Audi 920
| Audi | |
|---|---|
Audi 920
| |
| 920 | |
| Produktionszeitraum | 1938–1940 |
| Klasse | Obere Mittelklasse |
| Karosserieversionen | Limousine, Cabriolet, Roadster |
| Motoren | Ottomotor: 3,3 Liter (82 PS) |
| Länge | 4900 mm |
| Breite | 1720 mm |
| Höhe | 1610 mm |
| Radstand | 3100 mm |
| Leergewicht | 1640–1665 kg
|
| Vorgängermodell | Audi 225 |


Der Audi 920 ist ein Pkw-Modell mit Hinterradantrieb. Die zur Auto Union AG gehörende Marke Audi brachte es Ende 1938 als Nachfolger des Frontantriebs-Modells Audi 225 auf den Markt.
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie den Vorgänger stellte das Werk Horch der Auto Union AG in Zwickau die Audi 920 her. Ursprünglich sollte der Wagen als kleineres Horch-Modell auf den Markt kommen, die Führung der Auto Union AG entschied jedoch, ihn unter der Marke Audi zwischen den großen Horch- und den kleineren Wanderer-Modellen zu platzieren.
Das Fahrgestell und die Karosserie entsprechen dem Wanderer W 23. Der Sechszylinder-Reihenmotor hat 87 mm Bohrung, 92 mm Hub und 3281 cm³ Hubraum. Er ist mit einem Solex-Registervergaser bestückt und leistet 82 PS.[1] Er basiert auf dem Achtzylindermotor des Horch 850 und hat eine über Königswelle angetriebene obenliegende Nockenwelle.
Der Wagen mit Kastenrahmen hat eine hydraulisch betätigte Fußbremse („Öldruckbremse“ von ATE, Lizenz Lockheed) und ein vollsynchronisiertes Vierganggetriebe mit Schalthebel in der Wagenmitte. Die vorderen Räder sind einzeln nach Art einer Doppelquerlenkerachse aufgehängt, der untere Lenker ist die Querblattfeder, der obere ist der Hebel des Stoßdämpfers.[2] Hinten ist eine starre „Schwebeachse“ eingebaut, die von Längslenkern und einer hoch liegenden Querblattfeder geführt wird.
Das Fahrgestell hat 3100 mm Radstand. Die Spurweite beträgt 1435 mm an der Vorderachse und 1465 mm an der Hinterachse. Die Fahrzeuge sind 4900 mm lang, 1720 mm breit und 1610 mm hoch. Sie wiegen als Limousine 1640 kg und als Cabriolet 1665 kg.[1]
Der Audi 920 war als viertürige Limousine mit sechs Fenstern und als zweitüriges Cabriolet mit vier Fenstern verfügbar. Dazu gab es ein paar zweisitzige Roadster mit Karosserien von Gläser und Erdmann & Rossi.[3]
Insgesamt 1281 Wagen wurden vom letzten Vorkriegs-Audi von Dezember 1938 bis zur kriegsbedingten Einstellung im April 1940 gebaut.[1]
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Typ 920 | |
|---|---|
| Baujahre | 1938–1940 |
| Aufbauten | Limousine, Cabriolet, Roadster |
| Motor | Reihen-Sechszylinder-Viertakt-Ottomotor |
| Ventilsteuerung | OHC-Ventilsteuerung (obengesteuert) |
| Bohrung × Hub | 87 mm × 92 mm |
| Hubraum | 3281 cm³ |
| Nennleistung | 75 PS bei 3000/min |
| Verbrauch | 16,6 Liter auf 100 km |
| Höchstgeschwindigkeit | 130 km/h |
| Leergewicht | 1640–1665 kg |
| zul. Gesamtgewicht | 2005–2030 kg |
| Länge | 4900 mm |
| Breite | 1720 mm |
| Höhe | 1610 mm |
| Radstand | 3100 mm |
| Spur vorn/hinten | 1435 mm/1465 mm |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1.
- Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-87943-519-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Audi 920 Limousine, 1939 ( vom 6. Oktober 2017 im Internet Archive) Auf audi.com.
- Audi 1939, Auf autounion1939.com.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 231.
- ↑ Audi 1939. Auf autounion1939.com, abgerufen am 30. August 2025.
- ↑ Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 177–193.
