Auckland Council

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Auckland Council
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Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Neuseeland
Region Auckland Council
Stadt Auckland CouncilVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 4938 km²
Einwohner 1.415.550 (2013)
Dichte 287 Einwohner pro km²
Gründung 1. November 2010
ISO 3166-2 NZ-AUK
Webauftritt www.aucklandcouncil.govt.nz (englisch)
Politik
Bürgermeister Len Brown
Kartenausschnitt des Auckland Council
Kartenausschnitt des Auckland Council

Koordinaten: 43° 32′ S, 172° 38′ O

Der Auckland Council ist eine Territorial Authority (Gebietskörperschaft) auf der Nordinsel von Neuseeland. Er wurde am 1. November 2010 durch die Zusammenlegung der bis dahin eigenständigen Städte Auckland City, Manukau City, North Shore City und Waitakere City, und die des Franklin District, Papakura District, Rodney District und der Region Auckland neu gebildet und zuvor durch die Kommunalwahl vom 9. Oktober 2010 politisch legitimiert. Die so neu gebildete Metropole von Auckland ist auf die Fläche und die Einwohnerzahl bezogen, seitdem die mit Abstand größte Stadt Neuseelands.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Auckland Council umfasst 4938 km² reiner Landfläche und zählte zum Zensus im Jahr 2013 1.415.550 Einwohner.[1] Damit kam die Stadt auf eine Bevölkerungsdichte von 286,7 Einwohner pro km².[2]

Das Stadtgebiet liegt zwischen den Regionen Northland im Norden und Waikato im Süden. Die westliche und die östliche Grenzen bilden die Küstenlinien zur Tasmansee im Westen und zum Hauraki Gulf und dem Firth of Thames im Osten.

Verkehrstechnisch angeschlossen ist der Auckland Council durch den New Zealand State Highway 1, der von Süden von Wellington kommend das Stadtgebiet von Auckland nach Norden hin durchquert und den nördlichen Teil der Nordinsel mit anbindet. Innerhalb des Stadtgebietes verläuft im westlichen Teil der New Zealand State Highway 20 parallel zum State Highway 1 und bindet die westlichen Stadtteile an. Im nördlichen Bereich des Stadtgebietes stellen die State Highway 16, 17 und State Highway 18 Querverbindungen her. Die Eisenbahnlinie South Island Main Trunk Railway, die Wellington mit Auckland verbindet, findet hier ihren Endpunkt.[3] Der Auckland International Airport ist aufgeteilt in einem Teil für internationale Flüge und einem Teil für Regionalflüge. Der Flughafen, der sich 18 km südlich des Stadtzentrums von Auckland befindet, verbindet Neuseeland mit dem Rest der Welt.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Auckland Council (Rat der Stadt) besteht aus 20 Councillors (Ratsmitglieder) und einem Mayor (Bürgermeister). Sie regieren die Stadt. Zusätzlich ist die Stadt in 21 sogenannte Local Boards unterteilt, in denen die gewählten Vertreter der verschiedenen Stadtteile Angelegenheiten mit lokalem Bezug diskutieren und entscheiden und teilweise zu übergeordneten Entscheidungsprozessen angehört werden. Zu den 21 Local Boards gehören:[2] [4]

Nr. Local Board Einwohnerzahl
01. Albert-Eden
94.695
02. Devonport-Takapuna
55.467
03. Franklin
65.319
04. Great Barrier
939
05. Henderson-Massey
107.685
06. Hibiscus and Bays
89.832
07. Howick
127.125
08. Kaipatiki
82.494
09. Mangere-Otahuhu
70.959
10. Manurewa
82.242
11. Maungakiekie-Tāmaki
70.002
12. Orākei
79.539
13. Otara-Papatoetoe
75.663
14. Papakura
45.636
15. Puketāpapa
52.938
16. Rodney
54.879
17. Upper Harbour
53.670
18. Waiheke
8.340
19. Waitākere Ranges
48.396
20. Waitematā
77.136
21. Whau
72.594

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 1.415.550 Einwohnern der Region waren 2013 142.767 Einwohner Māori-stämmig (10,1 %). Damit lebten 23,9 % der Māori-Bevölkerung des Landes in der Region Canterbury.[1]

Die Frage nach der Zugehörigkeit einer ethnischen Gruppe beantworteten in der Volkszählung 2013 59,3 % mit Europäer zu sein, 10,7 % gaben an, Māori-Wurzeln zu haben, 14,6 % kamen von den Inseln des pazifischen Raums und 23,1 % stammten aus Asien (Mehrfachnennungen waren möglich). 39,1 % der Bevölkerung gab an, in Übersee geboren zu sein. 4,4 % der Bevölkerung sprachen Samoanisch als zweithäufigste Sprache nach Englisch. die dritthäufigste Sprache war Māori und wurde von 3,7 % der Bevölkerung gesprochen, unter den Māori waren es 17,9 %.[5] Das durchschnittliche Einkommen in der Bevölkerung lag 2013 bei 29.600 NZ$ gegenüber 28.500 NZ$ im Landesdurchschnitt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgangspunkt für die Überlegung alle Städte und Distrikte der Region Auckland zusammenzulegen war, dem schnell wachsenden Ballungsraum Auckland eine Regierung und eine Verwaltung zu verschaffen, die zügig und effizient alle Infrastrukturprobleme der Metropole lösen kann. Mit einem Regionalrat, vier Räten unabhängiger Städte und drei Distrikträten, die alle ihrerseits zusammengenommen noch weitere 30 lokale Community Boards (Gemeindegremien) als Untergliederung hatten, glaubte man die Probleme der schnellwachsenden Region Auckland nicht mehr angemessen lösen zu können.

Bereits 2002 wurden die verschiedenen Räte der Region über den Local Government Act 2002 mit der Kompetenz ausgestattet, für Strukturplanungen übergreifend zusammenarbeiten zu können. Im Jahr 2004 wurde dann mit dem Local Government Auckland Amendment Act 2004 die Auckland Regional Transport Authority und die Auckland Regional Holdings mit dem Ziel gegründet, in Sachen Transportwesen und Regenwassermanagement übergreifend für die gesamte Region zu planen und zu arbeiten. Im selben Jahr wurde der „Eine-Region-Ansatz“ entwickelt.

Nach einer drei Jahre währenden Diskussion wurde im Jahr 2007 schließlich eine Royal Commission gegründet und mit der Prüfung des Zusammenschlusses der Städte und Distrikte der Region Auckland beauftragt. Im März 2009 gab die Kommission einen sehr detaillierten Report mit der Empfehlung ab, die Region Auckland politisch und verwaltungstechnisch als eine Stadt zu betrachten und die acht eigenständigen Councils aufzulösen.[6] Noch im gleichen Monat beschloss die Regierung der Empfehlung der Kommission weitgehend zu folgen. Im Mai 2009 wurde zur Realisierung des Plans die Auckland Transition Agency (ATA) gegründet, die über 16 Monate den Zusammenschluss entsprechend den Vorgaben der neuseeländischen Regierung politisch und organisatorisch vorbereitete.[7]

Mit der öffentlichen Wahl am 9. Oktober 2010 hatten die Bürger der Region Auckland letztlich noch die Aufgabe und die Möglichkeit dem Auckland Council inklusive seiner Gremien die politische Legitimation zu erteilen. Mit der Zustimmung der Bürger nahm der Auckland Council schließlich am 1. November 2010 seine Arbeit auf. Die Auckland Transition Agency (ATA) wurde damit außer Kraft gesetzt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Auckland Council hat 19 Städtepartnerschaften unterschiedlicher Ausprägung mit Städten anderer Länder:[8]

Stadt Land besteht Status
Brisbane AustralienAustralien Australien seit 1988 Sister City
Busan Korea SudSüdkorea Südkorea seit 1996 Sister City
Cook Islands CookinselnCookinseln Cookinseln seit 2012 Memorandum für eine Kooperation
Fukuoka JapanJapan Japan seit 1986 Sister City
Galway IrlandIrland Irland seit 2002 Friendship City
Guangzhou China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China seit 1989 Sister City
Hamburg DeutschlandDeutschland Deutschland seit 2007 strategische Partnerschaft
Kakogawa JapanJapan Japan seit 1992 Sister City
Los Angeles Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kalifornien, Vereinigte Staaten seit 1971 Sister City
Nadi FidschiFidschi Fidschi seit 2006 Kooperationsvereinbarung
Ningbo China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China seit 1998 Sister City
Pohang Korea SudSüdkorea Südkorea seit 2008 Friendship City
Qingdao China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China seit 2008 Sister City
Samoa SamoaSamoa Samoa seit 2012 Memorandum für eine Kooperation
Shinagawa JapanJapan Japan seit 1993 Friendship City
Taichung TaiwanRepublik China (Taiwan) Taiwan seit 1996 Sister City
Tomioka JapanJapan Japan seit 1983 Friendship City
Tonga TongaTonga Tonga seit 2012 Memorandum für eine Kooperation
Utsunomiya JapanJapan Japan seit 1982 Sister City

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • New Zealand Government (Hrsg.): Making Auckland Greater. Wellington 2009, ISBN 978-0-478-29486-6 (englisch).
  • Auckland Transition Agency (Hrsg.): Auckland: Your Council. Your Vote.. Auckland August 2010 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Commons: Auckland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Homepage. Auckland Council, abgerufen am 13. August 2016 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 2013 Census QuickStats about a place: Auckland - Population and dwellings. Statistics New Zealand, abgerufen am 13. August 2016 (englisch).
  2. a b c Auckland Council. In: Local Councils. Department of Internal Affairs, abgerufen am 13. August 2016 (englisch).
  3. Topo250 maps. Land Information New Zealand, abgerufen am 12. August 2016 (englisch).
  4. 2013 Census QuickStats about a place: Auckland Region - Local Boards Area - Population and dwellings. Statistics New Zealand, abgerufen am 13. August 2016 (englisch).
  5. 2013 Census QuickStats about a place: Auckland - Cultural diversity. Statistics New Zealand, abgerufen am 13. August 2016 (englisch).
  6. Royal Commission on Auckland Governance (Hrsg.): Report: Royal Commission on Auckland Governance. Auckland 2009, ISBN 978-0-9864509-0-7 (englisch).
  7. Auckland Transition Agency (ATA). New Zealand Government, abgerufen am 10. Dezember 2010 (englisch).
  8. Global partnerships and strategy. Auckland Council, abgerufen am 13. August 2016 (englisch).