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Audacity

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Dieser Artikel behandelt die Software Audacity. Für den britischen Flugzeugträger siehe HMS Audacity (D10).
Audacity
Logo von Audacity
Audacity Version 2.1.2
Audacity 2.1.2 unter Windows 10
Basisdaten
Entwickler Dominic Mazzoni, u. a.
Erscheinungsjahr 2000
Aktuelle Version 2.1.3
(17. März 2017[1])
Betriebssystem Windows, Linux, Mac OS X, Unix
Programmiersprache C++
Kategorie Audioeditor
Lizenz GNU GPLv2+
deutschsprachig ja
audacityteam.org

Audacity [ɔːˈdæsəti] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist ein freier Audioeditor und -rekorder[2]. Auf beliebig vielen Spuren können Audiodateien gemischt und bearbeitet werden. Das Programm ist in C++ geschrieben und nutzt die wxWidgets-Bibliothek, um auf verschiedenen Betriebssystemen die gleiche grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung zu stellen.

Das englische Wort audacity (mit der wie im Englischen üblichen Betonung auf der zweiten Silbe) bedeutet „Verwegenheit“/„Beherztheit“, wobei durch die identischen Anfangsbuchstaben zugleich auf Audio, lateinisch für „ich höre“, angespielt wird.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Features:[3]

  • Import und Export aller unkomprimierten Audioformate sowie aller Formate, die von libsndfile oder libmad unterstützt werden, u. a. AIFF, Sound Blaster VOC, MATLAB MAT, FLAC sowie mit LAME bzw. libavcodec aller MPEG-Formate inklusive Tagging mittels libid3tag.
    • Obwohl Audacity kein Sequenzer sein will, können MIDI-Dateien (vornehmlich für messtechnische Zwecke) importiert und grafisch dargestellt werden.
  • Tongeneratoren für weißes, rosa und braunes Rauschen, gewobbelte Sinus-, Rechteck-, Sägezahn-Signale, DTMF-Töne, Metronom-Clicks etc.
  • Audio-Aufnahme (z. B. von Plattenspieler) so vieler Kanäle, wie die Hardware unterstützt:
    • Aufnahme direkt auf die Festplatte
    • Gleichzeitige Wiedergabe
    • Leveltriggerung für automatischen Aufnahmebeginn
  • Textspur zur Kennzeichnung und Auswahl von Spur-Abschnitten
  • Zeitspur zur tonhöhenerhaltenden Justierung der Abspielgeschwindigkeit über die Laufzeit
  • Anzeige der Digital-Audio-Spuren in Stereo oder Mono als
  • Audio-Wiedergabe im Downmix aller Spuren auf ausschließlich zwei Kanäle (Stereo), wobei die Lautstärkeverteilung (Pan) nur für die gesamte Lauflänge eines Kanals festgelegt werden kann.
  • Grundlegende Editierfunktionen wie Selektieren, selektierte Region auf Nulldurchgänge versetzen, Ausschneiden, Kopieren, Trimmen, in zwei Spuren splitten, Lautstärke über die Laufzeit verändern
  • Analysefunktionen, z. B. für die (statistische) Frequenzanalyse, Tempo (BPM) sowie zur Bewertung, wie weit sich ein Sprachsignal von der Hintergrundvertonung abhebt
  • Mehrere hundert Filter und Sound-Effekte bzw. Effekt-PlugIns:
    • Die üblichen digitalen Nachbildungen analoger Effektgeräte wie WahWah oder Chorus und Kompressoren
    • Filter zur adaptiven Reduktion von Störgeräuschen und zur Reparatur von Audiodateien
    • Zusätzliche Effekte, Analysatoren und Generatoren können mit Nyquist gescriptet oder als Plugin eingebunden werden
    • Schnittstelle für externe Plugins: LADSPA, VST-Plug-in, Vamp

Audacity kann seine Effekte und Analysefunktionen nicht in Echtzeit umsetzen, auch eine Navigation in den Tracks mit Scrubbing ist nicht verfügbar. Im Vergleich zu kommerziellen Produkten fehlen Mechanismen zum auditiv gestützten Navigieren und Selektieren.[4]

Ab Version 1.3.1 verhält sich Audacity portabel, wenn die Programmdatei in ihrem Verzeichnis ein Unterverzeichnis „Portable Settings“ findet.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Film Doktorspiele benutzt der Hauptdarsteller Andi Audacity, um ein selbst geschriebenes Lied mit seiner elektrischen Gitarre aufzunehmen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ardour (Audiosoftware unter Linux, Mac OS etc.)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markus Priemer: Audacity kompakt – Professionelle Soundbearbeitung mit dem besten freien Audioeditor. bomots, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-939316-23-7
  • Holger Reibold: Audacity 2.0 kompakt – Professionelle Soundbearbeitung mit dem besten freien Audioeditor. Brain Media, Saarbrücken 2013, ISBN 978-3-95444-027-6
  • Andreas Klug und Heike Demmel: Audiobearbeitung mit Audacity 2.0. PDF-Datei zum freien Download auf deutsch, auch in englisch, spanisch und portugiesisch erhältlich
  • Brigitte Hagedorn: Audiobearbeitung mit Audacity für Kids, mitp, 2014, ISBN 978-3-826683299

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Audacity – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Audacity Project: Release Notes 2.1.3. wiki.audacityteam.org, 17. März 2017, abgerufen am 16. April 2017 (englisch).
  2. Homepage von Audacity
  3. Audacity Project: Audacity Current Features. April 2009. Abgerufen am 23. April 2009.
  4. Audacity Project: Audacity Feature Requests. April 2009. Abgerufen am 23. April 2009.
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