Audi Q3 Sportback

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Audi
Audi Q3 Sportback 45 TFSI quattro auf der IAA 2019
Audi Q3 Sportback 45 TFSI quattro auf der IAA 2019
Q3 Sportback
Produktionszeitraum: seit 2019
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotor:
1,5–2,5 Liter
(110–294 kW)
Dieselmotor:
2,0 Liter
(110–140 kW)
Länge: 4500–4507 mm
Breite: 1843–1851 mm
Höhe: 1557–1567 mm
Radstand: 2680 mm
Leergewicht: 1535–1775 kg
Heckansicht

Der Audi Q3 Sportback ist ein Crossover-SUV des deutschen Automobilherstellers Audi. Das auf dem Q3 F3 basierende Fahrzeug kam im Herbst 2019 in den Handel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahrzeug wurde am 24. Juli 2019 vorgestellt. Messepremiere hatte es im September 2019 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main. Im Herbst 2019 wurden die ersten Modelle ausgeliefert. Wie der Q3 F3 wird das SUV in Győr bei Audi Hungaria produziert. Zum Marktstart gibt es außerdem das Sondermodell Edition One.[1]

Seit Oktober 2019 ist mit dem RS Q3 Sportback zudem das Topmodell der Baureihe im Handel.[2]

Im Gegensatz zum ebenfalls als „SUV-Coupé“ bezeichneten Q8 nutzt der Q3 Sportback keine Nomenklatur mit geraden Ziffern. Als Q4 und Q6 sollen zukünftig batterieelektrische Sport Utility Vehicles vermarktet werden. Auf dem Genfer Auto-Salon im März 2019 präsentierte Audi dazu bereits das Konzeptfahrzeug Q4 e-tron concept.[3]

Die Hersteller BMW und Daimler bieten mit dem BMW X4 bzw. Mercedes-Benz GLC Coupé bereits seit einigen Jahren Sport Utility Vehicles mit flacherem Dach in diesem Segment an. Gegenüber einem normalen SUV steht für den Kunden der emotionale Nutzen im Vordergrund, weshalb diese Modelle zu einem höheren Preis verkauft werden können.[4] Ein großer Beitrag zur Entwicklung dieser Fahrzeugklasse liegt in der Volksrepublik China, wo die Kunden einen ausdrucksstarken und dominanten Designstil bevorzugen, um ihren individuellen sozialen Aufstieg zu demonstrieren.[5]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Crossover-SUV baut auf dem modularen Querbaukasten des Volkswagen-Konzerns auf. Gegenüber dem Q3 F3 ist der Q3 Sportback etwas länger und hat ein flacher auslaufendes Dach, nutzt aber die gleiche Technik. Als erstes Fahrzeug der auf dem MQB-Baukasten aufbauenden Modelle nutzt der Q3 Sportback eine Mildhybrid-Technik mit 48-Volt-Bordnetz.[6]

Das Kofferraumvolumen entspricht mit 530 Litern exakt dem des Q3 F3. Bei umgeklappter Rückbank sinkt es gegenüber dem Q3 F3 um 100 auf 1.400 Liter.[1]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Marktstart ist das Fahrzeug mit einem aufgeladenen Zweiliter-Ottomotor des Typs VW EA888 mit Benzindirekteinspritzung und 169 kW (230 PS) oder einem aufgeladenen Zweiliter-Dieselmotor vom Typ VW EA288evo mit Common-Rail-Einspritzung und 110 kW (150 PS) erhältlich. Später folgten ein Ottomotor mit niedrigerer maximaler Leistung und ein Dieselmotor einer mit höherer maximaler Leistung. Außerdem wird seit Oktober 2019 der 294 kW (400 PS) starke RS Q3 mit einem 2,5-Liter-Fünfzylinder-Ottomotor angeboten.

Ottomotoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

35 TFSI 45 TFSI RS Q3
Bauzeitraum seit 08/2019 seit 10/2019
Motorkennbuchstaben DADA DKTA
Motorbaureihe VW EA211evo VW EA888 VW EA855
Motorart Ottomotor
Motorbauart Reihenbauart
Motoraufladung Turbolader
Gemischaufbereitung Benzindirekteinspritzung
Zylinder/Ventile 4/16 5/20
Hubraum 1498 cm³ 1984 cm³ 2480 cm³
Verdichtungsverhältnis 10,5 : 1 9,6 : 1
max. Leistung bei 1/min 110 kW (150 PS)/
5000–6000
169 kW (230 PS)/
5000–6700
294 kW (400 PS)/
5850–7000
max. Drehmoment bei 1/min 250 Nm/
1500–3500
350 Nm/
1500–4300
480 Nm/
1950–5850
Antriebsart, serienmäßig Vorderradantrieb Allradantrieb
Antriebsart, optional
Getriebe, serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe 7-Gang-S-tronic
Getriebe, optional
Beschleunigung,
0–100 km/h
9,6 s 6,5 s 4,5 s
Höchstgeschwindigkeit 204 km/h 233 km/h 250 km/h(1)
280 km/h(2)
Leergewicht 1535 kg 1700 kg 1775 kg
Kraftstoffverbrauch
auf 100 km, kombiniert
5,7–6,0 l Super 7,3–7,7 l Super 8,8–8,9 l Super
CO2-Emission, kombiniert 130–137 g/km 166–174 g/km 202–204 g/km
Abgasnachbehandlung, PM Ottopartikelfilter
Abgasnorm nach
EU-Klassifikation
Euro 6d-TEMP-EVAP-ISC
(1) abgeregelt
(2) gegen Aufpreis

Dieselmotoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

35 TDI 40 TDI
Bauzeitraum seit 08/2019 seit 10/2019
Motorkennbuchstaben DFGA
Motorbaureihe VW EA288evo
Motorart Dieselmotor
Motorbauart Reihenbauart
Motoraufladung Turbolader
Gemischaufbereitung Common-Rail-Einspritzung
Zylinder/Ventile 4/16
Hubraum 1968 cm³
Verdichtungsverhältnis 16,2 : 1 15,5 : 1
max. Leistung bei 1/min 110 kW (150 PS)/
3500–4000
140 kW (190 PS)/
1900–3300
max. Drehmoment bei 1/min 340 Nm/
1750–3000
400 Nm/
1900–3300
Antriebsart, serienmäßig Vorderradantrieb Allradantrieb
Antriebsart, optional Allradantrieb
Getriebe, serienmäßig 7-Gang-S-tronic
Getriebe, optional
Beschleunigung,
0–100 km/h
9,3 s 8,3 s
Höchstgeschwindigkeit 205–207 km/h 217 km/h
Leergewicht 1655–1710 kg 1770 kg
Kraftstoffverbrauch
auf 100 km, kombiniert
4,7–5,7 l Diesel 5,5–5,7 l Diesel
CO2-Emission, kombiniert 123–151 g/km 145–149 g/km
Abgasnachbehandlung, PM Dieselpartikelfilter
Abgasnachbehandlung, NOX SCR-Katalysator
Abgasnorm nach
EU-Klassifikation
Euro 6d-TEMP-EVAP-ISC

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Audi Q3 Sportback – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Holger Wittich, Gregor Hebermehl: Audi Q3 Sportback: Coupé-Variante des Q3 vorgestellt. In: auto-motor-und-sport.de. 24. Juli 2019, abgerufen am 1. August 2019.
  2. Uli Baumann: Audi RS Q3 Sportback (2020): SUV-Coupé macht mächtig Dampf. In: auto-motor-und-sport.de. 26. September 2019, abgerufen am 11. Oktober 2019.
  3. Mihnea Radu: Audi Planning Q4 and Q6 e-tron Models With S and RS Versions. In: autoevolution.com. 24. Juli 2019, abgerufen am 1. August 2019 (englisch).
  4. Franz-Rudolf Esch: Strategie und Technik des Automobilmarketing. Springer Gabler, Oestrich-Winkel 2013, ISBN 978-3-8349-3391-1, S. 344.
  5. Niklas Schaffmeister: Erfolgreicher Markenaufbau in den großen Emerging Markets. Springer Gabler, Köln 2018, ISBN 978-3-658-14111-0, S. 323.
  6. Bernd Conrad: Ganz schön anders. In: autonotizen.de. 24. Juli 2019, abgerufen am 1. August 2019.