6] Im Januar 2017 nahm er als Koch bei der Sky-Sendung Masterchef teil.[7] Außerdem nahm er erfolgreich an der TV-Sendung Schlag den Star teil, in welcher er gegen Luke Mockridge antrat.[8]

Hildmann lebt in Berlin.[9] Seit dem Frühjahr 2017 betreibt er einen Imbiss in Charlottenburg,[10] seit dem 20. April 2018 einen weiteren in Kreuzberg.[11]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 erklärte Hildmann: „Integration ist in Deutschland ein heikles Thema aufgrund der deutschen Vergangenheit, was zu einer aktuellen Selbstverstümmelung deutscher Werte und Kultur führt.“ Der Zündfunk sah diese Aussage im Zusammenhang mit einer „Symbiose von Rechtsradikalismus mit grenzenloser Tierliebe“.[12]

Nachdem sein Imbiss 2017 eine negative Kritik im Tagesspiegel erhalten hatte, beschimpfte Hildmann die Redakteurin Susanne Kippenberger auf Facebook und erteilte der gesamten Redaktion Hausverbot.[13] Später hob er dies wieder auf, und lud die Journalisten in seinen Imbiss ein, drohte aber zugleich, bei ähnlicher Kritik[14] werde er diesmal komplett ausrasten.[15] Wegen seiner Drohungen, unter anderem mit einer Pumpgun, wurde er von der Polizei vorgeladen.[16] Der Politologe Frank Überall verbindet mit Hildmanns Vorgehensweisen eine "findige und amüsante Strategie der Wut-PR". [17]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hildmann wurde vom Stadtmagazin tip als "peinlichster Berliner" 2017 ausgezeichnet. Die Zeitschrift erstellt jährlich eine Liste der 100 peinlichsten Berliner. Hildmann wurde ausgezeichnet, weil er bei einem Testessen für Journalisten versprach, ein Steak zu essen, wenn seine Küche nicht überzeuge. Er brachte dann ein lebendiges Kalb, das die Journalisten schlachten sollten.[18]

Kochbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Attila Hildmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vegan – Kochkurs mit Attila. BRAINPOOL Artist & Content Services GmbH, 9. November 2011, abgerufen am 1. Januar 2014. Nennung des eigenen Vornamen (Min. 10:10)
  2. Interview mit Attila Hildmann in Spiegel Online vom 27. September 2012.
  3. http://www.sueddeutsche.de/stil/attila-hildmann-im-gespraech-vegane-ernaehrung-ist-das-beste-fuer-den-planeten-1.2057909
  4. Vegan for Fun gewinnt Auszeichnung zum Kochbuch des Jahres 2012 (Memento vom 17. Mai 2014 im Internet Archive)
  5. Giesela Gross: Student und Starkoch. Freie Universität Berlin, 18. April 2013, abgerufen am 18. April 2013.
  6. rtl.de: Let's Dance 2016: Kochbuchautor Attila Hildmann wagt sich aufs Tanzparkett
  7. MasterChef Deutschland Episode 11. Archiviert vom Original am 18. Januar 2017; abgerufen im 18. Januar 2017.
  8. Anja Francesca Richter: Vegan-Koch Attila Hildmann gewinnt bei „Schlag den Star“ - aber keine Sympathien. (derwesten.de [abgerufen am 21. April 2017]).
  9. Die Zeit Nr. 6, 4. Februar 2016, S. 27.
  10. Susanne Kippenberger: Berliner Imbisse im Test: "Das Scheiß-Matcha-Eis!" In: tagesspiegel.de. 19. Oktober 2017, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  11. attilahildmann.de: Berlin Kreuzberg
  12. „Rechts und vegan - Wieso Neonazis Welpen mögen… und Hitler.“ (Memento vom 17. April 2016 im Internet Archive), Bayern 2 vom 10. Februar 2016
  13. „Dreckiger Kackartikel“: Attila Hildmann beschimpft Journalistin nach Restaurant-Kritik. In: welt.de. 20. Oktober 2017, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  14. Nach Wutausbruch: „Veganerkönig“ Attila Hildmann spricht seltsame Einladung aus. In: welt.de. 22. Oktober 2017, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  15. http://www.tagesspiegel.de/berlin/von-tag-zu-tag-fall-hildmann-vom-saulus-zum-paulus/20488230.html
  16. http://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-facebook-post-koch-attila-hildmann-wird-von-der-polizei-vorgeladen/20499148.html
  17. Essen & Trinken: Ein Koch sieht rot - Showdown beim Wutburger. In: Die Zeit. 25. Oktober 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 30. Oktober 2017]).
  18. Meldung in der Berliner Zeitung vom 28. Dezember 2017